Fouace nantaise

Süßes Hefegebäck · Pays de la Loire

Süßes, sternförmiges Hefegebäck aus Nantes mit sechs abgerundeten Spitzen. Der über Nacht gekühlte Hefeteig wird am nächsten Morgen goldbraun gebacken und ergibt eine weiche, aromatische Fouace zum Teilen.

Zum Rezept
Fouace nantaise: sternförmiges Hefegebäck aus Nantes
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 11 Stunden
Gesamtzeit ca. 12 Std. 14 Min.
Menge 1 Fouace mit 6–8 Stücken
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Übernachtgare entwickelt Aroma und sorgt für eine lockere, weiche Krume.
  • Die weiche Butter wird erst nach den übrigen Teigzutaten eingearbeitet, wodurch ein glatter und elastischer Hefeteig entsteht.
  • Die sechs Kugeln werden zu einem zusammenhängenden Stern angeordnet und prägen die typische Form.
  • Das Bestreichen mit Ei verleiht der Oberfläche beim Backen eine goldbraune Farbe.

Die Fouace nantaise ist ein regional verankertes süßes Hefegebäck aus dem Pays nantais in der Region Pays de la Loire. Ihre charakteristische Form erinnert an einen Stern mit sechs abgerundeten Spitzen. Durch die lange Kühlruhe über Nacht lässt sich das Gebäck entspannt vorbereiten und am nächsten Morgen frisch backen.

Außen goldbraun und zart glänzend, innen weich und elastisch mit feiner Hefeteigstruktur. Die Fouace schmeckt mild süß, buttrig und aromatisch und lässt sich leicht warm oder vollständig ausgekühlt servieren.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig ansetzen und erste Gehzeit

  1. Hefemilch vorbereiten

    Die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erwärmen. Sie soll nur handwarm sein. Die Trockenhefe darin verrühren und etwa 5 Minuten stehen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Milch ist handwarm und nicht heiß.

    • Zu heiße Milch kann die Triebkraft der Hefe beeinträchtigen.
  2. Teig mischen

    Mehl, Zucker und Salz in der großen Schüssel mischen. Eier und die Hefemilch zugeben und alles zu einem groben Teig verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind verbunden und es ist kein loses Mehl mehr sichtbar.

  3. Butter einkneten

    Die weiche Butter portionsweise einkneten. Den Teig anschließend 8–10 Minuten von Hand oder 6–8 Minuten mit der Küchenmaschine kneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer Kugel formen.

    • Die Butter erst nach und nach einarbeiten, damit der Teig gleichmäßig bindet.
  4. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei Raumtemperatur 60–75 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Schüssel locker abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.

Stern formen und über Nacht kühlen

  1. Sechsarmigen Stern formen

    Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der Teigkarte oder einem Messer in sechs möglichst gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel rollen und anschließend leicht länglich zu einer abgerundeten Spitze formen. Die sechs Teigstücke auf Backpapier sternförmig anordnen, die inneren Enden in der Mitte leicht zusammendrücken und sechs deutliche Spitzen stehen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die sechs Teigstücke bilden einen zusammenhängenden Stern mit klar erkennbaren Spitzen.

    • Die sechs Stücke möglichst gleich groß teilen, damit die Spitzen gleichmäßig backen.
  2. Über Nacht ruhen lassen

    Die geformte Fouace locker abdecken und 8–10 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

    10 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Fouace ist durchgekühlt und kann am nächsten Morgen weiterverarbeitet werden.

    • Die Abdeckung darf die aufgehenden Spitzen nicht zusammendrücken.
  3. Auf Raumtemperatur bringen und Ofen vorheizen

    Am nächsten Morgen das Blech aus dem Kühlschrank nehmen und die Fouace 45–60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    60 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Fouace steht nicht mehr eiskalt und der Backofen ist vollständig vorgeheizt.

    • Das Temperieren und Vorheizen können gleichzeitig erfolgen.

    Wichtig: Beim Herausnehmen des Blechs aus dem Kühlschrank auf Kondenswasser und eine standsichere Ablage achten.

Bestreichen, backen und auskühlen

  1. Bestreichen und backen

    Das Ei verquirlen und die Fouace vorsichtig damit bestreichen. Auf mittlerer Schiene 20–25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Wird sie zu schnell dunkel, locker mit Backpapier abdecken.

    25 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun.

    • Das Ei nur vorsichtig auftragen, damit die geformten Spitzen nicht zusammengedrückt werden.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  2. Auskühlen lassen

    Die Fouace 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und weitere 15–20 Minuten ausdampfen lassen. Sie kann noch leicht warm oder vollständig ausgekühlt serviert werden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fouace ist stabil genug zum Umsetzen und gibt keinen starken Dampf mehr ab.

