Vanilleschote im Teig lassen
Die Schote wird zunächst ausgekratzt und anschließend während der 24-stündigen Ruhezeit wieder in den Teig gelegt, damit das Vanillearoma weiter einzieht.
Kleine Pâtisserie, Bordelaiser Art
Außen dunkel karamellisiert, innen weich und vanillig: Canelé de Bordeaux ist ein kleines, charakteristisches Feingebäck aus Bordeaux in Nouvelle-Aquitaine.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Canelé de Bordeaux gehört zur süßen Küche von Bordeaux in Nouvelle-Aquitaine. Der dünnflüssige Teig aus Milch, Eiern, Vanille, Butter, Zucker, Weizenmehl und einem Hauch Rum ruht mindestens 24 Stunden im Kühlschrank, bevor er zweistufig gebacken wird. Die kräftige Anfangshitze sorgt für die dunkle karamellisierte Kruste, während das Innere weich bleibt.
Außen tief goldbraun bis dunkel karamellisiert und leicht fest, innen weich, saftig und puddingartig mit deutlicher Vanillenote und einem feinen Rumduft.
Schritt für Schritt
Am Vortag die VanilleschoteDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden. längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark, Vanilleschote und 50 g Butter in einem Topf erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und die Milch deutlich heiß ist. Die Milch nicht sprudelnd kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Milch deutlich heiß, aber nicht sprudelnd kochend.
Wichtig: Die heiße Milchmischung vorsichtig vom Herd nehmen und vor dem Verrühren mit den Eiern kurz abkühlen lassen.
Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Eier und Eigelb in einer zweiten Schüssel nur kurz verrühren. Die warme Milch nach und nach unter die Eier rühren. Anschließend die Mehl-Zucker-Mischung portionsweise einarbeiten, bis ein glatter, dünnflüssiger Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig, ohne sichtbare Mehlnester.
Den Rum einrühren. Den Teig durch ein feines Sieb in eine Schüssel oder einen gut verschließbaren Behälter gießen. Die Vanilleschote wieder hineinlegen, den Teig abdecken und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist vollständig durchgekühlt und mindestens 24 Stunden geruht.
Wichtig: Den Teig während der gesamten Ruhezeit im Kühlschrank aufbewahren.
Am Backtag die Vanilleschote entfernen und den Teig vorsichtig durchrühren. Die Canelé-Formen mit der restlichen Butter dünn ausstreichen. Den Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Der Ofen ist vollständig vorgeheizt und die Formen sind dünn ausgefettet.
Wichtig: Beim Umgang mit dem vorgeheizten Backofen und den Formen Hitzeschutz verwenden.
Den Teig bis etwa 5 mm unter den Rand oder zu ungefähr drei Vierteln in die Formen füllen. Die Formen auf ein Backblech stellen und 10 Minuten bei 240 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt sichtbar zu stocken und zu bräunen.
Wichtig: Das Blech und die Formen sind sehr heiß; nur mit Ofenhandschuhen herausnehmen oder umsetzen.
Die Ofentemperatur auf 180 °C senken und die Canelés weitere 45 bis 55 Minuten backen. Sie sollen außen tief goldbraun bis dunkel karamellisiert sein. Je nach Formmaterial und Ofen kann die genaue Backzeit etwas variieren.
Daran erkennst du es: Die Außenseite ist tief goldbraun bis dunkel karamellisiert.
Wichtig: Beim Absenken der Temperatur die Ofentür nur kurz öffnen, damit die Backhitze möglichst stabil bleibt.
Die Formen aus dem Ofen nehmen und die Canelés etwa 10 Minuten darin abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig stürzen und auf einem Kuchengitter mindestens 20 Minuten vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Canelés sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber vom Kuchengitter abheben.
Wichtig: Die Formen zunächst mit Hitzeschutz handhaben; sie bleiben nach dem Backen heiß.
Gut zu wissen
Die Schote wird zunächst ausgekratzt und anschließend während der 24-stündigen Ruhezeit wieder in den Teig gelegt, damit das Vanillearoma weiter einzieht.
Die 50 g Butter für den Teig und die 20 g Butter zum Ausfetten erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten als getrennte Mengen vorbereitet werden.
Der braune Rum wird nach dem Anrühren des Grundteigs eingearbeitet und gibt den Canelés eine zusätzliche aromatische Tiefe.
Die Milch nach dem Erhitzen kurz abkühlen lassen und anschließend nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Den Teig sofort durch ein feines Sieb gießen, um kleine gestockte Bestandteile zurückzuhalten.
Den Teig am Vortag zubereiten, abdecken und vollständig im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Canelés nach der Temperaturabsenkung beobachten und die Backzeit abhängig von Ofen und Formmaterial beurteilen.
Die Formen dünn und vollständig mit der vorgesehenen Butter ausstreichen und die Canelés zunächst etwa 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
Die Form vorsichtig lösen und das Canelé erst danach vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
Die gleiche Teigmenge kann in Silikonformen gebacken werden. Die Oberfläche wird darin meist etwas heller und weniger rustikal karamellisiert als in Metall- oder Kupferformen.
Der dünnflüssige Teig wird am Vortag zubereitet und muss mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen, bevor er gebacken wird.
Häufig gefragt
Geeignet sind Metall-, Kupfer- oder Silikonformen mit etwa 5 cm Durchmesser. Metall- und Kupferformen fördern eine kräftigere Kruste, während Silikonformen meist eine hellere Oberfläche ergeben.
Die Ruhezeit ist Bestandteil der Zubereitung. Der abgedeckte Teig wird mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gekühlt, bevor er gebacken wird.
Die Formen werden bis etwa 5 mm unter den Rand oder zu ungefähr drei Vierteln gefüllt.
Die Canelés backen zunächst 10 Minuten bei 240 °C für eine kräftige Krustenbildung. Danach werden sie bei 180 °C weitere 45 bis 55 Minuten fertig gebacken.
Nach dem Backen bleiben sie etwa 10 Minuten in den Formen. Danach werden sie vorsichtig gestürzt und auf einem Kuchengitter mindestens 20 Minuten vollständig ausgekühlt.
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