Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das Tourieren mit kalter Butter erzeugt eine leicht blättrige, lockere Teigstruktur.
Die grob gehackten Schweinegrattons verteilen würzige, herzhafte Stücke in der Fougasse.
Die länglichen Einschnitte vergrößern die Oberfläche und geben dem Fladenbrot seine typische offene Form.
Diese Fougasse aux grattons verbindet einen elastischen Hefeteig mit kalter Butter, der zweimal touriert wird, mit würzigen Schweinegrattons. Nach dem Füllen werden die Fladen länglich geformt, eingeschnitten und goldbraun gebacken. Lauwarm serviert lassen sich die offenen Stücke besonders gut abbrechen und teilen.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, elastisch und stellenweise blättrig. Die Schweinegrattons sorgen für herzhafte, würzige Bissen mit einer angenehm rustikalen Textur.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Teig herstellen
Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit der weichen Butter zum Mehl geben. Alles zunächst verrühren, dann 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Nicht zu viel zusätzliches Mehl einarbeiten; der Teig darf zunächst leicht weich sein.
2
Teig gehen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel legen und abgedeckt an einem zugfreien Ort etwa 90 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
90 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich sichtbar vergrößert und wirkt luftig.
Eine gleichmäßig warme, zugfreie Umgebung unterstützt die Gehzeit.
3
Teig und Butter kühlen
Den gegangenen Teig vorsichtig flach drücken, abdecken und 30 Minuten kalt stellen. Inzwischen die kalte Butter zwischen zwei Bögen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 18 × 18 cm ausrollen.
30 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig ist gekühlt, die Butterplatte bleibt kalt und formbar.
Die Butter soll formbar, aber nicht weich oder schmierig werden.
4
Erste Tour
Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Quadrat von etwa 25 × 25 cm ausrollen. Die Butter mittig auflegen, die Teigecken darüberklappen und die Ränder gut verschließen. Den Teig zu einem länglichen Rechteck ausrollen und von beiden kurzen Seiten zur Mitte hin dreifach falten. Die gefaltete Teigplatte 20 Minuten kalt stellen.
20 Minuten
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingeschlossen und die Teigplatte lässt sich sauber falten.
Nur mit gleichmäßigem Druck ausrollen, damit die Butterschichten nicht herausgedrückt werden.
5
Zweite Tour
Den Teig mit der geschlossenen Seite nach links erneut zu einem Rechteck ausrollen und ein zweites Mal dreifach falten. Wieder 20 Minuten kalt stellen. Nicht stärker drücken als nötig, damit die Butterschichten erhalten bleiben.
20 Minuten
Daran erkennst du es: Die Teigplatte ist gleichmäßig gefaltet und bleibt kühl, ohne dass Butter austritt.
Wenn der Teig stark zurückspringt, kurz entspannen lassen, statt ihn mit Kraft weiter auszurollen.
6
Füllen und formen
Die Grattons grob hacken und mit dem Pfeffer mischen. Den Teig halbieren. Jede Hälfte zu einem etwa 30 × 18 cm großen Rechteck ausrollen. Jeweils die Hälfte der Grattons auf einer Teighälfte verteilen, die andere Hälfte darüberklappen und die Ränder leicht andrücken. Beide Teigstücke vorsichtig zu länglichen, etwa 1 cm dicken Fladen ausrollen.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Die Füllung ist eingeschlossen und die Fladen sind gleichmäßig dünn.
Die Grattons nicht zu fein zermahlen; grobe Stücke sorgen für den typischen Biss.
7
Fougasses einschneiden
Die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In jeden Fladen mit einem scharfen Messer mehrere längliche Einschnitte setzen, ohne die Außenränder vollständig zu durchtrennen. Die Einschnitte mit den Fingern etwas auseinanderziehen, sodass die typische offene Fougasse-Form entsteht.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Einschnitte sind deutlich geöffnet, die Außenränder bleiben verbunden.
Die Einschnitte nicht zu dicht setzen, damit die Fladen beim Backen zusammenhängend bleiben.
8
Zweite Gehzeit und vorheizen
Die Fougasses abdecken und nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, bei Umluft auf 180 °C.
30 Minuten200 °C
Daran erkennst du es: Die Fladen wirken leicht aufgegangen und der Backofen ist vollständig vorgeheizt.
Das Blech während der Gehzeit zugfrei stehen lassen.
9
Bestreichen und backen
Eigelb und Milch verrühren und die Oberfläche dünn damit bestreichen. Das Blech in die Mitte des heißen Ofens schieben und die Fougasses 20 bis 25 Minuten backen, bis sie gut aufgegangen und goldbraun sind.
25 Minuten200 °C
Daran erkennst du es: Die Fougasses sind gut aufgegangen und gleichmäßig goldbraun gebacken.
Die Fougasses nach Möglichkeit in der Ofenmitte backen, damit die Oberfläche gleichmäßig bräunt.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Ofens und beim Herausnehmen des Blechs vor Verbrennungen schützen.
10
Abkühlen und servieren
Die Fougasses 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und lauwarm in länglichen Stücken servieren. Während dieser kurzen Abkühlzeit kann die Oberfläche etwas stabilisieren, bleibt aber angenehm weich und aromatisch.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Fougasses sind lauwarm und lassen sich in längliche Stücke brechen oder schneiden.
Nicht direkt auf dem heißen Blech auskühlen lassen, damit die Unterseite nicht weich wird.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Butter kalt halten: Beim Tourieren müssen Teig und Butter eine ähnliche, kühle Konsistenz behalten. Wird die Butter weich oder tritt sie aus, die Teigplatte vor dem Weiterarbeiten erneut kühlen.
Teig schonend behandeln: Beim Ausrollen und Formen nur so viel Druck ausüben wie nötig, damit die Butterschichten erhalten bleiben und die Fougasse locker aufgeht.
Lauwarm servieren: Die Fougasse nach dem Backen kurz auf einem Gitter abkühlen lassen und lauwarm servieren. So bleibt sie außen leicht knusprig und innen weich.
Zutatenwissen
Schweinegrattons finden
Schweinegrattons sind in Fett ausgegarte, knusprige Stücke aus Schweinefett und Fleisch. Sie sind am ehesten bei französischen Feinkosthändlern, gut sortierten Metzgereien oder auf Wochenmärkten mit regionaler Charcuterie erhältlich.
Zwei Butterportionen
Die 30 g weiche Butter werden in den Hefeteig eingearbeitet. Die 120 g kalte Butter bleiben getrennt und bilden die Butterschichten beim Tourieren.
Weizenmehl Type 550
Weizenmehl Type 550 ergibt einen elastischen Hefeteig mit ausreichender Stabilität für das Ausrollen und Falten.
Sinnvolle Alternativen
Trockenhefe
Die Gehzeiten können je nach Produkt und Teigtemperatur leicht abweichen.
Trockenhefe mit dem Mehl vermischen oder nach Packungsangabe verwenden. Den Teig nach Volumen und nicht ausschließlich nach Uhrzeit beurteilen.
Ungesüßter Pflanzendrink
Die Oberfläche kann etwas weniger kräftig bräunen, abhängig vom verwendeten Pflanzendrink.
Den Pflanzendrink wie Milch mit dem Eigelb verrühren und die Fougasses dünn bestreichen.
Grob gehackte knusprige Schweinebauch- oder Speckstücke
Die Füllung wird je nach Produkt salziger oder fleischiger; die regionale Originalität verändert sich.
Ein bereits gegartes, gut abgetropftes und grob gehacktes Produkt verwenden. Zusätzliche Salzmenge nicht automatisch erhöhen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Butter tritt beim Ausrollen aus der Teigplatte aus.
Butter und Teig vor dem Tourieren kühl halten, die Butter mittig auflegen und die Ränder sorgfältig verschließen.
Die Teigplatte flach auflegen, sichtbare Butterstellen mit etwas Teig bedecken und alles vor dem Weiterarbeiten erneut kühlen.
Die Fougasse bleibt kompakt und geht kaum auf.
Den Teig glatt und elastisch kneten, beide Gehzeiten einhalten und beim Ausrollen behutsam arbeiten.
Bei nur leicht kompakter Struktur die Fougasse vollständig ausbacken und lauwarm servieren; eine nachträgliche Lockerung ist nicht möglich.
