Bugnes lyonnaises

Lyoner Karnevalsgebäck

Hauchdünn ausgezogene, knusprig frittierte Knoten aus dem Lyonnais mit Zitronen- und Orangenschale, bestäubt mit Puderzucker.

Zum Rezept
Bugnes lyonnaises: hauchdünne Knoten aus dem Lyonnais
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 15 Min.
Menge Bugnes
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Ruhen im Kühlschrank macht den Teig geschmeidig und erleichtert das sehr dünne Ausrollen.
  • Die Teigstücke werden nur kurz frittiert und bleiben dadurch leicht, knusprig und hell goldgelb.
  • Zitronen- und Orangenschale geben dem schlichten Teig ein frisches Zitrusaroma.
  • Die Knotenform schafft knusprige Kanten und eine lockere, zarte Mitte.

Bugnes lyonnaises sind dünn ausgezogene, knusprig frittierte Teiggebäcke aus dem Lyonnais. Diese hefefreie Hausversion wird mit Zitronen- und Orangenschale aromatisiert, zu kleinen lockeren Knoten geformt und frisch mit Puderzucker serviert.

Die Bugnes sind hauchdünn, splittrig-knusprig und hell goldgelb. Zitrone und Orange duften frisch, während Puderzucker eine feine, süße Oberfläche bildet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Weizenmehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Zitronen- und Orangenschale hinzufügen.

  2. Teig kneten

    Die Eier einzeln einarbeiten. Dann die weiche Butter und den Rum dazugeben und alles 5 bis 8 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und geschmeidig.

    • Die Eier nacheinander vollständig einarbeiten, bevor das nächste Ei dazukommt.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer flachen Kugel formen, abdecken und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gut gekühlt und lässt sich anschließend ausrollen.

    • Die flache Form kühlt den Teig gleichmäßiger und erleichtert das spätere Ausrollen.
  4. Öl erhitzen

    Das Öl in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf 170 °C erhitzen. Die Temperatur während des Frittierens möglichst zwischen 165 und 175 °C halten.

    170 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl erreicht 170 °C und bleibt beim Frittieren möglichst zwischen 165 und 175 °C.

    • Das Thermometer so positionieren, dass es nicht den Boden des Topfs berührt.

    Wichtig: Heißes Öl nie unbeaufsichtigt lassen und Wasser vom Frittiergefäß fernhalten.

  5. Teig ausrollen und Knoten formen

    Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 1 bis 2 mm dünn ausrollen. In Rauten von etwa 8 bis 10 cm Kantenlänge schneiden. Jede Raute in der Mitte 2 bis 3 cm einschneiden und eine Ecke durch den Schnitt ziehen, sodass ein lockerer Knoten entsteht.

    Daran erkennst du es: Die Teigstücke sind sehr dünn ausgerollt und locker verknotet.

    • Die Knoten nicht zu fest ziehen, damit sie sich beim Frittieren locker entfalten können.
  6. Bugnes frittieren

    Jeweils nur wenige Bugnes vorsichtig in das heiße Öl geben. Die Stücke etwa 30 bis 45 Sekunden pro Seite frittieren, bis sie hell goldgelb und knusprig sind. Bei zu starker Bräunung die Temperatur leicht reduzieren.

    2 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Bugnes sind hell goldgelb und knusprig.

    • Nur wenige Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur nicht zu stark absinkt.

    Wichtig: Die Bugnes vorsichtig ins Öl geben, um Spritzer zu vermeiden.

  7. Abtropfen lassen

    Die Bugnes mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und auf Küchenpapier legen. Mit den übrigen Teigstücken ebenso verfahren.

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Bugnes liegen auf Küchenpapier.

    Wichtig: Beim Herausheben Abstand zum heißen Öl halten.

  8. Bestäuben und servieren

    Die Bugnes vollständig oder lauwarm mit Puderzucker bestäuben und möglichst frisch servieren.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Puderzucker bestäubt.

    • Für eine besonders feine Oberfläche den Puderzucker erst kurz vor dem Servieren aufstreuen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf die Teigdicke achten: Die Bugnes werden besonders knusprig, wenn der Teig tatsächlich 1 bis 2 mm dünn ausgerollt wird.
  • Öltemperatur stabil halten: Zu kaltes Öl macht die Bugnes fettig, zu heißes Öl lässt sie zu schnell bräunen. Deshalb nur wenige Stücke pro Charge frittieren.
  • Frisch genießen: Bugnes schmecken am besten vollständig oder lauwarm mit Puderzucker.

Zutatenwissen

Nur fein abreiben

Die Zitrusfrüchte werden fein abgerieben, damit sich das Aroma gleichmäßig im Teig verteilt.

Butter weich verwenden

Weiche Butter lässt sich beim Kneten gleichmäßig in den Teig einarbeiten.

Ölmenge ans Gefäß anpassen

Die angegebene Ölmenge ist eine Spanne, weil Topfgröße und Füllhöhe den Bedarf bestimmen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bugnes werden eher zäh als hauchdünn und knusprig.

Jede Teigportion auf 1 bis 2 mm ausrollen.

Die noch nicht frittierten Teigstücke vorsichtig weiter ausrollen.

Die Bugnes bräunen zu schnell und werden dunkel, bevor sie knusprig sind.

Die Temperatur mit dem Thermometer kontrollieren und möglichst zwischen 165 und 175 °C halten.

Die Temperatur leicht reduzieren und erst weiterfrittieren, wenn sie sich stabilisiert hat.

Die Bugnes saugen mehr Öl auf und garen ungleichmäßig.

Nur wenige Bugnes pro Charge frittieren.

Die nächsten Chargen kleiner anlegen und die Öltemperatur wieder auf etwa 170 °C bringen.

Die Bugnes entfalten sich nicht locker und wirken kompakt.

Die Ecke nur locker durch den mittigen Schnitt ziehen.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die Bugnes vollständig oder lauwarm großzügig mit Puderzucker bestäuben und möglichst frisch servieren.
  • Zum Frühstück: Die knusprigen Bugnes passen als süßes Frühstücksgebäck oder als kleine Zwischenmahlzeit.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den abgedeckten Teig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und anschließend direkt ausrollen, formen und frittieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl ist eine Hauptzutat.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält vier Eier.
  • Milch: enthält · Butter ist Bestandteil des Teigs.

Lebensmittelsicherheit

  • Sicheres Frittieren: Heißes Öl beim Erhitzen und Frittieren nie unbeaufsichtigt lassen. Die Bugnes vorsichtig einlegen und nur wenige Stücke gleichzeitig frittieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Bugnes in einer Fritteuse zubereiten?

Ja. Eine Fritteuse mit Thermometer eignet sich ebenso wie ein großer Topf. Die Öltemperatur möglichst zwischen 165 und 175 °C halten.

Wie dünn muss der Teig ausgerollt werden?

Die Teigportionen werden auf etwa 1 bis 2 mm ausgerollt. Dadurch werden die Bugnes besonders leicht und knusprig.

Wie viele Bugnes kommen gleichzeitig ins Öl?

Jeweils nur wenige Stücke, damit die Öltemperatur möglichst stabil bleibt und die Bugnes gleichmäßig ausbacken.

Was kann ich tun, wenn die Bugnes zu schnell dunkel werden?

Die Öltemperatur leicht reduzieren und beim nächsten Durchgang wieder möglichst im Bereich von 165 bis 175 °C frittieren.

Aus unserer Küche

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