Ossau-Iraty
Der gereifte Schafskäse bringt eine würzige, leicht nussige Note ein und ist an gut sortierten Käsetheken oder in französischen Feinkostläden erhältlich.
Herzhaftes Soufflé · Pays basque
Herzhaftes Soufflé aus Schafsfaisselle, Ossau-Iraty, milden Piquillos und confierten Tomaten. Locker aufgeschlagenes Eiweiß sorgt für eine luftige Höhe; gebacken wird das Soufflé im Wasserbad und direkt heiß serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses baskisch inspirierte Soufflé verbindet cremige Schafsfaisselle mit dem würzigen, leicht nussigen Aroma von Ossau-Iraty, milden Piquillos und süß-aromatischen confierten Tomaten. Die Masse wird durch getrennt aufgeschlagenes Eiweiß besonders luftig und steigt im Wasserbad gleichmäßig auf.
Das Soufflé ist außen goldgelb und sichtbar aufgegangen, innen weich, cremig und luftig. Ossau-Iraty bringt eine würzige, leicht nussige Tiefe ein; Piquillos und confierte Tomaten setzen milde süß-aromatische Akzente.
Schritt für Schritt
Die Faisselle in ein feinmaschiges Sieb oder ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb geben und 30 Minuten abtropfen lassen. Währenddessen die Piquillos und die confierten Tomaten sorgfältig abtropfen lassen und fein würfeln.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Vier Souffléförmchen mit der Butter sorgfältig bis zum Rand ausstreichen. Die Förmchen danach nicht mehr mit den Fingern berühren, damit die Masse später gleichmäßig aufsteigen kann. Die Förmchen in eine tiefe ofenfeste Form stellen.
Wichtig: Beim späteren Befüllen und Einschieben die heißen Gefäße und das Wasserbad vorsichtig handhaben.
Die Eier trennen. Die abgetropfte Faisselle mit den Eigelben glatt rühren. Ossau-Iraty, Piquillos und confierte Tomaten unterheben. Mit Piment d’Espelette und dem abgemessenen Salz würzen.
Daran erkennst du es: Die Käsemasse ist glatt vermischt und gleichmäßig gewürzt.
Die Eiweiße in einer fettfreien Schüssel zu einem festen, aber noch glänzenden Schnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees kräftig unter die Käsemasse rühren, damit sie geschmeidiger wird. Den restlichen Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben, ohne die Luftigkeit zu verlieren.
Daran erkennst du es: Der Eischnee ist fest, glänzend und vollständig, aber möglichst schonend untergehoben.
Die Masse gleichmäßig auf die vier Förmchen verteilen. Die Förmchen höchstens zu drei Vierteln füllen. Die tiefe Form mit so viel kochendem Wasser füllen, dass die Förmchen etwa zur Hälfte im Wasser stehen.
Daran erkennst du es: Alle Förmchen sind gleichmäßig und nicht höher als zu drei Vierteln gefüllt.
Wichtig: Kochendes Wasser und die schwere Form vorsichtig bewegen, um Verbrühungen zu vermeiden.
Die Form vorsichtig in den Ofen schieben und die Soufflés 20–22 Minuten backen. Währenddessen die Ofentür geschlossen halten. Die Oberfläche soll goldgelb sein und die Soufflés sichtbar aufgegangen sein.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldgelb und die Soufflés sind sichtbar aufgegangen.
Wichtig: Die Form wird sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Die Förmchen sofort aus dem Wasserbad nehmen und die Soufflés ohne Wartezeit heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Soufflés werden direkt nach dem Herausnehmen serviert.
Wichtig: Die Förmchen bleiben heiß; auf Untersetzer stellen und beim Servieren vorsichtig anfassen.
Gut zu wissen
Der gereifte Schafskäse bringt eine würzige, leicht nussige Note ein und ist an gut sortierten Käsetheken oder in französischen Feinkostläden erhältlich.
Die milden roten Paprikaschoten werden meist im Glas verkauft. Vor dem Würfeln gut abtropfen lassen, damit die Soufflémasse nicht unnötig feucht wird.
Französischer Schafsfrischkäse ist gelegentlich in gut sortierten Kühltheken oder Feinkostläden erhältlich. Abgetropfter Schafsfrischkäse funktioniert ebenfalls, macht die Masse aber etwas kompakter.
Das Soufflé bleibt würzig, schmeckt aber meist etwas weniger nussig.
Den gereiften Schafskäse fein reiben und in gleicher Menge verwenden.
Die Paprika bringt etwas mehr Saft und weniger typische Süße als Piquillos mit.
Sehr gut abtropfen lassen und fein würfeln, bevor sie unter die Käsemasse gehoben wird.
Die Masse wird etwas kompakter, bleibt aber für das Soufflé geeignet.
Falls der Frischkäse noch weich oder sehr feucht ist, vor der Verwendung ebenfalls abtropfen lassen.
Alle feuchten Zutaten sorgfältig abtropfen lassen und die Faisselle die volle vorgesehene Zeit abtropfen lassen.
Das bereits gebackene Soufflé nicht nachträglich weiter ausbacken, da es dadurch trocken werden kann; beim nächsten Durchgang die Zutaten gründlicher abtropfen lassen.
Die Ofentür während der Backzeit geschlossen halten und den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.
Bis zum Rand gleichmäßig ausstreichen und die Innenseiten danach nicht mehr mit den Fingern berühren.
Das kochende Wasser langsam an der Außenseite der Form eingießen und die Förmchen nur bis zur halben Höhe umgeben.
Eine zugänglichere Variante mit gerösteter roter Paprika anstelle der Piquillos.
Ein anderer gereifter Schafskäse ergibt ein etwas milderes und weniger nussiges Soufflé.
Soufflés verlieren beim Einfrieren und Auftauen voraussichtlich deutlich an Luftigkeit und Qualität.
Häufig gefragt
Faisselle de brebis ist französischer Schafsfrischkäse, der in einem Sieb abtropft. Abgetropfter Schafsfrischkäse kann als Ersatz verwendet werden, macht die Masse aber etwas kompakter.
Ja. Gut abgetropfte geröstete rote Paprika ist ein sinnvoller Ersatz. Sie bringt etwas mehr Saft und weniger typische Süße mit.
Das Wasserbad sorgt für eine gleichmäßigere, sanftere Hitze rund um die Förmchen und unterstützt ein gleichmäßiges Aufgehen der Soufflés.
Direkt nach dem Backen. Die Förmchen sofort aus dem Wasserbad nehmen und die Soufflés ohne Wartezeit heiß servieren.
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