Vautes vosgiennes

Warme Pfannensüßspeise aus den Vogesen

Dicke, goldbraun in der Pfanne gewendete lothringische Süßspeise aus Weizenmehl, Eiern, Milch, Zucker und Butter. Das Rezept ergibt etwa acht kleine Vautes für vier Personen.

Zum Rezept
Goldbraune Süße aus den Vogesen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge etwa 8 kleine Vautes
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen, Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der dickflüssige Teig lässt sich portionsweise zu etwa 1 cm dicken Fladen verstreichen und bleibt innen weich.
  • Die Ruhezeit von 10 Minuten lässt das Mehl quellen und unterstützt eine gleichmäßigere Teigstruktur.
  • Das schrittweise Einarbeiten der Milch reduziert Klümpchen und ergibt einen glatten Teig.
  • Butter in der schweren Pfanne sorgt für eine aromatische, goldbraune Oberfläche.

Vautes vosgiennes sind eine unkomplizierte Süßspeise aus der lothringischen Vogesen-Küche. Der dickflüssige Teig wird portionsweise in Butter ausgebacken und gewendet, sodass goldbraune Ränder und eine weiche, leicht zähe Mitte entstehen. Warm und mit Puderzucker bestreut passen sie sowohl als Dessert als auch als süße Mahlzeit.

Außen goldbraun und leicht buttrig, innen weich, locker und etwas zäh; der Geschmack ist mild süß mit einer feinen Eier- und Milchnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig anrühren

    Mehl, Zucker und die Prise Salz in der Rührschüssel mischen. Eier und etwa 100 ml Milch dazugeben und mit dem Schneebesen zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren.

    • Die Milch zunächst nur teilweise zugeben; so lässt sich der dicke Teig leichter klümpchenfrei rühren.
  2. Milch einarbeiten und ruhen lassen

    Die restliche Milch nach und nach einarbeiten, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten
    • Nach der Ruhezeit den Teig kurz durchrühren, bevor die erste Portion in die Pfanne kommt.
  3. Pfanne vorbereiten und Teig portionieren

    Die schwere Pfanne mit 24 cm Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmen. Etwas Butter darin schmelzen. Ein Achtel des Teigs hineingeben und mit dem Löffel zu einem etwa 1 cm dicken Fladen verstreichen.

    • Die Pfanne nur so stark erhitzen, dass die Butter schmilzt und der Teig langsam goldbraun wird.

    Wichtig: Beim Erhitzen und Wenden vorsichtig mit der heißen Pfanne und der geschmolzenen Butter umgehen.

  4. Vôte ausbacken und wenden

    Die Vôte 2 bis 3 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche sichtbar anzieht. Vorsichtig mit dem Pfannenwender wenden und die zweite Seite weitere 1 bis 2 Minuten garen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun, die Oberfläche sichtbar angezogen und die Mitte weich, aber nicht mehr flüssig.

    • Erst wenden, wenn sich die Vôte am Rand stabilisiert hat und die Unterseite ausreichend Farbe besitzt.

    Wichtig: Die Eiermasse vollständig stocken lassen; die Mitte darf weich bleiben, aber nicht flüssig sein.

  5. Weitere Vautes backen

    Die fertige Vôte auf den Teller legen und locker abdecken. Mit der restlichen Butter und dem übrigen Teig ebenso verfahren. Die fertigen Stücke bis zum Servieren warm halten. Während eine Vôte gart, kann bereits der nächste Teig portioniert werden.

    Daran erkennst du es: Alle Stücke sind beidseitig goldbraun und innen weich, aber nicht flüssig.

    • Nicht zu viele Vautes gleichzeitig in die Pfanne geben; jede Portion soll als einzelner Fladen Platz haben.

    Wichtig: Die warm gehaltenen Stücke nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

  6. Bestreuen und servieren

    Die Vautes vosgiennes mit Puderzucker bestreuen und warm servieren.

    Daran erkennst du es: Die Vautes sind warm und mit einer feinen Schicht Puderzucker bedeckt.

    • Puderzucker erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, damit er sichtbar bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigkonsistenz: Der Teig soll dickflüssig sein und sich mit dem Löffel verstreichen lassen. Ist er deutlich zu fest, wenige Tropfen Milch ergänzen; ist er zu dünn, lässt er sich nicht zu den dicken Fladen formen.
  • Portionsweise ausbacken: Die etwa acht kleinen Vautes werden nacheinander gebacken. Zwischen den Portionen nur so viel Butter verwenden, dass die Pfanne leicht gefettet bleibt.
  • Weiche Mitte: Die Vautes sollen innen weich bleiben, aber nicht mehr flüssig sein. Zu langes Ausbacken macht sie trocken und fest.

