Gelatineblatt-Größe beachten
Die Rezeptmenge entspricht etwa 6 Gelatineblättern à 2 g. Bei abweichendem Blattgewicht die Gesamtmenge von 12 g als maßgeblichen Wert verwenden.
Provenzalische Bavaroise
Luftige VanilleDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden.-Bavaroise aus gebundener englischer Creme, GelatineTierisches Geliermittel aus aufbereitetem Kollagen. und geschlagener Sahne, in kleinen Förmchen gekühlt und gestürzt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Crème bavaroise à la vanille verbindet eine fein vanillige englische Creme mit Gelatine und luftig geschlagener Sahne. Nach dem Kühlen wird die Dessertcreme aus kleinen Förmchen gestürzt und erhält eine glatte, zarte Struktur.
Seidig-glatt, luftig und zart schmelzend, mit klarer Vanillenote und milder Süße.
Schritt für Schritt
Die Gelatine in reichlich kaltem Wasser 5 bis 10 Minuten einweichen. Währenddessen die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen.
Daran erkennst du es: Die Gelatine ist weich und biegsam.
Milch, Vanillemark und Vanilleschote in den Stieltopf geben und erhitzen, bis die Milch deutlich dampft, aber nicht kocht. Den Topf vom Herd nehmen, abdecken und die Milch 10 Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Milch dampft deutlich, bleibt aber unter dem Siedepunkt.
Wichtig: Heiße Milch vorsichtig handhaben.
Eigelb und Zucker in der Rührschüssel verrühren, ohne die Masse schaumig zu schlagen. Die Vanilleschote aus der Milch nehmen und beiseitelegen oder entsorgen.
Daran erkennst du es: Eigelb und Zucker sind gleichmäßig verbunden, aber nicht luftig aufgeschlagen.
Die heiße Vanillemilch nach und nach unter die Eigelb-Zucker-Mischung rühren. Die temperierte Mischung zurück in den Stieltopf geben.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt und ohne sichtbare Eigelbflocken.
Wichtig: Die heiße Milch langsam einarbeiten, um ein Gerinnen des Eigelbs zu vermeiden.
Die Mischung bei niedriger bis mittlerer Hitze mit dem Kochlöffel oder Teigschaber ständig rühren und auf 82 bis 84 °C erhitzen, bis sie leicht bindet. Die Creme darf nicht kochen.
Daran erkennst du es: Die Creme bindet leicht und überzieht den Kochlöffel dünn, ohne zu kochen.
Wichtig: Nicht kochen lassen, sonst kann das Eigelb ausflocken.
Den Topf vom Herd nehmen. Die Gelatine ausdrücken, in die heiße Creme geben und vollständig auflösen. Die Creme durch ein feines Sieb in die saubere Rührschüssel gießen.
Daran erkennst du es: Die Gelatine ist vollständig gelöst und die Creme glatt passiert.
Die Creme unter gelegentlichem Rühren auf etwa 25 bis 30 °C abkühlen lassen. Sie soll noch flüssig, aber nicht mehr warm sein. Währenddessen die kalte Sahne weich aufschlagen, sodass sie luftig bleibt und keine festen Spitzen bildet.
Daran erkennst du es: Die Creme ist nur noch lauwarm und flüssig; die Sahne bildet weiche Spitzen.
Ein Drittel der geschlagenen Sahne unter die abgekühlte Creme rühren. Die restliche Sahne vorsichtig mit dem Teigschaber unterheben, damit möglichst viel Volumen erhalten bleibt.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und bleibt luftig.
Die Bavaroise auf 6 kleine Förmchen mit je etwa 180 ml Inhalt verteilen. Die Förmchen abdecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Bavaroise ist vollständig fest und wackelt beim vorsichtigen Bewegen nur leicht.
Wichtig: Die Dessertcreme bis zum Servieren gekühlt halten.
Zum Stürzen jedes Förmchen wenige Sekunden in warmes Wasser tauchen. Die Ränder bei Bedarf vorsichtig lösen und die Bavaroise auf Dessertteller stürzen.
Daran erkennst du es: Die Bavaroise löst sich vollständig und bleibt in Form.
Wichtig: Mit warmem Wasser vorsichtig arbeiten und die Förmchen nicht vollständig eintauchen.
Gut zu wissen
Die Rezeptmenge entspricht etwa 6 Gelatineblättern à 2 g. Bei abweichendem Blattgewicht die Gesamtmenge von 12 g als maßgeblichen Wert verwenden.
Mark und ausgekratzte Schote aromatisieren die Milch. Die Schote wird vor dem Einrühren der Milch in die Eigelb-Zucker-Mischung entfernt.
Kalte Schlagsahne lässt sich luftig aufschlagen, ohne schnell fest oder körnig zu werden.
Die Textur kann etwas fester und weniger schmelzend werden; die genaue Menge hängt vom Produkt ab.
Nach den Herstellerangaben für etwa 1,1 l Gesamtmasse dosieren und Agar-Agar entsprechend den Produktanweisungen erhitzen. Die Creme darf nicht einfach nach demselben Verfahren wie Gelatine behandelt werden.
Das Vanillearoma ist direkt, aber weniger rund und ohne sichtbare Vanillepunkte.
Den Extrakt nach dem Erhitzen zusammen mit der Gelatine in die Creme geben und abschmecken.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze ständig rühren und die Creme nur auf 82 bis 84 °C erhitzen.
Die Creme sofort durch ein feines Sieb passieren. Bei starkem Gerinnen lässt sich die ursprüngliche glatte Struktur jedoch nur teilweise wiederherstellen.
Die Creme vor dem Unterheben auf etwa 25 bis 30 °C abkühlen lassen.
Die Masse länger kühlen; wenn sie danach nicht fest wird, ist eine vollständige Wiederherstellung ohne zusätzliche Gelierhilfe unsicher.
Die Sahne nur bis zu weichen Spitzen schlagen.
Einen kleinen Teil der abgekühlten Creme vorsichtig unter die Sahne rühren und erst danach den Rest unterheben.
Die Bavaroise wird nicht gestürzt, sondern direkt in Dessertgläser gefüllt und gekühlt.
Die Vanillecreme erhält eine zusätzliche frische Zitrusnote.
Die Bavaroise kann am Vortag zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank gekühlt werden. Für das Stürzen erst kurz vor dem Servieren aus den Förmchen lösen.
Bis zum Servieren abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Gestürzte Portionen möglichst am selben Tag servieren.
Die Creme enthält Ei und Milchprodukte und sollte nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
Einfrieren kann die feine, luftige Struktur und das Mundgefühl der Bavaroise beeinträchtigen.
Häufig gefragt
Ja. Die Masse kann direkt nach dem Unterheben in Gläser gefüllt und dort mindestens 4 Stunden gekühlt werden. Das Stürzen entfällt.
Ja. Über Nacht kühlen ist sogar praktisch, weil die Masse dadurch vollständig fest wird und sich leichter stürzen lässt.
Sie bindet leicht und überzieht den Kochlöffel dünn. Sie darf nicht kochen und sollte keine sichtbaren Eigelbflocken zeigen.
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