Crème caramel – zarte Vanillecreme mit Karamellsauce

Französisches Löffeldessert

Klassische Crème caramel aus sanft gestockter VanilleDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden.-Eiermilch und goldbraunem Karamell. Das Dessert wird gut gekühlt und mit der beim Stürzen gelösten Karamellsauce serviert.

Zum Rezept
Crème caramel – zarte Vanillecreme mit Karamellsauce
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 4 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Std. 45 Min.
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Wasserbad schützt die Eiermilch vor zu starker direkter Hitze und sorgt für ein gleichmäßiges Stocken.
  • Das langsame Einrühren der warmen Milch verhindert, dass die Eier ausflocken.
  • Durch die lange Kühlzeit wird die Creme fest genug zum Stürzen und entwickelt eine besonders glatte Konsistenz.
  • Der Karamell wird direkt in der Form verteilt und bildet beim Stürzen zugleich die Sauce.

Crème caramel verbindet eine glatte, zarte Vanillecreme mit einer fließenden Karamellsauce. Die Eiermilch wird behutsam im Wasserbad gebacken, damit sie gleichmäßig stockt und ihre seidige Textur behält. Nach dem vollständigen Durchkühlen lässt sich das Dessert stürzen, sodass die Sauce über die Oberfläche läuft.

Die Crème caramel ist kühl, glatt und zart schmelzend. Sie schmeckt deutlich nach Vanille und Ei, während der goldbraune Karamell eine tiefe, leicht bittersüße Note und eine glänzende Sauce beisteuert.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die größere Form für das Wasserbad bereitstellen.

    160 °C
    • Die Wasserbadform sollte ausreichend groß sein, damit die Puddingform später sicher steht.
  2. Karamell herstellen

    Zucker und Wasser in den kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze erhitzen. Sobald der Zucker schmilzt, den Topf gelegentlich vorsichtig schwenken, aber nicht mit einem Löffel rühren. Den Karamell goldbraun werden lassen und sofort in die Puddingform gießen. Die Form vorsichtig drehen, damit der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Der Karamell ist goldbraun, bevor er in die Form gegossen wird.

    • Den Topf nur vorsichtig schwenken, damit der Karamell nicht spritzt.
    • Der Karamell dunkelt nach dem Erhitzen noch leicht nach.

    Wichtig: Geschmolzener Karamell ist extrem heiß und kann schwere Verbrennungen verursachen. Nicht probieren und beim Eingießen besonders vorsichtig arbeiten.

  3. Vanillemilch ziehen lassen

    Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark und Schote in einem Topf erhitzen, bis die Milch dampft, aber nicht sprudelnd kocht. Vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Milch dampft, kocht aber nicht sprudelnd.

    • Sanftes Erhitzen bewahrt das feine Vanillearoma und verhindert ein Überkochen.
  4. Eiermischung verrühren

    Eier, Eigelb und Zucker in einer Schüssel mit einem Schneebesen glatt verrühren. Nicht schaumig schlagen, damit möglichst wenig Luft in die Creme gelangt.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt und gleichmäßig, aber nicht schaumig.

    • Ruhig und gleichmäßig verrühren, statt Luft unterzuheben.
  5. Creme mischen und sieben

    Die Vanilleschote aus der Milch nehmen. Die warme Milch langsam unter ständigem Rühren zur Eiermischung gießen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb in einen Messbecher gießen und anschließend vorsichtig in die karamellisierte Form füllen.

    Daran erkennst du es: Die Eiermilch ist glatt und frei von Schalen- oder Vanillerückständen.

    • Die Milch langsam zugießen, damit das Ei nicht durch die Wärme stockt.
    • Das Sieben verbessert die glatte Textur der fertigen Creme.
  6. Wasserbad vorbereiten

    Die Form in die größere Form stellen und so viel heißes Wasser angießen, dass die Puddingform etwa bis zur halben Höhe im Wasser steht. Das Wasserbad vorsichtig in den Backofen schieben.

