Gâche vendéenne

Vendée, Pays de la Loire

Eine ovale, nicht geflochtene französische Viennoiserie aus der Vendée mit dichter, saftiger Krume, Crème fraîcheCrème fraîche ist ein dickes, mild säuerliches Sahneprodukt mit mindestens 30 Prozent Fett und guter Hitzebeständigkeit., Butter, Eiern und einem feinen Orangenblütenaroma.

Zum Rezept
Gâche vendéenne: cremige Viennoiserie aus Pays de la Loire
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 4 Stunden
Gesamtzeit ca. 5 Std. 15 Min.
Menge ovale Laibe
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigführung gibt dem Hefeteig Zeit, Volumen und Aroma zu entwickeln.
  • Crème fraîche, Butter und Eier sorgen für eine kompakte, weiche und saftige Krume.
  • Der Längsschnitt prägt das typische Erscheinungsbild der ovalen Laibe.
  • Das Orangenblütenwasser ergänzt die milde Süße mit einer dezenten blumigen Note.

Die Gâche vendéenne ist eine ovale, nicht geflochtene Viennoiserie aus der Vendée in Pays de la Loire. Durch Crème fraîche, Butter, Eier und Zucker bleibt ihre Krume dichter und saftiger als bei einer luftigen Brioche. Zwei längliche Laibe werden geformt, längs eingeschnitten und goldbraun gebacken. Sie schmecken zum Frühstück oder goûter, pur oder mit Butter.

Außen kräftig goldbraun und leicht glänzend, innen weich, dicht und saftig. Die Gâche schmeckt mild buttrig und süß, mit einer feinen, blumig-zitrischen Note vom Orangenblütenwasser.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefe anrühren

    Die Milch auf etwa 30 bis 35 °C erwärmen. Die Hefe darin auflösen und 5 Minuten stehen lassen. Sie soll sich vollständig verteilen, aber nicht heiß werden.

    5 Minuten 33 °C
    • Die Milch nur lauwarm erwärmen, damit die Hefe aktiv bleibt.
  2. Teig ansetzen und kneten

    Mehl, Zucker und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine mit Knethaken geben. Eier, Crème fraîche, OrangenblütenwasserDuftendes Blütenhydrolat aus Orangenblüten für Süßspeisen und Getränke. und die Hefemilch hinzufügen. Alles zunächst 4 Minuten langsam, dann 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten, bis ein zusammenhängender, noch leicht klebriger Teig entsteht.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist zusammenhängend und noch leicht klebrig.

    • Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten; der Teig darf weich bleiben.
  3. Butter einarbeiten

    Die weiche Butter portionsweise einarbeiten. Weitere 8 bis 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt, elastisch und weich ist. Bei Handarbeit dauert das kräftige Kneten etwas länger.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und weich.

    • Die Butter erst nach und nach zugeben, damit sie vollständig in den Teig eingearbeitet wird.
  4. Erste Gehzeit

    Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei etwa 24 bis 26 °C ungefähr 90 Minuten gehen lassen. Das Volumen soll sich deutlich vergrößern.

    90 Minuten 25 °C

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Schüssel zugfrei und möglichst gleichmäßig warm stehen lassen.
  5. Teig teilen und entspannen lassen

    Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig entgasen. In zwei gleich große Stücke teilen, jeweils rundwirken und 15 Minuten abgedeckt entspannen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge lassen sich anschließend ohne starken Widerstand länglich formen.

    • Nur wenig Mehl verwenden, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  6. Laibe formen und nochmals gehen lassen

    Beide Teigstücke zu länglichen, ovalen Laiben von etwa 25 bis 28 cm Länge formen. Mit Abstand auf das vorbereitete Blech legen. Abdecken und nochmals 90 bis 120 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis die Laibe sichtbar aufgegangen sind.

    105 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen.

    • Zwischen den Laiben ausreichend Abstand lassen, da sie beim Backen weiter aufgehen.
  7. Ofen vorheizen und Laibe vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eigelb und Milch verrühren. Die Laibe dünn damit bestreichen. Mit einem scharfen Messer längs einen etwa 5 mm tiefen Schnitt setzen.

    10 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind gleichmäßig bestrichen und längs eingeschnitten.

    • Den Schnitt zügig und kontrolliert setzen, damit die Teiglinge nicht zusammengedrückt werden.

    Wichtig: Beim Umgang mit dem vorgeheizten Backofen hitzefeste Handschuhe verwenden.

  8. Gâches backen

    Die Gâches auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen. Werden sie zu schnell dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche kräftig goldbraun ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig goldbraun und die Unterseite klingt beim Klopfen hohl.

