Paris-Brest: kleine Ringe mit Pralinencreme

Île-de-France · Brandteiggebäck

Kleine gebackene Brandteigringe mit aromatischer Mandel-Haselnuss-Pralinencreme, Mandelblättchen und Puderzucker.

Zum Rezept
Paris-Brest: kleine Ringe mit Pralinencreme
Vorbereitung 70 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 45 Min.
Menge 8 kleine Paris-Brest
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Brandteig geht im Ofen kräftig auf und bildet leichte, hohle Ringe mit knuspriger Oberfläche.
  • Die gekochte Vanillecreme wird mit Pralinépaste und aufgeschlagener Butter zu einer glatten, standfesten Mousseline verbunden.
  • Mandelblättchen und Puderzucker ergänzen die karamellisierten Nussaromen und sorgen für einen feinen Kontrast.

Paris-Brest ist eine klassische französische Pâtisserie aus der Île-de-France. Für diese hausgemachte Fassung werden kleine Brandteigringe gebacken, waagerecht geteilt und mit einer luftigen Pralinen-Mousseline gefüllt.

Außen goldbraun und zart knusprig, innen leicht und weich; die Creme schmeckt buttrig, vanillig und intensiv nach karamellisierten Mandeln und Haselnüssen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kreise zeichnen und Ofen vorheizen

    Auf einem Bogen Backpapier acht Kreise von etwa 7 cm Durchmesser zeichnen und das Papier umdrehen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    180 °C
  2. Brandteig ansetzen

    Wasser, Milch, Butter, Salz und Zucker in einem Topf erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und die Flüssigkeit kräftig kocht. Den Topf vom Herd nehmen, das Mehl auf einmal hineingeben und sofort kräftig rühren.

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit kocht kräftig und die Butter ist vollständig geschmolzen.

    Wichtig: Beim Einrühren des Mehls vorsichtig arbeiten, da die Flüssigkeit sehr heiß ist.

  3. Teig trocknen und abkühlen

    Den Topf wieder auf die Herdplatte stellen. Die Masse bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten weiterrühren, bis sie sich als glatte Kugel vom Topfboden löst und sich dort ein dünner Film bildet. Den Teig in eine Schüssel geben und etwa 5 Minuten abkühlen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig löst sich als glatte Kugel vom Topfboden und hinterlässt einen dünnen Film.

  4. Eier einarbeiten

    Die Eier verquirlen und nach und nach unter den Teig arbeiten. Erst die nächste Portion zugeben, wenn die vorherige vollständig aufgenommen ist. Der Teig soll glänzen und zäh vom Löffel reißen; eventuell nicht die gesamte Eimenge verwenden, falls diese Konsistenz früher erreicht ist.

    Daran erkennst du es: Der Teig glänzt und reißt zäh vom Löffel.

    • Die Eier portionsweise einarbeiten, damit der Teig nicht zu weich wird.
  5. Ringe spritzen und garnieren

    Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle füllen. Auf jeden markierten Kreis zwei dicht nebeneinanderliegende Teigringe spritzen. Das Eigelb mit 1 Teelöffel Wasser verquirlen, die Ringe vorsichtig bestreichen und mit den Mandelblättchen bestreuen.

    Daran erkennst du es: Auf jedem Kreis liegen zwei dicht nebeneinanderliegende Teigbahnen.

    • Das Backpapier vor dem Aufspritzen umdrehen, damit die Markierungen nicht am Teig haften.
  6. Ringe backen und trocknen

    Die Ringe 25–30 Minuten backen, bis sie kräftig aufgegangen und goldbraun sind. Die Ofentür während der ersten 20 Minuten nicht öffnen. Danach den Backofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und die Ringe noch 10 Minuten trocknen lassen. Anschließend vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind kräftig aufgegangen und goldbraun; nach dem Trocknen fühlen sie sich stabil an.

    • Die Ofentür während der ersten 20 Minuten geschlossen halten, damit die Ringe nicht zusammenfallen.

    Wichtig: Das Backblech und die Ringe nach dem Backen vorsichtig handhaben.

  7. Vanillemilch erhitzen

    Für die Creme die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark und Schote in einem Topf erhitzen. Eigelb, Zucker und Maisstärke in einer Schüssel glatt verrühren.

    Daran erkennst du es: Die Milch ist heiß, aber noch nicht übergekocht; die Eigelb-Mischung ist glatt verrührt.

    Wichtig: Die heiße Milch später langsam und unter ständigem Rühren zugießen.

  8. Creme kochen

    Die heiße Milch langsam unter ständigem Rühren zur Eigelb-Mischung gießen. Alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter kräftigem Rühren aufkochen lassen. Sobald die Creme sichtbar eindickt, noch etwa 1 Minute weiterrühren.

    Daran erkennst du es: Die Creme ist sichtbar eingedickt und glatt.

    • Ständig rühren, damit die Stärke gleichmäßig bindet und nichts am Topfboden ansetzt.

    Wichtig: Die heiße Creme vorsichtig weiterverarbeiten.

