Geeignete Fischsorten
Festes weißes Fischfilet wie Kabeljau oder Merlan eignet sich, weil es sich fein zerkleinern und zu stabilen Bällchen formen lässt.
Fischbällchen in Kerbelbrühe
Zarte Fischbällchen aus weißem Fisch, Brot und Ei werden in einer aromatischen KerbelZartes Küchenkraut mit fein süßlich-würzigem Aroma, das an Petersilie, Anis und Fenchel erinnert.-Cidre-Brühe mit Lauch und Möhre sanft gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Am Eingang der Rade de Brest liegt die Pointe de Portzic – und mit ihr ein bretonisch inspirierter Fischgang, der nach Küste und Kräutergarten schmeckt. Die fein gebundene Fischmasse wird zu kleinen Bällchen geformt und schonend in einer Kerbel-Cidre-Brühe gegart. Lauch, Möhre und trockener Cidre geben der Brühe Tiefe, ohne den feinen Fischgeschmack zu überdecken.
Die Fischbällchen sind zart, leicht stückig und saftig. Die Brühe schmeckt mild fischig, kräuterfrisch und dezent fruchtig nach trockenem Cidre; Sahne rundet sie ab, während Lauch und Möhre für eine sanfte Süße sorgen.
Schritt für Schritt
Das Brot in kleine Stücke zupfen, mit der Milch übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Danach gut ausdrücken, damit die Fischmasse später nicht zu weich wird.
Das Fischfilet mit einem scharfen Messer sehr fein hacken oder portionsweise kurz im Mixer zerkleinern. Es soll eine feine, leicht stückige Masse entstehen und kein glattes Püree.
Daran erkennst du es: Die Masse ist fein, aber noch leicht stückig.
Wichtig: Rohen Fisch nach der Verarbeitung sofort wieder kalt stellen und Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Fisch, ausgedrücktes Brot, Ei, Schalotte, Kerbel, Petersilie, Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Die Masse abgedeckt 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Ruhezeit festigt die Bindung.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gekühlt und lässt sich kompakt formen.
Wichtig: Die rohe Fischmasse bis zur weiteren Verarbeitung gekühlt halten.
Mit angefeuchteten Händen 16 gleich große Bällchen von jeweils etwa 35 g formen. Die Bällchen auf einen Teller legen und bis zur Verwendung kalt stellen.
Daran erkennst du es: Alle Bällchen sind gleich groß und kompakt geformt.
Wichtig: Die geformten Bällchen bis zum Pochieren gekühlt halten.
Für die Brühe die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel, Lauch und Möhre darin 5 Minuten anschwitzen, ohne sie zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden, aber noch nicht gebräunt.
Den Cidre angießen und 2 Minuten offen einkochen lassen. Fischfond und Lorbeerblatt hinzufügen, alles aufkochen und anschließend 8 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist aromatisch, und das Gemüse beginnt weich zu werden.
Die Fischbällchen vorsichtig in die heiße Brühe setzen. Die Flüssigkeit soll nur sanft simmern, damit die Bällchen nicht zerfallen. 10 bis 12 Minuten gar ziehen lassen, bis sie fest sind und vollständig durchgegart wirken.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind fest und im Kern vollständig durchgegart.
Wichtig: Fischbällchen vollständig durchgaren und nicht nur an der Oberfläche fest werden lassen.
Lorbeerblatt entfernen. Die Sahne einrühren und die Brühe nochmals 2 Minuten sanft erhitzen, aber nicht mehr kräftig kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist heiß, cremig und ausgewogen abgeschmeckt.
Den gehackten Kerbel einrühren. Die Fischbällchen mit Lauch und Möhre in tiefen Tellern verteilen und mit der Kerbel-Cidre-Brühe übergießen. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Fischbällchen liegen in der heißen Brühe und der frische Kerbel ist gleichmäßig verteilt.
Gut zu wissen
Festes weißes Fischfilet wie Kabeljau oder Merlan eignet sich, weil es sich fein zerkleinern und zu stabilen Bällchen formen lässt.
Altbackenes helles Brot nimmt die Milch gleichmäßig auf und bindet die Fischmasse, ohne zusätzliche Kruste oder starke Röstaromen einzubringen.
Ein Teil des Kerbels wird in die Fischmasse gegeben, der größere Anteil kommt am Ende in die Brühe. So verbindet sich das Gericht und erhält zugleich ein frisches Finish.
Der Geschmack wird etwas feiner und milder; die Bindung bleibt bei festem Filet vergleichbar.
Merlan grätenfrei vorbereiten und wie das Kabeljaufilet fein hacken.
Die Brühe wird süßer und alkoholfrei; ein Teil der trockenen, säuerlichen Cidre-Note fehlt.
Ungesüßten Apfelsaft verwenden und die Brühe am Ende vorsichtig abschmecken.
Die Brühe bleibt cremig, kann aber je nach Produkt etwas nussiger oder weniger voll schmecken.
Eine ungesüßte, hitzestabile Kochcreme verwenden und nur sanft erhitzen.
Das Brot gründlich ausdrücken und die gemischte Masse 15 Minuten abgedeckt kühlen.
Etwas länger kühlen und die Bällchen mit gut angefeuchteten Händen kompakt nachformen.
Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und die Bällchen nur sanft simmern lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und die Bällchen nicht weiter umrühren.
Einen großen, breiten Topf verwenden und die Bällchen vorsichtig mit Abstand einsetzen.
Bei Bedarf vorsichtig in zwei Durchgängen garen und die fertigen Bällchen warm halten.
Die Sahne nur sanft erhitzen und nicht mehr sprudelnd kochen lassen.
Die Hitze reduzieren und die Brühe vorsichtig glattrühren.
Die Kerbelbrühe wird ohne Cidre zubereitet und erhält ihre fruchtige Note durch ungesüßten Apfelsaft.
Die Fischbällchen und die Brühe werden stärker auf frische Kräuter ausgerichtet.
Die Brühe wird ohne Sahne serviert, sodass der Fischfond und die Kräuter stärker hervortreten.
Die Fischmasse oder die geformten Fischbällchen können bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank vorbereitet werden. Die Brühe möglichst frisch zubereiten und die Bällchen erst kurz vor dem Servieren darin gar ziehen lassen.
Reste zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Sahnebrühe und die zarte Struktur der Fischbällchen können nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Festes weißes Fischfilet wie Kabeljau oder Merlan eignet sich besonders gut. Das Filet sollte grätenfrei sein und fein, aber nicht zu glatt zerkleinert werden.
Durch das Ausdrücken wird überschüssige Milch entfernt. Dadurch bleibt die Fischmasse formbar und die Bällchen zerfallen beim Garen weniger leicht.
Für eine alkoholfreie Variante kann ungesüßter Apfelsaft verwendet werden. Die Brühe wird dadurch süßer und verliert etwas von der trockenen Cidre-Note.
Die Brotmenge gut ausdrücken, die Fischmasse kühlen, gleichmäßig kompakte Bällchen formen und sie anschließend nur in sanft simmernder Brühe gar ziehen lassen.
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