    • Die Backzeit kann je nach Ofen und Größe der Laibe leicht variieren.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  9. Auskühlen lassen

    Die Laibe auf einem Kuchengitter mindestens 30 Minuten auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind abgekühlt und lassen sich sauber anschneiden.

    • Das Auskühlen auf dem Gitter verhindert, dass die Unterseite durch eingeschlossene Feuchtigkeit weich wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weicher Teig ist gewollt: Der Teig bleibt zunächst leicht klebrig und soll nicht mit viel zusätzlichem Mehl fest gemacht werden. Das trägt zur weichen, saftigen Krume bei.
  • Zeit sinnvoll nutzen: Während der Backofen vorheizt, können Eigelb und Milch verrührt und die Laibe bestrichen werden.
  • Vor dem Anschneiden auskühlen: Die mindestens 30 Minuten Auskühlzeit sind wichtig, damit sich die Krume stabilisiert und beim Schneiden nicht klebrig wirkt.

Zutatenwissen

Orangenblütenwasser

Orangenblütenwasser ist in größeren Supermärkten, in der Backabteilung, in orientalischen Lebensmittelgeschäften oder online erhältlich. Es gibt der Gâche ein dezentes blumiges Aroma.

Crème fraîche für die Krume

Crème fraîche bereichert den Hefeteig und unterstützt die kompakte, saftige Krume der Gâche vendéenne.

Sinnvolle Alternativen

Fein abgeriebene Orangenschale

Das Aroma wird frischer und weniger blumig als mit Orangenblütenwasser.

Das Orangenblütenwasser vollständig durch fein abgeriebene Orangenschale ersetzen und die Schale mit den flüssigen Zutaten zum Teig geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird fest und trocken.

Den Teig lange genug kneten und nur die Arbeitsfläche leicht bemehlen.

Den Teig weiterkneten, bis sich das Klebergerüst entwickelt. Sehr festen Teig nicht durch zusätzliche Flüssigkeit überkorrigieren.

Die Hefe arbeitet schlecht oder der Teig geht kaum auf.

Die Milch nur auf etwa 30 bis 35 °C erwärmen und nicht heiß werden lassen.

Bei deutlich überhitzter Milch die Hefemischung ersetzen, da die Triebkraft verloren gegangen sein kann.

Die Laibe bleiben kompakt und reißen unkontrolliert auf.

Auf die sichtbare Volumenzunahme achten und die zweite Gehzeit nicht nur nach der Uhr beurteilen.

Wenn die Laibe vor dem Backen noch sehr straff wirken, die zweite Gehzeit verlängern.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor die Laibe durchgebacken sind.

Die Laibe im Blick behalten und bei zu starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.

Die Laibe abdecken und bis zum beschriebenen Garzustand weiterbacken.

Varianten

Frische Orangenschale

Eine frischer und weniger blumig schmeckende Variante mit fein abgeriebener Orangenschale anstelle des Orangenblütenwassers.

Von Hand geknetet

Die Hausversion kann ohne Küchenmaschine von Hand zubereitet werden; die Teigführung und Gehzeiten bleiben gleich.

Servieren und kombinieren

  • Pur zum Frühstück: Die Gâche in dicken Scheiben pur servieren. Ihre buttrige, leicht süße Krume eignet sich besonders gut für ein französisch inspiriertes Frühstück.
  • Mit Butter zum goûter: Die ausgekühlte Gâche mit etwas Butter servieren. Das passt als süßer Nachmittagssnack oder goûter.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550.
  • Milch: enthält · Milch, Crème fraîche und Butter sind sowohl im Teig als auch zum Bestreichen enthalten.
  • Eier: enthält · Eier sind Bestandteil des Teigs; zusätzlich wird Eigelb zum Bestreichen verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist eine Gâche vendéenne?

Eine Gâche vendéenne ist eine ovale, nicht geflochtene Viennoiserie aus der Vendée in Pays de la Loire. Sie hat eine dichtere und saftigere Krume als eine luftige Brioche.

Kann ich Orangenblütenwasser ersetzen?

Ja. Verwende stattdessen 1 TL fein abgeriebene Orangenschale. Das Aroma wird dadurch frischer und weniger blumig.

Warum wird die Gâche längs eingeschnitten?

Der etwa 5 mm tiefe Längsschnitt gehört zum typischen Erscheinungsbild der ovalen Gâche und gibt der Oberfläche beim Backen eine kontrollierte Öffnung.

Wann kann ich die Gâche anschneiden?

Lass die Laibe mindestens 30 Minuten auf einem Kuchengitter auskühlen, bevor du sie anschneidest.

Aus unserer Küche

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