  9. Creme abkühlen

    Den Topf vom Herd nehmen. Die Vanilleschote entfernen und 50 g Butter sowie die Pralinépaste unterrühren. Die Creme in eine flache Schüssel geben, direkt an der Oberfläche mit Folie abdecken und etwa 45 Minuten abkühlen lassen. Danach 15 Minuten kalt stellen, bis sie nur noch leicht kühl ist.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Creme ist nur noch leicht kühl und die Butter lässt sich anschließend gut einarbeiten.

    • Die Folie direkt auf die Creme legen, damit sich an der Oberfläche keine Haut bildet.
  10. Mousseline aufschlagen

    Die restlichen 100 g weiche Butter mit dem Handrührgerät 3–4 Minuten hell und luftig schlagen. Die abgekühlte Pralinencreme portionsweise unterrühren, bis eine glatte, standfeste Mousseline entsteht. Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt, hell und standfest.

    • Die Pralinencreme portionsweise einarbeiten, damit die Mousseline glatt bleibt.
  11. Ringe füllen und servieren

    Die ausgekühlten Brandteigringe mit einem Sägemesser waagerecht halbieren. Die unteren Hälften dicht mit Pralinencreme bespritzen, die oberen Hälften aufsetzen und die kleinen Paris-Brest mit Puderzucker bestäuben. Bis zum Servieren etwa 30 Minuten kühl stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Creme sitzt standfest zwischen den Ringhälften.

    • Die Brandteigringe erst vollständig auskühlen lassen, bevor sie geschnitten und gefüllt werden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz ist entscheidend: Beim Einarbeiten der Eier nicht zwangsläufig die gesamte Menge verwenden. Der Brandteig soll glänzen und zäh vom Löffel reißen.
  • Ofentür geschlossen halten: Während der ersten 20 Minuten die Ofentür nicht öffnen, damit die Brandteigringe nicht zusammenfallen.
  • Creme direkt abdecken: Die Folie direkt auf die Oberfläche der Creme legen, um Hautbildung beim Abkühlen zu vermeiden.

Zutatenwissen

Pralinépaste einkaufen

Pralinépaste aus Mandeln und Haselnüssen ist in gut sortierten Supermärkten, Backfachgeschäften oder im Backzutatenregal erhältlich.

Nussaroma

Die Pralinépaste liefert das karamellisierte Mandel-Haselnuss-Aroma; die Mandelblättchen ergänzen es mit zusätzlichem Biss.

Sinnvolle Alternativen

Hochwertige Nuss-Nougat-Creme

Die Creme wird süßer, weicher und schmeckt weniger klar nach karamellisierten Nüssen.

Die Pralinépaste im gleichen Arbeitsschritt durch eine hochwertige Nuss-Nougat-Creme ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Brandteig läuft auseinander und hält die Ringform nicht.

Die Eier portionsweise zugeben und die Konsistenz prüfen; gegebenenfalls nicht die gesamte Eimenge verwenden.

Falls der Teig noch nicht aufgespritzt ist, kann er vorsichtig mit etwas zusätzlichem Mehl stabilisiert werden; die Textur kann sich dadurch verändern.

Die Ringe fallen nach dem Backen zusammen.

Die Ofentür während der ersten 20 Minuten geschlossen halten und die Ringe anschließend im ausgeschalteten Ofen trocknen.

Zusammengefallene Ringe lassen sich nicht vollständig zurückformen; sie können dennoch gefüllt und als flachere Paris-Brest serviert werden.

Die Pralinencreme wird körnig oder trennt sich beim Aufschlagen.

Die Cremebasis nur leicht gekühlt und die Butter weich verwenden; die Creme portionsweise unterrühren.

Die Schüssel vorsichtig temperieren und die Mousseline weiter aufschlagen, bis sie wieder homogener wird.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch bestäubt: Die gefüllten Ringe direkt vor dem Servieren nochmals leicht mit Puderzucker bestäuben.
  • Leicht gekühlt servieren: Die Paris-Brest bis zum Servieren etwa 30 Minuten kühl stellen, damit die Mousseline standfest bleibt.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Brandteigs.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Vollmilch und Butter.
  • Ei: enthält · Eier und Eigelb werden für Brandteig, Bestreichen und Creme verwendet.
  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält Mandeln sowie eine Pralinépaste aus Mandeln und Haselnüssen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Muss ich die gesamten 3 Eier in den Brandteig geben?

Nicht unbedingt. Die Eier portionsweise einarbeiten und aufhören, sobald der Teig glänzt und zäh vom Löffel reißt.

Wodurch kann ich die Pralinépaste ersetzen?

Als Alternative ist eine hochwertige Nuss-Nougat-Creme vorgesehen. Die Creme wird dadurch süßer, weicher und weniger deutlich nach karamellisierten Nüssen schmecken.

Warum darf die Ofentür anfangs nicht geöffnet werden?

Die Brandteigringe können durch den frühen Temperaturabfall zusammenfallen. Deshalb die Ofentür während der ersten 20 Minuten geschlossen halten.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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