Broyé du Poitou

Große Buttergalette

Eine große, mürbe Buttergalette aus dem historischen Poitou: Der zarte Teig aus Weizenmehl, Butter, Zucker, Crème fraîche und Ei wird gebacken, vollständig abgekühlt und anschließend traditionell in unregelmäßige Stücke gebrochen.

Zum Rezept
Broyé du Poitou – die buttrige Galette zum Brechen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 65 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 1 Galette, etwa 10 bis 12 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die weiche Butter wird nur so lange mit den übrigen Zutaten vermengt, bis ein homogener Mürbeteig entsteht.
  • Die 20-minütige Kühlzeit erleichtert das Formen und unterstützt eine gleichmäßige Galette.
  • Das dünne Ausrollen und Backen bei 200 °C sorgt für goldbraune Ränder und eine mürbe, leicht brechende Struktur.
  • Das abschließende Brechen bewahrt die charakteristische rustikale Form des Gebäcks.

Der Broyé du Poitou ist ein schlichtes, buttriges Feingebäck aus dem historischen Poitou, das heute zur Nouvelle-Aquitaine gehört. Die Galette wird nicht in saubere Stücke geschnitten, sondern nach dem Abkühlen mit einem kräftigen Schlag gebrochen und geteilt.

Goldbraune, leicht glänzende Oberfläche mit feinem Rautenmuster; die Galette ist mürbe, buttrig und zart-knusprig an den Rändern, mit einer trockenen, brüchigen Struktur, die beim Brechen unregelmäßige Stücke ergibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Weizenmehl, Zucker und Salz in der großen Rührschüssel gleichmäßig vermischen.

  2. Butter einarbeiten

    Die weiche Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis eine krümelige, gleichmäßig sandige Mischung entsteht.

    Daran erkennst du es: Die Mischung wirkt gleichmäßig krümelig und sandig.

    • Die Butter nicht erwärmen oder schmelzen, damit der Teig mürbe bleibt.
  3. Teig herstellen

    Crème fraîche und Eiweiß hinzufügen. Alles nur so lange verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Nicht länger als nötig kneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist verbunden und homogen, ohne unnötig lange bearbeitet zu sein.

    • Kurzes Kneten verhindert, dass der Teig unnötig fest wird.
  4. Teig kühlen

    Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Backpapier wickeln und 20 Minuten kühl stellen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigscheibe ist gekühlt und lässt sich anschließend formen.

  5. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen die runde Form oder das Pizzablech mit Backpapier auslegen.

    200 °C
    • Die Form vollständig mit Backpapier auslegen, damit sich die Galette später leichter lösen lässt.

    Wichtig: Beim Arbeiten mit dem vorgeheizten Backofen und der heißen Form Ofenhandschuhe verwenden.

  6. Galette formen

    Den Teig auf dem Backpapier zu einer gleichmäßigen runden Galette von etwa 1 cm Dicke drücken oder ausrollen. In die Form legen und die Oberfläche mit einer Gabel in einem einfachen Rautenmuster einstechen.

    Daran erkennst du es: Die Galette ist gleichmäßig rund und ungefähr 1 cm dick.

    • Auf eine möglichst gleichmäßige Dicke achten, damit die Ränder nicht deutlich früher bräunen als die Mitte.
  7. Bestreichen

    Das Eigelb mit dem Wasser in der kleinen Schüssel glatt verrühren und die Oberfläche dünn damit bestreichen.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist dünn und gleichmäßig mit Eigelb bestrichen.

    • Nur dünn bestreichen, damit das Rautenmuster sichtbar bleibt und die Oberfläche gleichmäßig bräunt.
  8. Goldbraun backen

    Die Galette auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen, bis die Ränder und die Oberfläche goldbraun sind.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Ränder und Oberfläche sind goldbraun.

    • Gegen Ende der Backzeit die Bräunung prüfen, da die tatsächliche Dauer je nach Ofen variieren kann.

    Wichtig: Die heiße Form nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.

  9. Abkühlen und brechen

    Die Galette auf dem Blech vollständig abkühlen lassen. Erst danach aus der Form nehmen und mit einem kräftigen Schlag in der Mitte in unregelmäßige Stücke brechen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Galette ist vollständig abgekühlt und lässt sich in unregelmäßige Stücke brechen.

    • Die Galette erst nach dem vollständigen Abkühlen lösen und brechen, damit sie ihre typische mürbe Struktur entwickelt.

    Wichtig: Vor dem Brechen vollständig abkühlen lassen, um Verbrennungen und Bruch durch heiße, instabile Krume zu vermeiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig nur kurz kneten: Sobald Crème fraîche und Eiweiß eingearbeitet sind und ein homogener Teig entstanden ist, nicht weiterkneten.
  • Vollständig abkühlen lassen: Das Brechen ist der letzte Schritt. Die Galette erst nach der vollständigen Abkühlung aus der Form nehmen und teilen.

Zutatenwissen

Buttertemperatur

Die Butter soll weich, aber nicht geschmolzen sein. So lässt sie sich einarbeiten, ohne die mürbe Struktur des Teigs zu beeinträchtigen.

Ei aufteilen

Das Eiweiß wird in den Teig eingearbeitet; das Eigelb wird separat mit Wasser verrührt und zum Bestreichen verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Galette wird fest statt mürbe.

Nur bis zu einem homogenen Teig verkneten und anschließend direkt kühlen.

Den Teig vor dem Formen erneut kühlen; eine bereits zu fest ausgebackene Galette lässt sich nicht vollständig zurückverwandeln.

Die Galette bräunt ungleichmäßig.

Beim Drücken oder Ausrollen auf eine gleichmäßige runde Scheibe achten.

Bei beginnender ungleichmäßiger Bräunung die Formposition prüfen und die Galette bis zur goldbraunen Oberfläche weiterbacken.

Die Galette zerfällt oder bricht unkontrolliert.

Mindestens 45 Minuten abkühlen lassen und erst danach brechen.

Die Stücke vorsichtig auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Traditionell brechen und teilen: Die vollständig abgekühlte Galette in der Mitte mit einem kräftigen Schlag brechen und die unregelmäßigen Stücke gemeinsam teilen.
  • Als rustikale Galette servieren: Die Bruchstücke auf einer Platte anrichten und die charakteristische unregelmäßige Form bewusst sichtbar lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Butter und Crème fraîche sind Milchprodukte.
  • Eier: enthält · Das Eiweiß wird im Teig und das Eigelb zum Bestreichen verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird der Broyé du Poitou gebrochen und nicht geschnitten?

Die Galette wird nach dem vollständigen Abkühlen traditionell in der Mitte gebrochen. Dadurch entstehen unregelmäßige Stücke, die den charakteristischen rustikalen Servierstil ausmachen.

Wie dick soll die Galette sein?

Der Teig wird zu einer gleichmäßigen runden Galette von etwa 1 cm Dicke geformt.

Wann darf die Galette gebrochen werden?

Erst nach dem vollständigen Abkühlen auf dem Blech, mindestens 45 Minuten nach dem Backen.

Kann statt einer Backform ein Pizzablech verwendet werden?

Ja. Im Rezept ist alternativ eine runde Form oder ein Pizzablech mit 30 cm Durchmesser vorgesehen.

Aus unserer Küche

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