Cassis auswählen
Frische oder tiefgekühlte schwarze Johannisbeeren funktionieren. Tiefgekühlte Beeren sind außerhalb der Saison meist leichter erhältlich und sollten vor dem Pürieren leicht antauen.
Vacherin glacé aus Burgund
Ein festliches französisches Eisdessert aus cremigem Cassissorbet, knusprigen Meringueböden und frisch aufgeschlagener Chantilly. Der Vacherin wird geschichtet, vollständig durchgefroren und direkt aus dem Gefrierfach portioniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Vacherin glacé au cassis verbindet säuerlich-frisches Cassissorbet mit luftiger, knuspriger Meringue und einer kühlen Chantillyhaube. Die einzelnen Komponenten lassen sich gut vorbereiten, bevor sie im Tortenring zu einem klar geschichteten Dessert zusammengesetzt werden.
Dunkelviolettes, fruchtig-säuerliches Sorbet trifft auf süße, leicht karamellig duftende Meringue mit knusprigen Rändern und eine weiche, kühle Chantillyhaube.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und drei Kreise mit 18 cm Durchmesser aufzeichnen.
Das Eiweiß steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt und stabile Spitzen bildet. Speisestärke und 5 ml Zitronensaft vorsichtig unterheben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glänzend und hält stabile Spitzen.
Die Meringuemasse auf die drei aufgezeichneten Kreise verteilen und glatt streichen. Im unteren Drittel des Ofens etwa 1 Stunde 45 Minuten trocknen lassen. Den Ofen ausschalten und die Böden bei leicht geöffneter Tür vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Böden sind trocken und lassen sich vorsichtig vom Backpapier lösen.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Backofens vorsichtig vorgehen.
Wasser und Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Den Sirup vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Keine Zuckerkristalle sind mehr sichtbar.
Wichtig: Heißen Sirup vorsichtig handhaben.
Cassis mit dem abgekühlten Sirup und 15 ml Zitronensaft fein pürieren. Die Mischung durch ein feines Sieb streichen, damit Kerne und Schalen zurückbleiben. Die Sorbetbasis mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen.
Daran erkennst du es: Die Sorbetbasis ist vollständig durchgekühlt.
Die kalte Sorbetbasis in der Eismaschine in etwa 25 bis 35 Minuten cremig frieren. Ohne Eismaschine die Basis in eine flache Metallschale geben und 4 bis 5 Stunden einfrieren. Während der ersten 3 Stunden alle 30 Minuten kräftig durchrühren oder kurz mixen, bis das Sorbet gleichmäßig cremig gefroren ist.
Daran erkennst du es: Das Sorbet ist cremig gefroren und lässt sich verstreichen.
Den Tortenring mit einem Streifen Backpapier oder Folie auslegen und auf eine flache Platte setzen. Einen Meringueboden hineinlegen. Die Hälfte des leicht angetauten Cassissorbet darauf verteilen und glatt streichen.
Daran erkennst du es: Die erste Sorbetschicht ist gleichmäßig verteilt.
Den zweiten Meringueboden auflegen, das restliche Cassissorbet darauf verteilen und mit dem dritten Boden abschließen.
Daran erkennst du es: Der dritte Meringueboden liegt eben auf der zweiten Sorbetschicht.
Den Vacherin mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Gefrierfach durchfrieren lassen.
Daran erkennst du es: Der Vacherin ist vollständig fest und lässt sich aus dem Ring lösen.
Die kalte Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Den Vacherin 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen, aus dem Ring lösen und mit der Chantillyhaube servieren.
Daran erkennst du es: Die Sahne ist standfest und der Vacherin lässt sich schneiden, ohne zu schmelzen.
Wichtig: Die Sahne bis zum Aufschlagen und Servieren durchgehend kalt halten.
Gut zu wissen
Frische oder tiefgekühlte schwarze Johannisbeeren funktionieren. Tiefgekühlte Beeren sind außerhalb der Saison meist leichter erhältlich und sollten vor dem Pürieren leicht antauen.