Die Oberfläche bräunt ungleichmäßig oder zu dunkel.
Den Ofen vollständig vorheizen, das Blech mittig einschieben und nur dünn bestreichen.
Bei zu starker Bräunung die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken und fertig backen.
Grattons fallen beim Backen aus den Fladen.
Die Füllung nur auf einer Teighälfte verteilen, die Ränder leicht andrücken und die Einschnitte mit Abstand zum Außenrand setzen.
Herausgefallene Grattons nach dem Backen über die Stücke streuen und die Fougasse trotzdem lauwarm servieren.
Varianten
Mit Kräutern und kräftigerem Pfeffer
Die herzhafte Füllung wird zusätzlich mit einer kleinen Menge getrockneter oder fein gehackter Kräuter aromatisiert.
Kleinere Fougasse-Stücke
Aus dem gleichen Teig mehrere kleinere, längliche Fougasses für ein Buffet oder eine Zwischenmahlzeit formen.
Vegetarische Variante mit knuspriger Füllung
Die Schweinegrattons werden durch eine herzhafte, knusprige pflanzliche Füllung ersetzt. Die Variante ist nicht mehr die regionale Originalzubereitung mit Grattons.
Servieren und kombinieren
Lauwarm in länglichen Stücken: Die Fougasse 10 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen, in längliche Stücke brechen oder schneiden und lauwarm servieren.
Zu Charcuterie und Käse: Die herzhaften Stücke passen zu einer französisch inspirierten Auswahl aus Charcuterie, mildem Käse und eingelegtem Gemüse.
Als Begleiter zu Suppe: Lauwarm servierte Fougasse kann als kräftiger Brotbestandteil zu einer einfachen Gemüse- oder Zwiebelsuppe gereicht werden.
Planen und Reste genießen
Vorbereiten
Den Teig bis einschließlich der zweiten Tour vorbereiten, abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern und vor dem Füllen sowie Formen kurz temperieren lassen. Alternativ die geformten, ungebackenen Fougasses höchstens einige Stunden gekühlt aufbewahren und vor dem Backen die zweite Gehzeit einplanen.
Aufbewahren
Die gebackenen Fougasses vollständig abkühlen lassen und bei Raumtemperatur gut verpackt aufbewahren. Für längere Aufbewahrung im Kühlschrank luftdicht verpacken und vor dem Servieren wieder erwärmen.
Nicht über längere Zeit unbedeckt warm und feucht lagern; Reste nach dem Abkühlen zügig verpacken.
Einfrieren
Die vollständig abgekühlten Fougasses portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend im Ofen kurz auffrischen.
Die Kruste kann nach dem Auftauen etwas weniger knusprig sein; kurzes Aufbacken verbessert die Textur.
Aufwärmen
Backofen: Auf einem Blech bei 160 °C kurz erwärmen, bis die Stücke wieder lauwarm sind.
Toaster oder Grillpfanne: Einzelne Stücke bei mittlerer Hitze kurz erwärmen und dabei wenden.
Allergene und Nährwerte
Gluten (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
Milch: enthält · Butter und Milch sind ausdrücklich als Zutaten aufgeführt.
Ei: enthält · Eigelb wird zum Bestreichen verwendet.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Was sind Schweinegrattons?
Schweinegrattons sind kleine, in Fett ausgegarte und knusprig gewordene Stücke aus Schweinefett und Fleisch. Sie werden für diese Fougasse grob gehackt und als herzhafte Füllung verwendet.
Warum wird die Butter zweimal touriert?
Durch die zwei Touren entstehen getrennte Butterschichten im Hefeteig. Beim Backen geben diese Schichten der Fougasse eine leicht blättrige und lockerere Struktur.
Welche Ofentemperatur gilt bei Umluft?
Bei Umluft wird die Fougasse bei 180 °C gebacken. Für Ober- und Unterhitze sind 200 °C vorgesehen.
Wie wird die Fougasse serviert?
Die Fougasses sollten etwa 10 Minuten auf einem Gitter abkühlen und anschließend lauwarm in länglichen Stücken serviert werden.
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