Schankala

Elsässische Karnevalsbeignets

Goldene elsässische Karnevalsbeignets aus einem geruhten Teig mit gemahlenen Mandeln und Kirsch, zu kleinen Stäbchen geformt, frittiert und warm in Zimt-Zucker gewendet.

Zum Rezept
Goldene Fasnachtsküchle aus dem Elsass
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 10 Min.
Menge etwa 45–50 Schankala
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Zwischenmahlzeit
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Ruhezeit im Kühlschrank macht den weichen Teig formbarer.
  • Gemahlene Mandeln geben den Schankala ein nussiges Aroma und eine zarte Textur.
  • Kirsch ergänzt die Süße um eine klare, fruchtige Note.
  • Das Frittieren bei 170 °C sorgt für eine goldbraune Oberfläche und ein saftiges Inneres.
  • Das Wenden in Zimt-Zucker verbindet knusprige Hülle, warme Gewürzaromen und Süße.

Schankala aus dem Elsass gehören zu den regionalen Karnevalsbeignets. Für diese Variante wird ein weicher Teig aus Weizenmehl, Mandeln, Eiern, Butter, Milch und Kirsch geknetet, gekühlt und anschließend zu kleinen Stäbchen geformt. Frisch ausgebacken und noch warm in Zimt-Zucker gewendet, schmecken sie besonders aromatisch.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und zart. Mandeln und Butter sorgen für ein rundes Aroma, während Kirsch eine dezente fruchtige Note beisteuert. Warm umhüllt der Zimt-Zucker die Schankala mit süßer Würze.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und Schankala frittieren

  1. Trockene Zutaten mischen

    Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver in einer großen Schüssel vermischen. In der Mitte eine Mulde formen.

  2. Teig kneten

    Eier, Zucker, weiche Butter, Milch und Kirsch in die Mulde geben. Die Zutaten zunächst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten, weichen Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und weich.

    • Nicht mehr Mehl einarbeiten als nötig, damit die Schankala zart bleiben.
  3. Teig kühlen

    Die Schüssel abdecken und den Teig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch lässt er sich leichter formen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gut gekühlt und lässt sich portionieren.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen; der weiche Teig wird dadurch formbarer.
  4. Schankala formen

    Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 6 cm langen, an den Enden leicht schmaleren Stäbchen rollen.

    Daran erkennst du es: Die Stäbchen sind gleichmäßig geformt und etwa 6 cm lang.

    • Möglichst gleich große Stäbchen formen, damit sie gleichmäßig garen.
  5. Öl erhitzen

    Das Öl in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf 170 °C erhitzen. Nicht mehr als ein Drittel des Topfes mit Öl füllen und das Öl beim Erhitzen nicht unbeaufsichtigt lassen.

    170 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl hat etwa 170 °C erreicht.

    • Ein Thermometer hilft, die Temperatur vor und zwischen den Chargen zu kontrollieren.

    Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und den Topf nicht überfüllen.

  6. Schankala ausbacken

    Die Schankala portionsweise in das heiße Öl geben. Pro Seite etwa 2 Minuten frittieren, bis sie goldbraun sind. Die Temperatur zwischen den Chargen möglichst bei 170 °C halten.

    25 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Schankala sind rundum goldbraun.

    • Nicht zu viele Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur nicht stark abfällt.

    Wichtig: Schankala vorsichtig in das heiße Öl geben und Spritzer vermeiden.

  7. Abtropfen lassen

    Die fertigen Schankala mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft.

    Wichtig: Die Schaumkelle langsam aus dem heißen Öl heben, damit möglichst wenig Öl spritzt.

  8. In Zimt-Zucker wenden und servieren

    Zucker und Zimt mischen. Die noch warmen Schankala darin wenden und am besten frisch servieren.

    Daran erkennst du es: Die Schankala sind gleichmäßig mit Zimt-Zucker überzogen.

    • Zum besten Ergebnis die Schankala noch warm wenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ölstand beachten: Der Topf darf beim Erhitzen höchstens zu einem Drittel mit Öl gefüllt sein. Heißes Öl während des gesamten Vorgangs nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Ruhezeit einhalten: Die einstündige Kühlzeit macht den weichen Teig deutlich leichter formbar.
  • Warm wenden: Die Schankala direkt nach dem Abtropfen in der Zimt-Zucker-Mischung wenden und möglichst frisch servieren.

Zutatenwissen

Kirsch einkaufen

Kirsch ist ein Kirschbrand. Im Getränkemarkt, in vielen Supermärkten oder im Fachgeschäft für regionale Spirituosen suchen.

Mandeln verwenden

Gemahlene Mandeln geben dem Teig sein nussiges Aroma und eine zarte Struktur.

Neutrales Öl

Ein neutrales Öl eignet sich zum Frittieren und sollte ausreichend hoch erhitzbar sein. Die Menge im Topf richtet sich nach dessen Größe.

Sinnvolle Alternativen

Kirschsaft

Die fruchtige Note bleibt erhalten, der typische Kirschbrandgeschmack und der Alkohol entfallen.

Kirsch im Teig durch dieselbe Menge Kirschsaft ersetzen. Bei sehr dünnflüssigem Saft den Teig nach dem Kneten auf seine weiche, aber formbare Konsistenz prüfen.

gemahlene Haselnüsse

Das Aroma wird kräftiger und deutlich haselnussiger; die Textur bleibt ähnlich.

Die gemahlenen Mandeln im gleichen Gewichtsverhältnis durch gemahlene Haselnüsse ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Öl schäumt stark oder spritzt über den Topfrand.

Den Topf höchstens zu einem Drittel füllen und portionsweise frittieren.

Hitze reduzieren oder den Topf vorsichtig von der Hitze nehmen, ohne Wasser in das heiße Öl zu geben.

Die Schankala werden blass und saugen viel Fett auf.

Kleine Chargen frittieren und die Temperatur zwischen den Chargen möglichst bei 170 °C halten.

Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder die Zieltemperatur erreicht hat.

Der Teig lässt sich schlecht rollen und klebt stark.

Den abgedeckten Teig vollständig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig erneut kühlen, bevor weitere Schankala geformt werden.

Einige Schankala sind außen dunkel, während sie innen noch weich sind.

Möglichst gleichmäßige, etwa 6 cm lange Stäbchen rollen.

Die noch hellen oder dickeren Stücke in einer separaten Charge etwas länger bei stabiler Temperatur ausbacken.

Varianten

Alkoholfreie Schankala

Eine alkoholfreie Variante mit Kirschsaft statt Kirschbrand.

Schankala mit Haselnüssen

Die Mandeln werden durch gemahlene Haselnüsse ersetzt, wodurch das Gebäck kräftiger nussig schmeckt.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch warm servieren: Die Schankala direkt nach dem Abtropfen in Zimt-Zucker wenden und noch warm genießen.
  • Frisch aus der Küche: Schankala schmecken am besten frisch frittiert, wenn die Oberfläche noch leicht knusprig und das Innere weich ist.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten (Weizen): enthält · Weizenmehl ist ausdrücklich als Zutat angegeben.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Gemahlene Mandeln sind ausdrücklich als Zutat angegeben.
  • Eier: enthält · Eier sind ausdrücklich als Zutat angegeben.
  • Milch: enthält · Butter und Milch sind ausdrücklich als Zutaten angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Sicherer Umgang mit heißem Öl: Den Topf höchstens zu einem Drittel mit Öl füllen, das Öl beim Erhitzen nicht unbeaufsichtigt lassen und die Schankala vorsichtig portionsweise einlegen.

Aus unserer Küche

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