    • Das Wasser möglichst erst nahe am Backofen einfüllen, damit beim Tragen nichts überschwappt.

    Wichtig: Mit heißem Wasser und der schweren Form vorsichtig arbeiten. Beim Einschieben Spritzwasser und Dampf vermeiden.

  7. Crème caramel backen

    Die Crème caramel 50–60 Minuten bei 160 °C backen. Sie ist fertig, wenn die Oberfläche gesetzt ist und die Mitte beim leichten Rütteln noch sanft zittert. Das Wasser darf während des Backens nicht sprudelnd kochen.

    55 Minuten 160 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gesetzt, die Mitte zittert beim leichten Rütteln noch sanft.

    • Nicht nur nach der Uhr backen, sondern die Garprobe beachten.
    • Sprudelndes Wasserbad kann die Creme grobporig machen.

    Wichtig: Die Formen und das Wasserbad sind sehr heiß. Zum Herausnehmen geeignete Ofenhandschuhe verwenden.

  8. Abkühlen und kühlen

    Die Puddingform aus dem Wasserbad nehmen und die Creme etwa 45 Minuten abkühlen lassen. Danach mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.

    4 Std. 45 Min.

    Daran erkennst du es: Die Creme ist vollständig durchgekühlt und fest genug zum Stürzen.

    • Die Form vor dem Kühlen nicht luftdicht verschließen, solange die Creme noch deutlich warm ist.
    • Für besonders sicheres Stürzen die Creme über Nacht kühlen.
  9. Stürzen und servieren

    Zum Stürzen mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren. Den Boden der Form wenige Sekunden in warmes Wasser tauchen, einen tiefen Teller auflegen und die Form zügig umdrehen. Die Karamellsauce aus der Form über die Creme laufen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Creme löst sich und steht auf dem Teller, während die Karamellsauce darüberläuft.

    • Nur den Boden kurz erwärmen; zu heißes Wasser kann die äußere Cremeschicht weich machen.
    • Zügig stürzen, damit die Sauce in den Teller läuft.

    Wichtig: Beim Erwärmen und Umdrehen der Form vorsichtig vorgehen und darauf achten, dass kein warmes Wasser in den Servierteller gelangt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warum das Wasserbad wichtig ist: Das Wasserbad verteilt die Hitze sanfter als direkte Ofenhitze und hilft, eine glatte, zarte Creme ohne grobe Poren zu erhalten.
  • Karamellfarbe beobachten: Der Karamell sollte goldbraun sein. Wird er zu dunkel, schmeckt die Sauce deutlich bitterer.
  • Vollständig kühlen: Die Creme muss vor dem Stürzen ausreichend fest und durchgekühlt sein. Eine zu kurze Kühlzeit erhöht das Risiko, dass sie bricht.

Zutatenwissen

Vanillemark und Schote verwenden

Mark und Schote geben gemeinsam Aroma an die Milch ab. Die Schote wird vor dem Vermischen mit der Eiermischung entfernt.

Nicht schaumig schlagen

Wenig eingearbeitete Luft unterstützt die glatte Oberfläche der Crème caramel.

Zucker getrennt behandeln

Die 120 g Zucker sind ausschließlich für den Karamell in der Form vorgesehen. Die 100 g Zucker süßen die Vanillecreme und werden nicht mit dem Karamellzucker vermischt.

Sinnvolle Alternativen

Laktosefreie Vollmilch

Die Konsistenz bleibt bei vergleichbarem Fettgehalt weitgehend gleich; der Geschmack kann etwas süßer wirken.

Die Vollmilch im gleichen Volumen durch laktosefreie Vollmilch ersetzen und wie im Rezept erwärmen.

Vanilleextrakt

Das Vanillearoma ist meist etwas weniger rund und die charakteristischen Vanillepunkte fehlen.

Vanilleextrakt erst nach dem Erwärmen in die Milch geben. Die 10-minütige Ziehzeit mit der Schote entfällt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Karamell schmeckt bitter oder ist sehr dunkel.