    • Das Ausdampfen auf dem Kuchengitter verhindert, dass die Unterseite durch Kondenswasser weich wird.

    Wichtig: Die Fouace ist direkt nach dem Backen sehr heiß; vor dem Anschneiden ausreichend abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Übernachtgare: Die lange Kühlruhe ist fest in den Ablauf integriert. Die Fouace wird am nächsten Morgen temperiert, während der Backofen vorheizt.
  • Sternform: Die sechs Teigstücke in der Mitte nur leicht zusammendrücken, damit die sechs abgerundeten Spitzen sichtbar bleiben und nicht zu einer runden Teigfläche zusammenwachsen.
  • Oberfläche beobachten: Falls die Fouace vor Ablauf der Backzeit zu dunkel wird, die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Das im Rezept angegebene Weizenmehl Type 550 bildet die Grundlage für den elastischen Hefeteig.

Butter weich vorbereiten

Die Butter sollte weich sein, damit sie portionsweise gleichmäßig in den Teig eingearbeitet werden kann.

Eiergewicht

Die drei Eier entsprechen zusammen etwa 150 g ohne Schale. Dieses Gesamtgewicht hilft beim Skalieren und bei unterschiedlich großen Eiern.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht nur schwach auf.

Die Milch nur handwarm erwärmen und vor der Hefe-Zugabe prüfen.

Den Teig zunächst länger bei Raumtemperatur beobachten. Geht er gar nicht auf, lässt er sich nicht zuverlässig retten.

Die sechs Spitzen backen unterschiedlich stark.

Den Teig möglichst gleichmäßig in sechs Stücke teilen.

Vor dem Backen können größere Stücke noch vorsichtig etwas flacher geformt werden.

Die Oberfläche wird zu dunkel, bevor die Fouace durchgebacken ist.

Die Fouace während der Backzeit beobachten und bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.

Die Fouace abdecken und die Backzeit bis zur goldbraunen Oberfläche fortsetzen.

Servieren und kombinieren

  • Leicht warm servieren: Die Fouace nach dem Ausdampfen noch leicht warm servieren. So kommt die weiche, buttrige Krume besonders gut zur Geltung.
  • Vollständig ausgekühlt servieren: Für sauberere Stücke die Fouace vollständig auskühlen lassen und anschließend in sechs bis acht Stücke teilen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Fouace wird nach dem Formen 8–10 Stunden locker abgedeckt im Kühlschrank ruhen gelassen. Am nächsten Morgen 45–60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend backen.

Aufbewahren

Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht oder gut verpackt aufbewahren. Für die beste Krume innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehren.

Vor der Lagerung vollständig auskühlen lassen, damit sich in der Verpackung möglichst wenig Kondenswasser bildet.

Einfrieren

Die vollständig ausgekühlte Fouace in geeignete Gefrierfolie oder einen Gefrierbeutel verpacken und möglichst luftdicht einfrieren.

Bei Raumtemperatur aus der Verpackung genommen auftauen lassen und vor dem Servieren kurz auffrischen.

Die Krume kann nach dem Einfrieren etwas weniger frisch wirken als am Backtag.

Aufwärmen

  • Backofen: Aufgetaute oder gelagerte Stücke kurz im vorgeheizten Backofen erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Enthalten durch Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Enthalten im Hefeteig und in der Ei-Bestreiche.
  • Milch: enthält · Enthalten durch Milch und Butter.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann der Teig wirklich über Nacht im Kühlschrank bleiben?

Ja. Die geformte Fouace ruht 8–10 Stunden locker abgedeckt im Kühlschrank und wird am nächsten Morgen vor dem Backen 45–60 Minuten bei Raumtemperatur temperiert.

Wie bekommt die Fouace ihre Sternform?

Der Teig wird in sechs möglichst gleich große Stücke geteilt. Jedes Stück wird zu einer Kugel und anschließend zu einer abgerundeten Spitze geformt. Die sechs Stücke werden sternförmig angeordnet und in der Mitte leicht zusammengedrückt.

Was kann ich tun, wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird?

Die Fouace locker mit Backpapier abdecken und die Backzeit fortsetzen, bis sie vollständig gebacken und goldbraun ist.

Wie wird die Fouace am besten serviert?

Sie kann nach dem Ausdampfen noch leicht warm oder vollständig ausgekühlt serviert werden.

Aus unserer Küche

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