Entenleber besorgen
Frische Entenleber ist häufig auf Vorbestellung beim Geflügelmetzger, an gut sortierten Frischetheken oder im Feinkosthandel erhältlich.
Kräftige Sauce aus Rouen
Kräftige französische Sauce aus Rouen mit reduzierter Rotwein-SchalottenMilde, aromatische Zwiebel mit fein-pikantem und leicht süßlichem Geschmack.-Basis, Entenfond und fein passierter Entenleber, mit kalter Butter montiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sauce rouennaise ist eine charaktervolle Spezialität aus Rouen in der Normandie. Rotwein und Schalotten werden langsam konzentriert, mit kräftigem Entenfond weiter reduziert und anschließend durch fein pürierte Entenleber samtig gebunden. Kalte Butter sorgt zum Schluss für Glanz und eine runde Textur. Die Sauce passt besonders gut zu gerösteter oder gebratener Ente, begleitet aber auch pochierte Eier und kräftiges Geflügel.
Die Sauce ist dunkel rubinrot bis mahagonifarben, glänzend und glatt. Sie schmeckt intensiv nach reduzierter Rotweinfrucht, Schalotten und Entenfond, mit einer tiefen, leicht mineralischen Lebernote. Die Konsistenz ist samtig und leicht sirupartig, der Abgang würzig und rund.
Schritt für Schritt
Die Entenleber von sichtbaren Sehnen befreien, in Stücke schneiden und mit dem Mixer oder Pürierstab möglichst fein pürieren. Für eine besonders glatte Sauce durch ein feines Sieb streichen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Leber soll möglichst glatt und frei von sichtbaren Sehnenstücken sein.
Wichtig: Saubere Arbeitsgeräte verwenden und rohe Geflügelleber nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln in Kontakt bringen.
20 g Butter in einem kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen. Die Schalotten darin weich dünsten, ohne sie kräftig zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Schalotten sind weich und glasig, aber nicht dunkel gebräunt.
Rotwein und die grob zerstoßenen Pfefferkörner zu den Schalotten geben. Alles offen sanft köcheln lassen, bis der Wein auf etwa 150 ml reduziert ist. Je nach Topf dauert das ungefähr 12 bis 15 Minuten.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist deutlich konzentriert und auf ungefähr 150 ml eingekocht.
Wichtig: Beim Einkochen verdampft ein Teil des Alkohols; die Sauce bleibt ein Produkt aus Wein und sollte entsprechend eingeordnet werden.
Den Entenfond angießen und die Flüssigkeit weitere 20 bis 25 Minuten leise reduzieren, bis etwa 350 bis 400 ml übrig sind und der Fond leicht sirupartig wirkt.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist konzentriert, leicht sirupartig und nicht mehr wässrig.
Die Sauce durch ein feines Sieb in einen sauberen Topf gießen und die Schalotten dabei gut ausdrücken. Die klare Reduktion wieder erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reduktion ist klarer und frei von groben Schalottenstücken.
Wichtig: Beim Umgießen vorsichtig arbeiten, da die Reduktion heiß ist.
Die passierte Entenleber portionsweise mit einem Schneebesen in die heiße Reduktion einarbeiten. Die Sauce 3 bis 5 Minuten bei sehr milder Hitze sanft binden lassen. Sie darf nicht aufkochen, sonst kann die Leber ausflocken.
Daran erkennst du es: Die Sauce wirkt gebunden, glatt und samtig, ohne sichtbare Flocken.
Wichtig: Die Sauce nicht sprudelnd kochen lassen, damit die Leberbindung nicht ausflockt.
Den Topf vom Herd nehmen. Die kalte Butter stückweise unterschlagen, anschließend die Petersilie einrühren und mit Salz abschmecken. Die Sauce sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glänzend, glatt und geschmeidig; das Salz ist ausgewogen eingebunden.
Wichtig: Nach dem Montieren nicht mehr sprudelnd erhitzen.
Gut zu wissen
Frische Entenleber ist häufig auf Vorbestellung beim Geflügelmetzger, an gut sortierten Frischetheken oder im Feinkosthandel erhältlich.
Die fünf Schalotten entsprechen ungefähr 100 g. Da die Größe schwankt, ist die Mengenangabe als praktikable Näherung zu verstehen.
Die 20 g Butter werden zum Weichdünsten der Schalotten verwendet. Die separaten 25 g kalte Butter werden erst am Ende zum Montieren eingearbeitet.
Die Sauce wird etwas milder und weniger tief im Geschmack, bleibt aber cremig und kräftig gebunden.
Die Hühnerleber von Sehnen befreien, fein pürieren und wie die Entenleber portionsweise in die Reduktion einarbeiten. Die Sauce weiterhin nicht aufkochen lassen.
Die passierte Leber portionsweise bei sehr milder Hitze einarbeiten und die Sauce nicht sprudelnd kochen lassen.
Die Sauce sofort vom Herd nehmen und, falls nötig, durch ein sehr feines Sieb passieren. Eine kleine Menge kalte Butter kann die Textur zusätzlich glätten.
Die Zielmengen regelmäßig kontrollieren und die Hitze so einstellen, dass die Flüssigkeit nur leise köchelt.
Mit etwas Entenfond verdünnen und kurz sanft erhitzen, bevor die Leber eingearbeitet wird.
Die Schalotten bei niedriger bis mittlerer Hitze weich dünsten und nur glasig werden lassen.
Bei deutlich bitterem Geschmack ist ein vollständiger Neustart meist zuverlässiger, weil sich die Röstnote nicht sicher entfernen lässt.
Den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter stückweise unterschlagen.
Ein bis zwei Teelöffel warme Reduktion oder Fond unter kräftigem Rühren einarbeiten und die Sauce nicht weiter aufkochen.
Hühnerleber ersetzt die Entenleber und ergibt eine etwas mildere, dennoch samtig gebundene Sauce.
Die feine Leber-Butter-Bindung kann beim Einfrieren und Auftauen an Glätte verlieren.
Häufig gefragt
Entenleber ist meist auf Vorbestellung beim Geflügelmetzger, an gut sortierten Frischetheken oder im Feinkosthandel erhältlich.
Ja. Frische Hühnerleber ist eine sinnvolle Alternative. Die Sauce wird damit etwas milder und weniger tief im Geschmack.
Die fein pürierte Leber kann bei sprudelnder Hitze ausflocken. Die Sauce deshalb nur bei sehr milder Hitze binden und nach dem Montieren nicht mehr stark erhitzen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …