Meeresalgen auswählen
Dulse oder Meersalat geben eine feine maritime Würze. Die getrockneten Algen vor der Verwendung einweichen, gut ausdrücken und fein hacken.
Quenelles aus der Bretagne
Zarte Geflügel-Quenelles mit fein gehackten Meeresalgen werden pochiert und mit einer cremigen Sauce aus grauen Garnelen serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Quenelles de volaille terre-mer verbinden eine zarte Geflügelmasse mit fein geschnittenen Meeresalgen und einer cremigen Sauce aus grauen Garnelen. Die bretonisch eingeordnete Variante bringt Land- und Küstenaromen in eine klare, pochierte Zubereitung. Die Nocken werden erst in Salzwasser gegart und anschließend in der Sauce angerichtet.
Die Quenelles sind weich, saftig und feinporig. Die Sauce ist cremig und vollmundig, mit einer milden Meeresnote, zarter Zitronenfrische und kleinen, angenehm bissfesten Garnelen.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Meeresalgen in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. Anschließend abgießen, gut ausdrücken und fein hacken.
Milch und Butter in einem kleinen Topf erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Das Weißbrot darin kurz einweichen. Das Mehl auf einmal einrühren und die Masse bei mittlerer Hitze kräftig rühren, bis sie sich als glatter Kloß vom Topfboden löst. Die Panade auf einen Teller geben und etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse löst sich als glatter Kloß vom Topfboden.
Das kalte Hähnchenfleisch mit Salz und weißem Pfeffer in einem kräftigen Mixer kurz fein zerkleinern. Ei und kalte Sahne zufügen und nur so lange mixen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die abgekühlte Panade und die gehackten Algen unterarbeiten, ohne die Farce unnötig lange zu erwärmen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig und fein, ohne warm oder flüssig zu wirken.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Die Quenellemasse abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Währenddessen die Schalotte für die Sauce fein würfeln.
Daran erkennst du es: Die Farce ist gut gekühlt und lässt sich anschließend sauber abstechen.
Wichtig: Die rohe Geflügelfarce während der gesamten Ruhezeit gekühlt halten.
Die Butter in einem Topf schmelzen und die Schalotte darin 3 Minuten glasig dünsten. Das Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und etwa zur Hälfte einkochen lassen. Fischfond und Sahne angießen und die Sauce 8–10 Minuten bei kleiner Hitze sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und bleibt glatt.
Die Hälfte der grauen Garnelen in die Sauce geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Zitronensaft, Salz und Pfeffer einrühren. Die Sauce bei sehr kleiner Hitze warm halten, aber nicht mehr stark kochen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und cremig, ohne stark zu kochen.
Wasser, Salz und Lorbeerblatt in einem breiten Topf auf 80–85 °C erhitzen. Das Wasser soll heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Das Wasser ist heiß und zeigt keine starke sprudelnde Bewegung.
Wichtig: Vorsicht beim Arbeiten mit heißem Wasser.
Zwei Esslöffel in heißes Wasser tauchen und aus der Quenellemasse längliche Nocken abstechen. Je nach Löffelgröße etwa 12 Quenelles formen und portionsweise in das heiße Wasser gleiten lassen. Die Nocken 12–15 Minuten pochieren und nach etwa 7 Minuten vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Die Quenelles sind fest geworden und vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Geflügelmasse vollständig durchgaren; bei Unsicherheit eine Quenelle öffnen und die Mitte prüfen.
Die fertigen Quenelles mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen. Die restlichen grauen Garnelen in die Sauce geben und 2 Minuten darin erwärmen.
Daran erkennst du es: Die Garnelen sind durchgehend heiß, ohne hart zu werden.
Die Quenelles auf vorgewärmte Teller verteilen, mit der Garnelensauce überziehen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Quenelles sind heiß angerichtet und die Sauce liegt cremig darüber.
Gut zu wissen
Dulse oder Meersalat geben eine feine maritime Würze. Die getrockneten Algen vor der Verwendung einweichen, gut ausdrücken und fein hacken.
Wenn graue Garnelen nicht erhältlich sind, eignen sich kleine gekochte Nordseegarnelen. Die Sauce wird damit milder und etwas weniger salzig.
Ein klarer Fischfond unterstützt die maritime Note der Garnelensauce und sollte ungewürzt oder nur mild gesalzen sein.
Die Algenwürze schmeckt stärker geröstet und weniger pflanzlich.
Nori fein zerbröseln und ohne vorheriges Einweichen unter die fertige Farce mischen.
Die Sauce wird milder und etwas weniger salzig.
Die Nordseegarnelen wie die grauen Garnelen in zwei Portionen teilen: eine Hälfte pürieren und die andere Hälfte am Ende in der Sauce erwärmen.
Sehr kaltes Hähnchen und kalte Sahne verwenden, nur kurz mixen und die Masse vor dem Formen kühlen.
Die Masse erneut gut kühlen und beim Pochieren besonders sanft behandeln.
Das Wasser auf 80–85 °C halten und nicht sprudelnd kochen lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und die restlichen Quenelles portionsweise in ruhigerem Wasser pochieren.
Nach dem Pürieren nur bei sehr kleiner Hitze warm halten.
Die Sauce vom Herd nehmen und mit einem kleinen Schuss Sahne glätten.
Die Löffelgröße möglichst konstant halten und die Masse portionsweise abstechen.
Größere Quenelles etwas länger pochieren und die Garprobe in der Mitte durchführen.
Häufig gefragt
Dulse oder Meersalat passen besonders gut. Als Alternative sind 2 g fein zerbröseltes Nori vorgesehen; es schmeckt stärker geröstet und weniger pflanzlich.
Ja. Verwende 180 g kleine gekochte Nordseegarnelen. Die Sauce wird damit milder und etwas weniger salzig.
Sie sind fest geworden und vollständig durchgegart. Bei Unsicherheit eine Quenelle aus dem Wasser nehmen und in der Mitte öffnen.
Die Sauce lässt sich während der 30-minütigen Ruhezeit der Quenellemasse zubereiten.
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