Nizzas Tarte fine mit gegrillter Paprika

Dünne Tarte aus Nizza

Eine dünne, knusprige Tarte fine aus Nizza mit Olivenölteig, cremiger Ricotta-CébettesFranzösische Bezeichnung für eine junge Zwiebel mit grünen Blättern, regional auch für Ciboule verwendet.-Schicht, gegrillter Paprika, schwarzer OlivenpasteSchwarze Olivenpaste findet sich häufig im französischen oder mediterranen Regal., Pinienkernen, Basilikum und Rucola.

Zum Rezept
Nizzas Tarte fine mit gegrillter Paprika
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge 4 Tartes à ca. 22 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Pasteten und Tartes
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Rösten konzentriert die Süße der Paprika und macht ihr Fruchtfleisch zart, während die Haut entfernt wird.
  • Ricotta und Ei bilden eine cremige, schnittfeste Grundlage, die durch sanft gedünstete Cébettes aromatisch und mild bleibt.
  • Olivenpaste und Pinienkerne setzen salzige und nussige Akzente, ohne die Paprika zu überdecken.
  • Der dünn ausgerollte Teig sorgt für einen knusprigen Boden und lässt den Belag klar hervortreten.

Diese eigenständige nizzaische Tarte fine verbindet einen dünnen, knusprigen Olivenölteig mit süß gerösteten Paprikastreifen, einer milden Ricotta-Cébettes-Creme und würziger schwarzer Olivenpaste. Basilikum und Rucola kommen erst nach dem Backen dazu und bringen Frische auf die warm servierte Tarte.

Knuspriger, dünner Boden trifft auf eine cremige, mild-zwiebelige Ricotta-Schicht. Die Paprika schmeckt süß und leicht rauchig vom Rösten, Olivenpaste bringt salzige Würze, Pinienkerne nussigen Biss und Basilikum sowie Rucola einen frischen, grünen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Paprika vorbereiten

  1. Teig kneten und ruhen lassen

    Petit-épeautre-MehlPetit-Épeautre-Mehl ist Mehl aus Einkorn, der botanischen Art Triticum monococcum. und 4 g Salz in einer Rührschüssel mischen. Wasser und 50 ml Olivenöl dazugießen und alles 3 bis 4 Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchentuch oder einer Abdeckung bedecken und 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und weich.

    • Die Ruhezeit entspannt den Teig und erleichtert das dünne Ausrollen.
  2. Paprika rösten

    Den Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Paprika waschen, trocknen und ganz auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. 20 bis 25 Minuten rösten und nach etwa der Hälfte der Zeit wenden, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft.

    25 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Haut ist dunkel und wirft Blasen.

    • Die Paprika nicht aufschneiden, damit sie im eigenen Saft weich wird.

    Wichtig: Heiße Paprika vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  3. Paprika ruhen lassen und schneiden

    Die heißen Paprika in eine Rührschüssel legen, abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Danach Haut, Stielansatz und Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in etwa 1 cm breite Streifen schneiden und beiseitestellen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut lässt sich leicht abziehen und das Fruchtfleisch ist weich.

    • Das Abdecken erleichtert das Ablösen der Haut.

    Wichtig: Die Paprika vor dem Schneiden so weit abkühlen lassen, dass sie sicher gehandhabt werden kann.

Ricotta-Cébettes-Creme anrühren

  1. Cébettes dünsten

    Die Cébettes putzen und einschließlich eines Teils des Grüns fein schneiden. 15 ml Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Cébettes bei niedriger bis mittlerer Hitze 5 bis 7 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Cébettes sind weich, aber kaum gebräunt.

    • Sanftes Dünsten hält das Zwiebelaroma mild.
  2. Ricotta-Cébettes-Mischung herstellen

    Ricotta und Ei in einer Rührschüssel glatt verrühren. Die abgekühlten Cébettes unterheben und mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze zurückstellen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

    5 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt und gleichmäßig vermischt.

    • Die Cébettes vor dem Unterheben etwas abkühlen lassen, damit die Mischung gleichmäßig bleibt.

Tartes formen und backen

  1. Teig ausrollen

    Den Teig in vier gleich große Stücke teilen. Jedes Stück auf wenig Mehl zu einem dünnen Kreis von etwa 22 cm Durchmesser ausrollen und auf ein vorbereitetes Backblech legen. Die Ränder nicht hochziehen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind dünn und gleichmäßig ausgerollt.

    • Den Teig nur mit wenig zusätzlichem Mehl ausrollen, damit der Boden knusprig bleibt.
  2. Tartes belegen

    Jeden Teigkreis mit 5 g Olivenpaste bestreichen und dabei rund 1 cm Rand frei lassen. Die Ricotta-Cébettes-Mischung dünn darauf verteilen. Die Paprikastreifen darüberlegen, die Pinienkerne daraufstreuen und jede Tarte mit dem restlichen Olivenöl beträufeln.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Belag ist gleichmäßig verteilt und der Rand bleibt frei.

    • Die Beläge dünn verteilen, damit der Boden durchbacken kann.
  3. Tartes backen

    Die Tartes 25 bis 30 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze backen. Bei zwei Blechen die Positionen nach etwa 15 Minuten tauschen, damit alle Tartes gleichmäßig garen.

    30 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und der Boden knusprig.

    • Die Tarte erst aus dem Ofen nehmen, wenn der Boden sichtbar fest und knusprig ist.

    Wichtig: Backbleche und Tartes sind sehr heiß; beim Tauschen der Blechpositionen Ofenhandschuhe verwenden.