Für die stabile Meringue das Eiweiß nach Gewicht abmessen. Die Angabe von etwa vier Eiweiß dient nur als Orientierung.
Sehr kalte Schlagsahne lässt sich schneller und stabiler aufschlagen. Schüssel und Rührbesen können zusätzlich vorgekühlt werden.
Das Sorbet wird milder und weniger säuerlich; Farbe und Fruchtcharakter verändern sich deutlich.
Brombeeren wie Cassis pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Den Zitronensaft nach Geschmack beibehalten, um die Frische zu erhalten.
Die Chantilly kann etwas süßer oder vanilliger schmecken und eine andere Standfestigkeit haben.
Eine ausdrücklich zum Aufschlagen geeignete pflanzliche Schlagcreme verwenden und nach Packungsanleitung mit dem Puderzucker aufschlagen.
Die Chantilly kann etwas weniger glatt werden, wenn der Zucker nicht fein genug gemahlen ist.
Kristallzucker sehr fein mahlen oder vollständig in einem kleinen Teil der Sahne lösen und die Mischung anschließend gut kühlen, bevor die Sahne aufgeschlagen wird.
Das Eiweiß zunächst ohne Zucker aufschlagen und den Zucker dann langsam einrieseln lassen.
Wenn die Masse noch nicht auf dem Blech ist, länger aufschlagen. Bereits ausgestrichene, instabile Böden können trotzdem getrocknet werden, werden aber flacher und brüchiger.
Die angegebene Trockenzeit einhalten und die Böden im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen.
Weiche Böden vorsichtig weiter im niedrigen Ofen trocknen, sofern sie noch nicht mit Sorbet geschichtet sind.
Die Basis mindestens 2 Stunden kühlen und beim manuellen Frieren während der ersten 3 Stunden regelmäßig kräftig rühren.
Das Sorbet leicht antauen lassen und kurz durchmixen, bevor es geschichtet wird.
Nur leicht angetautes Sorbet verwenden und zwischen den Arbeitsschritten zügig weiterfrieren.
Den Ring sofort wieder ins Gefrierfach stellen und die Oberfläche nach dem Anfrieren glätten.
Die Komponenten werden als einzelne, portionierte Desserttürmchen statt als großer Vacherin geschichtet.
Die Chantilly wird als glatte Haube aufgetragen, ohne zusätzliche Dekoration, damit Cassis und Meringue optisch im Vordergrund stehen.
Den Vacherin vollständig schichten und über Nacht oder bis zu etwa 24 Stunden vor dem Servieren durchfrieren. Die Chantilly möglichst erst kurz vor dem Servieren aufschlagen.
Den fertigen Vacherin bis zum Servieren gefroren lagern. Zum Anschneiden nur kurz temperieren und nicht längere Zeit im Kühlschrank stehen lassen.
Nach dem Antauen nicht wiederholt vollständig einfrieren, weil die Textur leidet.
Den geschichteten Vacherin im Tortenring gut abgedeckt mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, einfrieren. Für längere Lagerung luftdicht verpacken, um Gefrierbrand zu vermeiden.
10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen, aus dem Ring lösen und anschließend sofort portionieren.
Die Meringue wird bei längerer Lagerung im Gefrierfach allmählich weicher; die beste Textur hat das Dessert innerhalb kurzer Zeit nach dem Durchfrieren.
Häufig gefragt
Ja. Die gekühlte Sorbetbasis in eine flache Metallschale geben und während der ersten 3 Gefrierstunden alle 30 Minuten kräftig durchrühren oder kurz mixen.
Ja. Beide Varianten eignen sich. Tiefgekühlte Beeren vor dem Pürieren leicht antauen lassen.
Der geschichtete Vacherin kann bis zu etwa 24 Stunden vor dem Servieren fertiggestellt und gefroren gelagert werden. Die Chantilly sollte möglichst kurz vor dem Servieren zubereitet werden.
Den Vacherin 10 bis 15 Minuten temperieren lassen, ein Messer kurz in heißes Wasser tauchen, abtrocknen und die Schnitte zwischen den Portionen abwischen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …