Vanilleschote vollständig nutzen
Mark und Schote gemeinsam in der Milch ziehen lassen. Die Schote wird vor dem Einrühren der Milch in die Eigelbmasse durch das Sieb entfernt.
Französisches Löffeldessert
Klassische Île flottante aus der Île-de-France mit kalter crème anglaise, pochierten Eiweißwolken und feinem Karamell.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Île flottante verbindet eine kühle Vanillecreme mit luftigen, pochierten Eiweißwolken und goldbraunem Karamell. Die drei Komponenten lassen sich gut vorbereiten und werden erst kurz vor dem Servieren zusammengebracht.
Kühl und samtig auf dem Teller, mit weichen, luftigen Eiweißwolken und dünnen, goldenen Karamellfäden. Vanille und Milch wirken rund und mild, während das Karamell einen warmen, leicht bitteren Röstton beisteuert.
Schritt für Schritt
Die VanilleschoteDie fermentierte Fruchtkapsel der Vanille, aus der Mark und Samen für Speisen gewonnen werden. längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Vanillemark und Schote in einem weiten Kochgefäß erhitzen, bis die Milch dampft, aber noch nicht kocht. Vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Milch dampft, kocht aber nicht.
Das Eiweiß mit der Prise Salz in einer fettfreien Rührschüssel schaumig schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine glänzende, standfeste Baisermasse entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glänzend und bildet stabile Spitzen.
Die Vanillemilch wieder erhitzen und nur sanft simmern lassen. Mit zwei Esslöffeln aus der Baisermasse sechs längliche Nocken abstechen. Die Nocken portionsweise in der heißen Milch etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite pochieren, ohne die Milch sprudelnd kochen zu lassen. Mit der Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Eiweißwolken ist fest, das Innere bleibt leicht und weich.
Wichtig: Heiße Milch vorsichtig handhaben und Spritzer vermeiden.
Die Vanillemilch durch ein feines Sieb gießen. Eigelb und 90 g Zucker in der Rührschüssel glatt verrühren. Die heiße Milch unter ständigem Rühren langsam dazugießen. Alles zurück in das weite Kochgefäß geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze unter ständigem Rühren auf 82 bis 84 °C erhitzen, bis die crème anglaise leicht andickt und einen Löffel überzieht. Sie darf nicht kochen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist leicht angedickt und überzieht die Rückseite eines Löffels.
Wichtig: Bei zu hoher Hitze kann das Eigelb stocken und die Creme ausflocken.
Die crème anglaise in eine flache Schüssel gießen. Die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie bedecken und mindestens 2 Stunden kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist vollständig durchgekühlt.
Wichtig: Die Creme nach dem Abkühlen zügig in den Kühlschrank stellen.
Zucker und Wasser in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen, bis ein goldbraunes Karamell entsteht. Den Topf vorsichtig schwenken und nicht mit einem Löffel rühren. Das Karamell kurz abkühlen lassen, damit es nicht mehr sprudelnd heiß ist.
Daran erkennst du es: Das Karamell ist gleichmäßig goldbraun.
Wichtig: Karamell ist extrem heiß und kann schwere Verbrennungen verursachen; nicht probieren und Spritzer vermeiden.
Die kalte crème anglaise auf sechs tiefe Teller oder Dessertschalen verteilen. Je eine Eiweißwolke daraufsetzen und das Karamell in feinen Fäden darüberlaufen lassen. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Eiweißwolken liegen auf der kalten Creme und sind mit feinen Karamellfäden überzogen.
Wichtig: Das Karamell vor dem Anrichten kurz abkühlen lassen, aber nicht vollständig fest werden lassen.
Gut zu wissen
Mark und Schote gemeinsam in der Milch ziehen lassen. Die Schote wird vor dem Einrühren der Milch in die Eigelbmasse durch das Sieb entfernt.
Eigelb und Eiweiß sorgfältig trennen. Eigelb kommt in die crème anglaise, Eiweiß in die Baisermasse; Eigelbspuren im Eiweiß können die Schaumbildung beeinträchtigen.
Die Konsistenz bleibt nahezu gleich; das Aroma kann geringfügig süßer wirken.
Die laktosefreie Vollmilch in derselben Menge verwenden und wie im Rezept mit Vanille erhitzen.
Das Vanillearoma ist direkt und weniger rund als bei einer mit Schote aromatisierten Milch.
Die Vanilleschote weglassen und den Vanilleextrakt nach dem Erhitzen der crème anglaise unterrühren.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze arbeiten, ständig rühren und die Creme nicht kochen lassen.
Die Creme sofort durch ein feines Sieb geben und, falls sie nur leicht ausgeflockt ist, vorsichtig glatt rühren.
Eiweiß sauber trennen und den Zucker langsam einrieseln lassen, bis die Masse glänzend und standfest ist.
Bei stark instabiler Masse erneut mit sauberem Eiweiß beginnen; die bereits verwendete Masse lässt sich nicht zuverlässig reparieren.
Die Milch nur sanft simmern lassen und die Eiweißmasse bis zu stabilen Spitzen schlagen.
Die Hitze reduzieren und kleinere Nocken vorsichtig pochieren.
Den Topf aufmerksam beobachten und bei goldbrauner Farbe sofort vom Herd nehmen.
Verbranntes Karamell nicht weiterverwenden, sondern neu ansetzen.
Die crème anglaise erhält neben der Vanille ein frisches Zitrusaroma.
Die fertige Île flottante wird mit fein gehackten Pistazien ergänzt.
Die Île flottante wird nur mit kalter crème anglaise und Eiweißwolken serviert.
Die crème anglaise und die pochierten Eiweißwolken können bis zu 24 Stunden im Voraus vorbereitet und getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Karamell möglichst erst kurz vor dem Servieren zubereiten und auftragen.
Crème anglaise und Eiweißwolken getrennt und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren die Creme kalt anrichten und das Karamell frisch darübergeben.
Nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen, da Ei und Milch enthalten sind.
Einfrieren beeinträchtigt die glatte crème anglaise und die luftige Struktur der Eiweißwolken.
Häufig gefragt
Die kalte, seidige Creme bildet den klassischen Kontrast zu den luftigen Eiweißwolken und dem warm wirkenden Karamellaroma.
Am besten unmittelbar vor dem Servieren, damit die feinen Karamellfäden sichtbar bleiben und nicht zu schnell in der Creme weich werden.
Das Eigelb kann stocken und die Creme wird körnig oder flockig. Deshalb die Creme nur bis 82 bis 84 °C erhitzen und ständig rühren.
Ja. Crème anglaise und Eiweißwolken können getrennt vorbereitet und gekühlt werden. Das Karamell sollte möglichst frisch vor dem Servieren zubereitet werden.
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