Quatre-épices finden
Die französische Vier-Gewürze-Mischung gibt es in gut sortierten Gewürzläden, französischen Feinkostgeschäften und manchen größeren Supermärkten.
Schweinebauch · Touraine
Große Stücke Schweinebauch werden langsam in Schweineschmalz confiert, mit Quatre-épicesFranzösisch geprägte Gewürzmischung aus vier aromatischen Gewürzen, häufig für Pasteten, Wildgerichte und Schmorgerichte. gewürzt und zum Abschluss mit Zitronenkaramell glasiert. Die Rillons bleiben bewusst ganz und werden lauwarm oder kalt serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rillons de Tours sind große Stücke Schweinebauch aus der Touraine im Centre-Val de Loire. Sie garen langsam in Schweineschmalz, bis die Schwarte weich und die Oberfläche goldbraun ist; ein kleiner Karamellabschluss rundet die herzhafte Würze ab. Die Stücke bleiben bewusst ganz und werden lauwarm oder kalt serviert.
Die Rillons sind außen goldbraun und glänzend, innen weich und saftig. Sie schmecken herzhaft, würzig und leicht süß-säuerlich; das Schweineschmalz verleiht ihnen ein rundes, kräftiges Aroma.
Schritt für Schritt
Die Schweinebrust trocken tupfen und in 6 bis 8 große Stücke von etwa 8 bis 10 cm schneiden. Rundum mit dem abgemessenen Salz und dem gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gewürze haften gleichmäßig an allen Seiten.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Die Zwiebel schälen und halbieren. Das Schweineschmalz in einem schweren Schmortopf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen lassen. Zwiebel, Lorbeerblätter und Thymian hineingeben und etwa 5 Minuten aromatisieren, ohne die Kräuter zu verbrennen.
Daran erkennst du es: Das Schmalz ist vollständig geschmolzen und duftet aromatisch, ohne dass die Kräuter dunkel werden.
Die Schweinebruststücke mit der Schwarte nach oben in das Schmalz legen. Den Topf abdecken und die Stücke bei sehr niedriger Hitze 2 bis 2 Stunden 30 Minuten langsam confieren. Alle 30 Minuten vorsichtig wenden. Das Fett soll nur leise heiß sein und nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist weich, das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel prüfen und das Fett kocht nicht sprudelnd.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißes Fett und Dampf austreten können.
Die Rillons herausheben und kurz auf einem Teller abtropfen lassen. Zwiebel und Kräuter entfernen. Bis auf etwa 100 ml das überschüssige Schmalz aus dem Topf abgießen. Die Rillons zurück in den Topf legen und mit Quatre-épices bestreuen.
Daran erkennst du es: Etwa 100 ml Schmalz verbleiben im Topf und die Gewürzmischung verteilt sich auf den Fleischstücken.
Wichtig: Heißes Fett nur in ein hitzefestes Gefäß abgießen und den Topf sicher auf der Arbeitsfläche abstellen.
Zucker und Wasser in einem kleinen Topf erhitzen. Sobald die Flüssigkeit goldbraun wird, den Topf vom Herd nehmen und den Zitronensaft vorsichtig einrühren. Den Karamell über die Rillons geben und die Stücke bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten wenden, bis sie glänzen und rundum leicht karamellisiert sind.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Rillons glänzt und ist rundum leicht karamellisiert; der Karamell ist goldbraun, nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Heißer Karamell verursacht schwere Verbrennungen; nicht mit den Fingern prüfen und beim Einrühren Abstand halten.
Die Rillons 15 bis 20 Minuten ruhen lassen und lauwarm servieren. Sie können auch vollständig abkühlen und kalt in dicken Scheiben gegessen werden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht fest geworden und die Stücke lassen sich in dicke Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Die französische Vier-Gewürze-Mischung gibt es in gut sortierten Gewürzläden, französischen Feinkostgeschäften und manchen größeren Supermärkten.
Schweineschmalz ist meist beim Metzger oder im Kühlregal gut sortierter Supermärkte erhältlich. Es ist für das Confieren wichtig und lässt sich nicht geschmacksneutral durch Öl ersetzen.
Das Aroma wird etwas weniger ausgewogen als mit einer fertigen Quatre-épices-Mischung.
Pfeffer, Muskat und Nelke sparsam kombinieren und die Mischung anstelle der Quatre-épices über die confierten Rillons geben.
Gänseschmalz ist möglich, schmeckt aber deutlich kräftiger.
Das Schweineschmalz im gleichen Arbeitsgang durch Gänseschmalz ersetzen. Kein geschmacksneutrales Öl verwenden, da die Rillons darin confiert werden.
Bei sehr niedriger Hitze garen und darauf achten, dass das Fett nur leise heiß ist.
Hitze sofort reduzieren und die Garzeit bei niedriger Temperatur fortsetzen; stark ausgetrocknete Stücke lassen sich nur begrenzt retten.
Das Schmalz nur bei niedriger bis mittlerer Hitze aromatisieren und die Kräuter nicht dunkel werden lassen.
Zwiebel und Kräuter frühzeitig entfernen und das aromatisierte Schmalz nicht weiter mit verbrannten Bestandteilen erhitzen.
Den Karamell vom Herd nehmen, sobald er goldbraun ist, und den Zitronensaft vorsichtig einarbeiten.
Den verbrannten Karamell nicht verwenden, sondern einen neuen Ansatz herstellen.
Die Rillons vollständig abkühlen lassen und anschließend in dicken Scheiben servieren.
Das Confieren erfolgt mit Gänseschmalz anstelle von Schweineschmalz und erhält dadurch ein kräftigeres Aroma.
Häufig gefragt
Quatre-épices ist eine französische Vier-Gewürze-Mischung. Wenn sie nicht erhältlich ist, können Pfeffer, Muskat und Nelke sparsam kombiniert werden; das Aroma wird dann etwas weniger ausgewogen.
Nein. Schweineschmalz lässt sich nicht geschmacksneutral durch Öl ersetzen, weil die Rillons darin confiert werden. Gänseschmalz ist möglich, schmeckt aber deutlich kräftiger.
Die Rillons können lauwarm nach einer kurzen Ruhezeit serviert oder vollständig abgekühlt und in dicken Scheiben gegessen werden.
Die Schwarte soll weich sein, das Fleisch sich leicht mit einer Gabel prüfen lassen und das Schmalz während des Garens nur leise heiß bleiben, nicht sprudelnd kochen.
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