Mehlwahl
Weizenmehl Type 45 oder 550 ergibt einen feinen, hellen Briocheteig.
Île-de-France · Paris
Eine klassische Brioche parisienne aus reichhaltigem Hefeteig: Ein großer, geriffelter Teigkörper trägt eine kleinere Teigkugel, die beim Backen die charakteristische Haube bildet. Die kalte Gare über Nacht sorgt für ein feines Aroma und erleichtert das Formen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Brioche parisienne ist eine elegante französische Briocheform mit zweiteiligem Aufbau. Ein größerer Teigkörper trägt eine kleinere Kugel, die beim Backen als typische Haube sichtbar bleibt. Die butterreiche, luftige Brioche passt zum Frühstück, zum Kaffee und zu einem festlichen Sonntagsbrunch. Durch die kalte Gare über Nacht entwickelt der Teig ein feines Aroma und lässt sich am nächsten Tag gut formen.
Außen glänzt die Brioche goldbraun und leicht knusprig, während die kleine Haube deutlich über dem geriffelten Körper sitzt. Innen ist die Krume luftig, weich und zart dehnbar, mit buttrigem Duft und milder Süße.
Schritt für Schritt
Mehl, Zucker und Salz in der großen Rührschüssel mischen. Die frische Hefe in der lauwarmen Vollmilch auflösen. Die Eier leicht verquirlen.
Milch mit Hefe und die Eier zur Mehlmischung geben. Mit dem Knethaken zunächst 5 Minuten langsam kneten, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Anschließend 8 bis 10 Minuten auf mittlerer Stufe weiterkneten, bis der Teig elastisch wird und sich zunehmend vom Schüsselrand löst.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch und löst sich zunehmend vom Schüsselrand.
Die weiche Butter in kleinen Portionen einarbeiten. Jede Portion erst vollständig unterkneten, bevor die nächste dazukommt. Den Teig weitere 5 bis 8 Minuten kneten, bis er glatt, glänzend und dehnbar ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, glänzend und dehnbar.
Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.
Den Teig mit der Hand sanft zusammendrücken, um größere Gasblasen zu entfernen. Abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist durchgekühlt und lässt sich gut formen.
Die Briocheform mit der Butter ausstreichen. Den kalten Teig auf die Arbeitsfläche geben und etwa drei Viertel für den großen Körper und ein Viertel für die kleine Haube abteilen. Beide Teigstücke rundwirken.
Das größere Stück in die Form setzen. Mit einer leicht bemehlten Hand in der Mitte eine Vertiefung schaffen. Das kleinere Stück hineinsetzen und die Übergänge vorsichtig andrücken.
Daran erkennst du es: Die kleine Teigkugel sitzt mittig und die Übergänge sind vorsichtig verbunden.
Die Brioche abdecken und bei etwa 24 bis 26 °C 90 bis 120 Minuten gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist und knapp unter dem Formenrand steht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und steht knapp unter dem Formenrand.
Das Ei verquirlen und die Oberfläche vorsichtig bestreichen. Die Brioche im vorgeheizten Ofen 25 bis 30 Minuten backen. Wird sie zu dunkel, die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Brioche ist sichtbar aufgegangen.
Die Brioche 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend vorsichtig lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brioche ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber schneiden.
Gut zu wissen
Weizenmehl Type 45 oder 550 ergibt einen feinen, hellen Briocheteig.
Die Eier werden laut Rezept kalt verwendet. Zusammen mit der kalten Gare bleibt der Teig zunächst kühl und lässt sich nach dem Ruhen gut formen.
Die Butter soll weich, aber nicht geschmolzen sein, damit sie portionsweise in den Teig eingearbeitet werden kann.
Die Butter für die Form ist eine eigene, dosierte Zutat und wird nicht mit der Butter im Teig vermischt.
Die Gare kann etwas anders verlaufen; Aroma und Teiggefühl können sich leicht verändern.
Die Trockenhefe direkt mit den trockenen Zutaten vermischen oder nach Packungsangabe verwenden. Die Milch weiterhin lauwarm einsetzen.
Die Brioche wird etwas weniger milchig und je nach Produkt geringfügig anders gebräunt.
Die Vollmilch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Für eine vegane Version müssten zusätzlich Eier und Butter ersetzt werden.
Die Form lässt sich weiterhin gut lösen, der Buttergeschmack an den Rändern fällt jedoch weg.
Die Form dünn mit neutralem Öl ausstreichen. Die Butter im Teig bleibt unverändert.
Jede Portion erst vollständig unterkneten, bevor die nächste dazukommt.
Den Teig weiterkneten, bis er wieder glatter wird. Bei sehr warmer Teigtemperatur kurz kühlen und anschließend weiterarbeiten.
Bei der ersten und zweiten Gare zusätzlich auf die sichtbare Volumenzunahme achten.
Wenn die Brioche noch nicht im Ofen ist, die zweite Gare vorsichtig verlängern, bis der Teig knapp unter dem Formenrand steht.
Das größere Stück gleichmäßig formen und die kleine Kugel mittig einsetzen.
Vor der zweiten Gare die Kugel vorsichtig neu zentrieren und die Übergänge sanft verbinden.
Die Brioche im Auge behalten und bei zu starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.
Die Oberfläche während der restlichen Backzeit locker mit Backpapier schützen.
Eine aromatischere, fruchtige Variante der Brioche parisienne.
Eine leicht knusprige, süßere Oberfläche für Frühstück oder Brunch.
Mehrere kleine Briocheformen mit jeweils eigenem Körper und eigener Haube.
Den Teig nach der ersten Gare abdecken und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag formen, die zweite Gare durchführen und backen.
Die vollständig ausgekühlte Brioche bei Raumtemperatur luftdicht verpackt aufbewahren. Für eine längere Aufbewahrung kann sie gekühlt werden; vor dem Servieren wieder auf Raumtemperatur bringen.
Nicht warm oder feucht verpacken, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Die vollständig ausgekühlte Brioche im Ganzen oder in Scheiben luftdicht verpacken und einfrieren.
Im verschlossenen Behälter bei Raumtemperatur auftauen lassen. Scheiben können anschließend kurz erwärmt oder geröstet werden.
Die Krume kann nach dem Einfrieren etwas weniger zart sein als frisch gebacken.
Häufig gefragt
Die kalte Gare über Nacht gehört zur beschriebenen Methode. Den abgedeckten Teig 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen; sie entwickelt Aroma und erleichtert das Formen am nächsten Tag.
Verwendet wird Weizenmehl Type 45 oder Type 550.
Vorgesehen ist eine geriffelte Briocheform mit 20 bis 22 cm Durchmesser.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder alternativ bei 170 °C Umluft. Die Backzeit beträgt etwa 25 bis 30 Minuten.
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