Unbehandelte Zitronen verwenden
Da die Schale verwendet wird, sollten die Zitronen ausdrücklich unbehandelt sein. Für den Saft und die Schale können dieselben Zitronen genutzt werden.
Frankreichweit verbreitete Küche
Klassische französische Zitronentarte mit mürbem Mandelboden, glatter Zitronencreme und luftiger, abgeflämmter Meringue.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Tarte au citron meringuée verbindet einen mürben, buttrigen Boden mit einer glatten Zitronencreme und einer luftigen Meringue. Der Boden wird blind gebacken, die Creme bei niedriger Temperatur gebunden und die Tarte anschließend vollständig gekühlt serviert.
Knusprig-mürber Boden, cremig-glatte und deutlich säuerliche Zitronenfüllung sowie luftige, süße Meringue mit zart gerösteter Oberfläche.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, Puderzucker, gemahlene Mandeln und Salz mischen. Die kalte Butter mit den Fingerspitzen zu feinen Streuseln verreiben. Das Ei einarbeiten, den Teig nur kurz zu einer glatten Kugel zusammenfügen, flach drücken und abgedeckt kalt stellen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt zusammengefügt, ohne lange geknetet worden zu sein.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf wenig Mehl etwa 3 bis 4 mm dünn ausrollen, die 26-cm-Tarteform damit auslegen und den Rand leicht andrücken. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt gleichmäßig in der Form und der Boden ist eingestochen.
Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Hantieren mit der heißen Form hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Den Teig mit Backpapier bedecken und mit Backgewichten oder getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. 15 Minuten bei 180 °C backen. Backpapier und Gewichte entfernen und den Boden weitere 8 Minuten backen. Danach den Ofen auf 150 °C stellen.
Daran erkennst du es: Der Boden ist trocken und leicht goldbraun, aber nicht dunkel gebacken.
Wichtig: Backpapier und Gewichte erst mit hitzebeständigen Handschuhen aus der heißen Form nehmen.
Die 3 ganzen Eier und die 3 Eigelb aus den getrennten Eiern mit dem Zucker verrühren. Zitronensaft und Zitronenschale einarbeiten. Die Mischung in einen Topf geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze unter ständigem Rühren auf 82 bis 84 °C erwärmen, bis sie sichtbar andickt. Sie darf nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist sichtbar angedickt und überzieht den Schneebesen leicht.
Wichtig: Die Creme nicht sprudelnd kochen lassen, damit die Eier nicht ausflocken.
Den Topf vom Herd nehmen. Die kalten Butterwürfel nach und nach einrühren, bis eine glatte Creme entsteht. Die Zitronencreme in den vorgebackenen Boden geben und die Tarte bei 150 °C etwa 8 bis 10 Minuten backen, bis die Oberfläche gerade fest wird. Auf einem Gitter abkühlen lassen und anschließend mindestens 45 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gerade fest, während die Füllung im Inneren noch leicht weich wirken kann.
Wichtig: Die heiße Tarte erst auf dem Kühlgitter abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommt.
Die Eiweiße aus den getrennten Eiern mit Salz aufschlagen. Sobald sie schaumig sind, den feinen Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt und feste Spitzen bildet.
Daran erkennst du es: Die Meringue ist glänzend und bildet feste, standfähige Spitzen.
Die vollständig gekühlte Zitronencreme mit der Meringue bedecken oder die Meringue mit einem Spritzbeutel dekorativ aufspritzen. Mit einem Küchenbrenner goldbraun abflämmen. Alternativ die Tarte unter dem sehr heißen Grill bei etwa 220 °C kurz bräunen und dabei ununterbrochen beobachten.
Daran erkennst du es: Die Meringue ist goldbraun und zeigt keine verbrannten Stellen.
Wichtig: Küchenbrenner und Grill erzeugen starke Hitze; die Tarte beim Bräunen nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Tarte vor dem Anschneiden noch etwa 30 Minuten kalt stellen. Mit einem scharfen Messer in 8 Stücke teilen und kalt servieren.
Daran erkennst du es: Die Tarte ist gut gekühlt und lässt sich in saubere Stücke schneiden.
Gut zu wissen
Da die Schale verwendet wird, sollten die Zitronen ausdrücklich unbehandelt sein. Für den Saft und die Schale können dieselben Zitronen genutzt werden.
Kalte Butter sorgt im Mürbeteig für eine mürbe Struktur und wird in der Zitronencreme portionsweise eingearbeitet, damit die Creme glatt bleibt.
Die 3 Eiweiße für die Meringue stammen aus den 3 getrennten Eiern der Zitronencreme. Die separate Meringue-Zeile beschreibt ihre Verwendung, nicht eine zusätzliche Eimenge.
Der Boden wird etwas weniger nussig und kann geringfügig kompakter werden.
Die gemahlenen Mandeln durch 30 g Weizenmehl ersetzen und den Teig wie beschrieben verarbeiten.
Der Geschmack wird weniger buttrig; die Creme kann etwas weniger reichhaltig wirken.
Eine feste, backgeeignete Margarine in gleicher Menge verwenden. Für eine vollständig milchfreie Variante muss auch die Margarine ausdrücklich milchfrei sein.
Die Meringue kann etwas länger zum Auflösen des Zuckers benötigen.
Kristallzucker bei Bedarf kurz feiner mahlen und langsam in die schaumigen Eiweiße einrieseln lassen.
Den Teig nur kurz zusammenfügen und anschließend sofort flach drücken und kühlen.
Wenn der Teig noch nicht gebacken ist, ihn erneut mindestens 30 Minuten kühlen und möglichst schonend ausrollen.
Bei mittlerer bis niedriger Hitze arbeiten, kontinuierlich rühren und 82 bis 84 °C nicht überschreiten.
Die Creme sofort durch ein feines Sieb passieren und anschließend die Butter einarbeiten.
Fettfreie Utensilien verwenden und den Zucker langsam einrieseln lassen, sobald das Eiweiß schaumig ist.
Beim Grillen ununterbrochen beobachten oder einen Küchenbrenner mit kurzen Bewegungen verwenden.
Sehr dunkle Stellen vorsichtig abheben und die Oberfläche mit frischer Meringue ausgleichen, sofern noch Meringue vorhanden ist.
Die Meringue wird mit einer Palette oder einem Löffel glatt auf der Tarte verteilt und anschließend abgeflämmt.
Die Meringue wird mit einem Spritzbeutel in Tupfen oder Wellen aufgetragen.
Die Tarte kann bis zum Auftragen der Meringue am Vortag gebacken, gefüllt und gekühlt werden. Die Meringue möglichst am Serviertag aufschlagen und auftragen.
Die fertige Tarte abgedeckt im Kühlschrank lagern und vor dem Servieren kalt halten. Die Meringue kann durch Feuchtigkeit mit der Zeit weicher werden.
Wegen der Eier und Milchprodukte nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren wird für die fertige Tarte nicht empfohlen, da Mürbeteig, Zitronencreme und Meringue nach dem Auftauen an Textur verlieren können.
Häufig gefragt
Beides ist möglich. Glatt verstrichene Meringue wirkt klassisch und gleichmäßig, aufgespritzte Meringue ergibt dekorative Spitzen, die sich besonders gut abflämmen lassen.
Ja. Die Tarte kann alternativ kurz unter einem sehr heißen Grill bei etwa 220 °C gebräunt werden. Dabei muss sie ununterbrochen beobachtet werden, weil die Meringue schnell Farbe annimmt.
Die gekühlte Zitronencreme trägt die Meringue besser und verhindert, dass sie durch Restwärme weich wird oder schmilzt.
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