Schweineschmalz einkaufen
Schweineschmalz, auch Saindoux genannt, bekommst du meist beim Metzger, an der Fleischtheke oder im gut sortierten Supermarkt.
Anjou · Schweinebauch, konfiert
Rillauds d’Anjou sind etwa 5 cm große Würfel aus Schweinebauch mit Schwarte, die nach einer zwölfstündigen Salz- und Pfefferruhe langsam in Schweineschmalz gegart und zum Schluss goldbraun gebräunt werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rillauds d’Anjou Im Anjou, heute Teil der Region Pays de la Loire, werden Würfel aus frischem Schweinebauch mit Schwarte langsam in Schweineschmalz gegart. So wird die Schwarte weich, während die Außenseite goldbraun und die Mitte saftig bleibt. Die Rillauds kommen je nach Vorliebe warm oder vollständig abgekühlt und abgetropft auf den Teller.
Außen goldbraun mit weicher, leicht klebriger Schwarte, innen saftig und zart mit kräftigem Schweinegeschmack; warm besonders herzhaft, abgekühlt kompakter und aromatisch.
Schritt für Schritt
Prüfe die Schwarte auf verbliebene Borsten und entferne sie vorsichtig. Schneide den Schweinebauch mit Schwarte auf dem Schneidebrett in Würfel von etwa 5 cm Kantenlänge.
Wichtig: Beim Entfernen einzelner Borsten vorsichtig mit dem Messer arbeiten.
Reibe die Fleischwürfel rundum mit Salz und Pfeffer ein. Lege sie abgedeckt in die Schüssel und stelle sie für 12 Stunden in den Kühlschrank.
Wichtig: Das Fleisch während der Ruhezeit abgedeckt und gekühlt aufbewahren.
Streife am nächsten Tag überschüssiges Salz von den Fleischwürfeln ab und tupfe sie sorgfältig trocken. Spüle sie nicht ab, damit kein Wasser in das heiße Fett gelangt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken und frei von losem Salz.
Wichtig: Feuchtigkeit am Fleisch kann im heißen Schmalz stark spritzen.
Schmelze das Schweineschmalz in der schweren Cocotte oder im hohen Bräter bei niedriger bis mittlerer Hitze. Das Fett soll heiß werden, aber nicht rauchen. Lege die Fleischwürfel vorsichtig hinein und lasse sie zunächst rundum leicht Farbe annehmen.
Daran erkennst du es: Das Schmalz ist vollständig geschmolzen und raucht nicht; die Fleischwürfel nehmen leicht Farbe an.
Wichtig: Nicht mit nassem Fleisch in das heiße Schmalz arbeiten und das Fett nicht unbeaufsichtigt erhitzen.
Reduziere die Hitze und gare die Rillauds 2 Stunden und 30 Minuten sehr sanft im Schmalz. Das Fett soll nur leise blubbern und nicht sprudelnd kochen. Wende die Würfel etwa alle 30 Minuten und stich gelegentlich mit einer Gabel hinein.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist weich, und das Fleisch gibt beim Einstechen keine wässrige Flüssigkeit mehr ab.
Wichtig: Das Schmalz darf nicht sprudelnd kochen oder rauchen.
Erhöhe die Hitze in den letzten 10 Minuten leicht, damit die Oberfläche goldbraun wird. Achte darauf, dass die Schwarte nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, ohne dass die Schwarte dunkel oder verbrannt wirkt.
Wichtig: Bei zu starker Bräunung die Hitze sofort wieder reduzieren.
Hebe die Rillauds mit der Schaumkelle aus dem Schmalz und lasse sie auf einem Gitter oder mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen. Serviere sie warm oder lasse sie vollständig abkühlen und reiche sie anschließend abgekühlt.
Daran erkennst du es: Überschüssiges Schmalz ist abgetropft und die Rillauds sind warm oder vollständig abgekühlt.
Gut zu wissen
Schweineschmalz, auch Saindoux genannt, bekommst du meist beim Metzger, an der Fleischtheke oder im gut sortierten Supermarkt.
Für Rillauds wird Schweinebauch ausdrücklich mit Schwarte benötigt. Die Schwarte wird langsam weich gegart und anschließend an der Oberfläche gebräunt.
Der Geschmack wird kräftiger und weniger klassisch als mit Schweineschmalz.
Ersetze das Schweineschmalz mengenmäßig durch ungesalzenes Gänseschmalz und verfahre ansonsten wie beschrieben.
Überschüssiges Salz abstreifen und die Würfel vor dem Einlegen gründlich trocken tupfen.
Hitze vorsichtig reduzieren und erst weitergaren, wenn das starke Spritzen nachgelassen hat.
Das Fett nur sanft blubbern lassen und die Hitze während des langen Garens niedrig halten.
Hitze sofort reduzieren und die Rillauds bei deutlich sanfterem Blubbern weitergaren.
Die Würfel möglichst gleichmäßig auf etwa 5 cm Kantenlänge zuschneiden.
Feste Stücke länger im sanften Schmalz lassen und weiche Stücke vorsichtig früher herausheben.
Die zwölfstündige Kühlruhe kann vollständig am Vortag eingeplant werden. Danach die Rillauds wie beschrieben garen und entweder warm servieren oder vollständig abkühlen lassen.
Häufig gefragt
Rillauds d’Anjou sind Würfel aus Schweinebauch mit Schwarte, die nach dem Würzen langsam in Schweineschmalz gegart und anschließend goldbraun gebräunt werden.
Klassisch wird Schweineschmalz, auch Saindoux genannt, verwendet. Ungesalzenes Gänseschmalz ist eine mögliche, geschmacklich kräftigere Alternative.
Beides ist möglich. Sie können warm mit goldbrauner Oberfläche oder vollständig abgekühlt und abgetropft serviert werden.
Beim Abspülen gelangt Wasser an die Fleischwürfel und kann im heißen Schmalz stark spritzen. Überschüssiges Salz wird deshalb nur abgestreift und das Fleisch sorgfältig trocken getupft.
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