  4. Mit Kräutern und Salat servieren

    Basilikum grob zupfen oder schneiden. Die fertigen Tartes mit Basilikum und Rucola oder MesclunDie grünen Blätter werden erst nach dem Backen auf die warmen Tartes gegeben und sorgen für einen frischen Abschluss. bestreuen und warm servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kräuter und Blätter liegen frisch auf den warmen Tartes.

    • Basilikum und Rucola erst nach dem Backen hinzufügen, damit sie frisch und aromatisch bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig wirklich ruhen lassen: Die 60-minütige Kühlruhe macht den weichen Olivenölteig leichter ausrollbar und unterstützt einen dünnen, knusprigen Boden.
  • Paprika abdecken: Durch das Abdecken der heißen Paprika lässt sich die Haut nach der Ruhezeit leichter entfernen.
  • Belag dünn halten: Eine dünne Ricotta-Schicht und ein gleichmäßiger Paprikabelag helfen, den Boden trotz des feuchten Belags knusprig zu backen.
  • Frische erst nach dem Backen: Basilikum und Rucola oder Mesclun kommen erst auf die fertigen Tartes, damit sie frisch und grün bleiben.

Zutatenwissen

Petit-épeautre-Mehl

Französisches petit épeautre wird meist als Einkornmehl bezeichnet. Es ist in gut sortierten Biomärkten, Reformhäusern oder im Onlinehandel erhältlich.

Cébettes

Cébettes sind junge Zwiebeln mit zartem Grün. Frühlingszwiebeln sind eine passende, etwas mildere Alternative.

Schwarze Olivenpaste

Schwarze Olivenpaste findet sich häufig im französischen oder mediterranen Regal. Tapenade kann sie ersetzen, schmeckt durch mögliche Kapern oder Anchovis aber salziger und würziger.

Rucola oder Mesclun

Die grünen Blätter werden erst nach dem Backen auf die warmen Tartes gegeben und sorgen für einen frischen Abschluss.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 550

Der Teig wird etwas neutraler und weniger nussig.

Das Petit-épeautre-Mehl im gleichen Gewicht durch Weizenmehl Type 550 ersetzen und den Teig wie beschrieben zubereiten.

Frühlingszwiebeln

Das Zwiebelaroma wird etwas milder.

Frühlingszwiebeln putzen und mit einem Teil des Grüns fein schneiden; anschließend genauso dünsten.

Tapenade

Der Belag kann durch Kapern oder Anchovis salziger und würziger schmecken.

Tapenade in gleicher Menge verwenden und die zusätzliche Würzung der Ricotta-Creme vorsichtig dosieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Paprikahaut lässt sich schwer lösen und das Fruchtfleisch bleibt fest.

Bei 240 °C rösten, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft, und die Schoten danach abgedeckt ruhen lassen.

Paprika länger rösten oder die Haut mit einem Messer vorsichtig nacharbeiten.

Der Boden bleibt weich oder wird nicht knusprig.

Die Ricotta-Mischung dünn verteilen und die Paprikastreifen gleichmäßig auflegen.

Die Tarte einige Minuten länger backen, bis Rand und Boden sichtbar fest sind.

Die Tarte wirkt schwer und der Boden bleibt teigig.

Jedes Teigstück zu einem dünnen Kreis von etwa 22 cm ausrollen und den Rand nicht hochziehen.

Die belegte Tarte auf einem vorgeheizten Blech weiterbacken.

Die Cébettes schmecken bitter oder dominieren die Creme.

Bei niedriger bis mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

Die gebräunten Stellen entfernen und die Mischung mit Ricotta ausgleichen, sofern der Geschmack noch mild genug ist.

Varianten

Tarte mit Weizenmehl

Eine neutralere Teigvariante mit Weizenmehl Type 550 statt Petit-épeautre-Mehl.

Mildere Zwiebelvariante

Cébettes werden durch milde Frühlingszwiebeln ersetzt.

Tarte mit Mesclun

Der frische Abschluss wird mit Mesclun statt ausschließlich mit Rucola gestaltet.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Basilikum und Rucola: Die Tartes warm aus dem Ofen mit Basilikum und Rucola oder Mesclun servieren. Die grünen Blätter bringen Frische zur süßen Paprika und zur salzigen Olivenpaste.
  • Lauwarm zum Teilen: Die Tartes kurz abkühlen lassen und lauwarm als unkompliziertes Tafelgericht reichen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Petit épeautre beziehungsweise Einkorn gehört zu den glutenhaltigen Getreiden.
  • Milch: enthält · Ricotta ist ein Milchprodukt.
  • Ei: enthält · Die Ricotta-Creme enthält ein Ei.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wird die Tarte warm oder lauwarm serviert?

Beides ist möglich: Die Tartes können warm aus dem Ofen oder kurz abgekühlt lauwarm serviert werden.

Warum werden die Paprika abgedeckt?

Die heißen Paprika ruhen abgedeckt 10 Minuten. Dadurch lässt sich die geröstete Haut leichter abziehen.

Was kann ich statt Cébettes verwenden?

Frühlingszwiebeln sind eine passende Alternative und schmecken etwas milder.

Kann ich Petit-épeautre-Mehl ersetzen?

Ja. Weizenmehl Type 550 kann im gleichen Gewicht verwendet werden; der Teig wird dadurch etwas neutraler und weniger nussig.

Kann Tapenade die schwarze Olivenpaste ersetzen?

Ja. Tapenade funktioniert, kann durch Kapern oder Anchovis jedoch salziger und würziger schmecken.

Aus unserer Küche

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