Zutatenwissen

Mehl klümpchenfrei einarbeiten

Das Mehl zuerst nur mit Eiern und einem Teil der Milch verrühren. Die restliche Milch langsam einarbeiten, damit der dicke Teig glatt bleibt.

Eiergröße

Die Mengen sind auf Eier der Größe M ausgelegt. Bei deutlich größeren oder kleineren Eiern kann die Teigkonsistenz leicht abweichen.

Butter portionsweise verwenden

Die Butter ist ausschließlich zum Ausbacken vorgesehen und wird nicht als zusätzliche Teigzutat verwendet.

Sinnvolle Alternativen

ungesüßter Pflanzendrink

Der Geschmack wird je nach Produkt neutraler oder leicht nussig; die Bräunung kann etwas abweichen.

Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen und die Konsistenz vor der Ruhezeit prüfen.

neutrales Pflanzenöl

Die Vautes schmecken weniger buttrig und können etwas anders bräunen.

Die Pfanne portionsweise dünn mit neutralem Öl fetten. Nicht mehr Öl verwenden als nötig.

glutenfreie Mehlmischung für Kuchen oder Pfannkuchen

Die Vautes können etwas brüchiger oder weicher werden; die Mischung sollte für flüssige Teige geeignet sein.

Die glutenfreie Mischung im gleichen Gewicht verwenden und den Teig vor dem Ausbacken auf eine dickflüssige Konsistenz prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig enthält Klümpchen.

Eier und zunächst nur etwa 100 ml Milch mit dem Mehl verrühren, dann die restliche Milch langsam einarbeiten.

Den Teig durch ein Sieb geben oder kräftig glatt rühren und anschließend ruhen lassen.

Die Vôte wird außen dunkel, bevor sie innen gar ist.

Bei mittlerer Hitze arbeiten und den Teig zu etwa 1 cm Dicke verstreichen.

Hitze reduzieren und die nächste Portion kleiner oder flacher ausstreichen.

Die Vôte zerbricht beim Wenden.

Erst wenden, wenn die Oberfläche sichtbar anzieht und sich der Rand stabilisiert.

Zerbrochene Stücke weitergaren und als rustikale Portion servieren.

Die Mitte ist trocken und fest.

Die Garzeit knapp halten und die Stücke herausnehmen, sobald die Mitte weich, aber nicht mehr flüssig ist.

Mit Puderzucker und einer feuchten Beilage wie Fruchtkompott servieren.

Varianten

Zimt-Zucker-Finish

Die fertigen Vautes erhalten zusätzlich eine dünne Zimt-Zucker-Schicht.

Mit Fruchtkompott

Die warmen Vautes werden mit einem separat zubereiteten Fruchtkompott als süße Mahlzeit serviert.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die Vautes warm und frisch mit Puderzucker bestreut servieren, damit die goldbraune Oberfläche und die weiche Mitte im Vordergrund bleiben.
  • Als süße Mahlzeit: Mit einem fruchtigen Kompott oder frischen säuerlichen Früchten servieren. Die leichte Säure gleicht die Süße des Teigs aus.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den angerührten Teig abgedeckt bis zu 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Vor dem Ausbacken kurz durchrühren und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Milch auf die ursprüngliche dickflüssige Konsistenz bringen.

Aufbewahren

Vautes vollständig abkühlen lassen, abgedeckt oder luftdicht verpacken und im Kühlschrank aufbewahren. Für die beste Textur möglichst frisch servieren.

Speisen mit Ei und Milch nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die vollständig abgekühlten Vautes mit Backpapier zwischen den einzelnen Stücken luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vorsichtig erwärmen.

Nach dem Einfrieren kann die Mitte etwas weicher werden; frisch ausgebacken ist die Textur am besten.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Vautes in einer leicht gefetteten Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen und einmal wenden.
  • Mikrowelle: Ein bis zwei Vautes auf einen Teller legen und in kurzen Intervallen erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind Bestandteile des Rezepts.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält vier Eier.

Lebensmittelsicherheit

  • Garzustand von Ei und Milch: Die Vautes vollständig durchgaren, bis die Oberfläche angezogen ist und die Mitte weich, aber nicht mehr flüssig bleibt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie dick soll der Teig für Vautes vosgiennes sein?

Der Teig soll dickflüssig sein und sich mit einem Löffel zu etwa 1 cm dicken Fladen verstreichen lassen. Er ist deutlich dicker als ein klassischer Crêpe-Teig.

Wann wird eine Vôte gewendet?

Wenn die Unterseite goldbraun ist, die Oberfläche sichtbar anzieht und der Rand stabiler wird. Dann vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender wenden.

Werden Vautes vosgiennes warm serviert?

Ja. Die fertigen Stücke werden locker abgedeckt warm gehalten und erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestreut.

Aus unserer Küche

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