Kandierte Melone auswählen
Verwende möglichst weiche, aromatische kandierte Melone. Kandierte Honigmelone ist möglich, schmeckt jedoch milder und weniger typisch.
Provenzalische Confiserie
Feines provenzalisches Mandelkonfekt aus blanchierten Mandeln, kandierter Melone und Orange auf essbarer Oblate, abgerundet mit einem dünnen weißen Zuckerguss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Calissons d’Aix sind ein feines provenzalisches Konfekt aus Aix-en-Provence. Die weiche, aromatische Masse verbindet blanchierte Mandeln mit kandierter Melone und kandierter Orangenschale. Auf der Oblate wird sie navettenförmig ausgestochen und mit einem matten Zuckerguss vollendet. Für die Zubereitung brauchst du vor allem etwas Geduld: Die Platte ruht 72 Stunden, bevor sie geschnitten und kurz überbacken wird.
Die Calissons sind weich und dicht im Biss, aromatisch nach Mandel und kandierter Melone und fein von Orange begleitet. Die Oblate bleibt zart im Hintergrund, während der matte Zuckerguss eine dünne, leicht knackige Schicht bildet.
Schritt für Schritt
Lege das Backblech oder Brett mit der essbaren Oblate aus. Lege außerdem ein Stück Backpapier und das Nudelholz bereit.
Gib die blanchierten Mandeln in die Küchenmaschine und mahle sie fein. Füge die kandierte Melone und die kandierte Orangenschale hinzu und verarbeite alles zu einer möglichst glatten, klebrigen Frucht-Mandel-Masse.
Daran erkennst du es: Die Masse ist möglichst glatt, klebrig und ohne grobe Fruchtstücke.
Gib Zucker und Wasser in den kleinen Topf. Erhitze die Mischung unter Rühren, bis der Sirup 120–125 °C erreicht. Kontrolliere die Temperatur mit dem Zuckerthermometer.
Daran erkennst du es: Der Sirup erreicht 120–125 °C.
Wichtig: Heißen Zuckersirup vorsichtig handhaben; er kann schwere Verbrennungen verursachen.
Gieße den heißen Sirup zur Mandel-Frucht-Masse und mixe oder knete alles, bis eine gleichmäßige, dichte Paste entsteht. Arbeite zügig, da die Masse beim Abkühlen fest wird.
Daran erkennst du es: Die Paste ist gleichmäßig, dicht und zusammenhängend.
Wichtig: Beim Eingießen des heißen Sirups Spritzer vermeiden.
Verteile die Paste auf der Oblate und lege das Backpapier darauf. Rolle sie gleichmäßig 8–10 mm dick aus. Lasse die Platte bei Raumtemperatur an einem trockenen Ort 72 Stunden ruhen, damit die Masse fest und gut schneidbar wird.
Daran erkennst du es: Die Platte ist nach der Ruhezeit fest und lässt sich sauber schneiden.
Ziehe das Backpapier ab und stich mit dem Calisson-Ausstecher 20–25 navettenförmige Stücke aus. Lege die Stücke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.
Daran erkennst du es: Die Stücke behalten ihre navettenförmige Kontur und lösen sich sauber von der Platte.
Verrühre das Eiweiß mit dem Puderzucker in der Rührschüssel zu einem glatten, weißen und streichfähigen Zuckerguss. Schlage die Masse nicht luftig auf.
Daran erkennst du es: Der Guss ist glatt, weiß und streichfähig, aber nicht schaumig.
Verteile den Zuckerguss dünn auf den Calissons. Lasse ihn bei Raumtemperatur etwa 1 Stunde anziehen. Er soll sich fest anfühlen, aber noch nicht rissig sein.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich fest an und zeigt noch keine Risse.
Heize den Backofen auf 130 °C Ober-/Unterhitze vor. Backe die Calissons 5 Minuten, bis der Guss matt und fest ist, aber nicht bräunt. Lasse sie anschließend vollständig abkühlen.
Daran erkennst du es: Der Guss ist matt und fest, aber nicht gebräunt.
Gut zu wissen
Verwende möglichst weiche, aromatische kandierte Melone. Kandierte Honigmelone ist möglich, schmeckt jedoch milder und weniger typisch.
Essbare Oblatenplatten, auch pain azyme genannt, gibt es im Backfachhandel, in gut sortierten Supermärkten oder in französischen und italienischen Spezialitätengeschäften.
Die blanchierten Mandeln sollten möglichst fein gemahlen werden, damit die spätere Paste glatt und dicht wird.
Das Konfekt wird etwas milder und weniger typisch im Melonenaroma.
Ersetze die kandierte Melone im gleichen Gewicht durch kandierte Honigmelone und verarbeite sie wie im Rezept beschrieben.
Die Temperatur mit einem Zuckerthermometer kontrollieren und den Sirup erst bei erreichter Zieltemperatur weiterverwenden.
Die Masse vollständig auskühlen lassen und die Ruhezeit einhalten; eine nachträgliche Korrektur der Siruptemperatur ist nicht zuverlässig möglich.
Nach dem Untermischen zügig arbeiten und die Paste zwischen Backpapier auf 8–10 mm ausrollen.
Die Platte vorsichtig erneut zwischen Backpapier glätten, sofern sie noch nicht geruht hat.
Den Guss nur glatt verrühren und nicht schaumig schlagen.
Den Guss vorsichtig glatt rühren und kurz stehen lassen, bevor er dünn aufgetragen wird.
Bei 130 °C nur 5 Minuten backen und auf eine matte, feste, aber nicht gebräunte Oberfläche achten.
Eine deutliche Bräunung lässt sich nicht vollständig rückgängig machen.
Häufig gefragt
Die lange Ruhezeit macht die Mandel-Frucht-Platte fest und stabil genug, damit sie sich sauber ausstechen lässt.
Eine essbare Oblate, auch pain azyme genannt, ist eine dünne, trockene Backplatte. Sie trägt die Mandelmasse und bildet die typische Unterseite der Calissons.
Ja. Kandierte Honigmelone ist eine mögliche Alternative zur kandierten Melone, schmeckt aber milder und weniger typisch.
Verrühre Eiweiß und Puderzucker nur glatt, trage den Guss dünn auf und lasse ihn etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur anziehen, bevor die Calissons kurz gebacken werden.
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