Den Karamell aufmerksam beobachten und sofort vom Herd nehmen sowie in die Form gießen, sobald er goldbraun ist.

Bei deutlich verbranntem Karamell die Karamellschicht verwerfen und mit sauberem Topf und Form neu beginnen.

Die Creme enthält Ei- oder Klümpchen.

Die Milch langsam in dünnem Strahl unter ständigem Rühren einarbeiten und vorher durch ein Sieb gießen.

Solange die Mischung noch nicht gebacken ist, durch ein feines Sieb passieren. Bereits gestockte Klümpchen lassen sich nicht vollständig entfernen.

Die Oberfläche ist porig statt glatt.

Nur glatt verrühren und das Wasserbad während des Backens nicht sprudelnd kochen lassen.

Eine porige Oberfläche lässt sich nach dem Backen nicht vollständig glätten; beim Servieren kann sie durch die Sauce kaschiert werden.

Die Crème caramel lässt sich nicht sauber stürzen.

Mindestens 4 Stunden kühlen, möglichst über Nacht, und vor dem Stürzen die feste Mitte prüfen.

Die Form erneut kühlen und erst danach nochmals stürzen. Falls die Creme sehr weich bleibt, portionsweise aus der Form löffeln.

Die Creme bricht beim Stürzen.

Nur vorsichtig am Rand entlangfahren, den Boden wenige Sekunden erwärmen und zügig stürzen.

Bruchstücke vorsichtig auf dem Teller zusammensetzen und reichlich Karamellsauce darübergeben.

Varianten

Orangen-Crème-caramel

Eine fruchtig aromatisierte Variante mit feiner Orangennote in der Milch.

Kaffee-Crème-caramel

Eine Variante mit kräftiger Kaffeearomatik, die gut zum Karamell passt.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch gut gekühlt: Die Crème caramel direkt aus dem Kühlschrank stürzen und mit der gesamten Karamellsauce servieren.
  • Leicht temperiert: Für ein weicheres Mundgefühl die gestürzte Crème caramel vor dem Servieren kurz temperieren lassen, ohne sie längere Zeit warm stehen zu lassen.
  • Mit frischem Obst: Einige säuerliche Beeren oder dünn geschnittene, nicht zu süße Früchte setzen einen frischen Kontrast zur süßen Creme und Sauce.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Einfrieren ist für die glatte, zarte Textur nicht empfohlen; die Creme kann nach dem Auftauen wässrig oder körnig werden.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Die Rezeptur enthält Vollmilch.
  • Eier: enthält · Die Rezeptur enthält ganze Eier und Eigelb.

Lebensmittelsicherheit

  • Sehr heißer Karamell: Geschmolzener Karamell ist extrem heiß. Beim Schwenken und Eingießen nicht probieren und Hautkontakt vermeiden.
  • Heißes Wasserbad: Die mit heißem Wasser gefüllte Form vorsichtig in den Backofen schieben und nach dem Backen mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
  • Eiercreme kühlen: Die gebackene Eiercreme nach dem kurzen Abkühlen wie beschrieben im Kühlschrank fest werden lassen und nicht unnötig lange warm stehen lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann die Crème caramel am Vortag zubereitet werden?

Ja. Sie benötigt ohnehin mindestens 4 Stunden Kühlzeit und kann am besten über Nacht fest werden.

Warum wird die Creme im Wasserbad gebacken?

Das Wasserbad hält die Hitze sanfter und gleichmäßiger. Dadurch stockt die Eiermilch langsamer und bleibt glatter.

Woran erkenne ich, dass die Crème caramel fertig gebacken ist?

Die Oberfläche sollte gesetzt sein, während die Mitte beim leichten Rütteln noch sanft zittert.

Wie lässt sich die Creme leichter stürzen?

Den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen, den Boden der Form wenige Sekunden in warmes Wasser tauchen und die Form zügig auf einen tiefen Teller drehen.

Aus unserer Küche

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