Schweineleber auswählen
Frische Schweineleber ist am zuverlässigsten an der Fleischtheke oder in einer Metzgerei erhältlich. Sichtbare Häute und feste Gefäße vor dem Zerkleinern entfernen.
Elsässische Leberquenelles
Elsässische Leberquenelles aus Schweineleber, RäucherspeckGesalzener oder gepökelter Speck, der durch Räuchern haltbarer und aromatischer gemacht wurde., BrotLockeres Inneres eines Brotes, das von der festen Kruste umgeben wird. und feinem WeizengrießWeizengrieß ist ein grob bis fein vermahlenes Mahlprodukt aus Weizen, das für Breie, Teige und je nach Sorte auch für Teigwaren verwendet wird.. Die länglichen Nocken werden sanft in Salzwasser pochiert und für vier Personen serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lewerknepfle sind elsässische Leberquenelles: eine kräftige, lockere Mischung aus Schweineleber, Räucherspeck, Brot und feinem Weizengrieß. Die länglichen Nocken werden in gesalzenem Wasser sanft pochiert und bleiben dadurch zart. Diese alltagstaugliche Fassung verwendet klare Mengen und einen kurzen, unkomplizierten Garweg.
Die Lewerknepfle sind außen zart fest, innen locker und saftig. Schweineleber und Räucherspeck sorgen für ein kräftiges, herzhaftes Aroma, während Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer und Muskat die Würze abrunden.
Schritt für Schritt
Die Brotkrume in kleine Stücke teilen, mit der Milch übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Anschließend die Brotkrume gründlich ausdrücken.
Zwiebeln schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Anschließend etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, aber nur leicht gefärbt.
Die Schweineleber von sichtbaren Häuten und festen Gefäßen befreien, würfeln und zusammen mit dem Räucherspeck und der ausgedrückten Brotkrume fein hacken oder in einem leistungsfähigen Zerkleinerer zu einer groben, gleichmäßigen Masse verarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig zerkleinert, aber nicht völlig glatt püriert.
Wichtig: Nach dem Arbeiten mit roher Leber und rohem Speck Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.
Die Leber-Speck-Masse mit den gedünsteten Zwiebeln, Eiern, Weizengrieß, Salz, Pfeffer und Muskatnuss gründlich vermengen. Die Masse 15 Minuten ruhen lassen, damit der Grieß bindet.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und nach der Ruhezeit etwas gebundener.
Das Wasser mit dem Salz in einem großen, breiten Topf erhitzen. Es soll kurz vor dem Kochen stehen und nur sanft simmern, nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Wasseroberfläche bewegt sich leicht, ohne stark zu sprudeln.
Wichtig: Vorsicht beim Arbeiten mit dem heißen Salzwasser.
Zwei Esslöffel in heißes Wasser tauchen. Aus der Masse längliche Nocken abstechen und formen. Pro Quenelle etwa 50 bis 60 g Masse verwenden. Die geformten Lewerknepfle portionsweise in das siedende Salzwasser geben, damit der Topf nicht überfüllt ist.
Daran erkennst du es: Die Nocken sind länglich geformt und bleiben beim Einlegen kompakt.
Wichtig: Die Nocken vorsichtig in das heiße Wasser geben, um Spritzer zu vermeiden.
Die Quenelles je nach Größe etwa 10 Minuten sanft pochieren. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen, sich fest anfühlen und im Inneren vollständig durchgegart sind. Mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Lewerknepfle steigen an die Oberfläche, fühlen sich fest an und sind im Inneren vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Lebermasse vollständig durchgaren und rohe oder nur lauwarme Stellen im Inneren vermeiden.
Die Lewerknepfle sofort servieren. Eine zusätzliche Sauce oder Beilage ist für diese Rezeptfassung nicht vorgesehen.
Gut zu wissen
Frische Schweineleber ist am zuverlässigsten an der Fleischtheke oder in einer Metzgerei erhältlich. Sichtbare Häute und feste Gefäße vor dem Zerkleinern entfernen.
Durchwachsener Räucherspeck bringt das typische kräftige Raucharoma in die Quenelles. Speck ohne Schwarte erleichtert das Zerkleinern.
Feiner Weizengrieß bindet die Masse und unterstützt eine lockerere Struktur. Grober Grieß kann die Quenelles körniger machen.
Altbackene helle Brotkrume nimmt die Milch gut auf und lockert die Lebermasse. Nach dem Quellen gründlich ausdrücken.
Die Quenelles schmecken milder und die Masse wird etwas feiner.
Kalbsleber von Häuten und festen Gefäßen befreien und wie die Schweineleber weiterverarbeiten.
Das typische kräftige Raucharoma fehlt.
Den Bauchspeck ohne Schwarte verwenden und wie den Räucherspeck zerkleinern.
Die Struktur bleibt ähnlich, sofern das Brot nicht stark gewürzt oder sehr dunkel ist.
Das Weißbrot in kleine Stücke teilen, mit der angegebenen Milch quellen lassen und gründlich ausdrücken.
Das Wasser nur kurz vor dem Kochen halten und sanft simmern lassen.
Falls einzelne Nocken zerfallen, die restliche Masse portionsweise bei schwächerer Hitze pochieren.
Die Brotkrume sorgfältig ausdrücken und die Masse 15 Minuten ruhen lassen.
Die Masse zunächst vollständig ruhen lassen; nicht eigenmächtig zusätzliche Mengen erfinden.
Die Nocken gleichmäßig und nicht zu groß abstechen.
Weitere Nocken kleiner formen und die Garprobe im Inneren durchführen.
Bei mittlerer Hitze nur weich dünsten und nicht stark bräunen.
Bei deutlicher Bitterkeit die Mischung nicht weiterverwenden.
Kalbsleber ersetzt die Schweineleber und ergibt eine mildere, feinere Leberquenelle.
Ein besonders aromatischer, durchwachsener Räucherspeck verstärkt den herzhaften Charakter.
Häufig gefragt
Die Rezeptfassung ergibt etwa 12 Lewerknepfle für 4 Personen, also ungefähr 3 Stück pro Person.
Der feine Weizengrieß bindet während der 15-minütigen Ruhezeit Flüssigkeit. Dadurch wird die Masse formbarer und die Nocken halten besser zusammen.
Das Wasser soll kurz vor dem Kochen stehen und nur sanft simmern. Sprudelndes Kochen kann die Lewerknepfle beschädigen.
Am besten passt durchwachsener Räucherspeck ohne Schwarte. Ungepökelter Bauchspeck ist möglich, bringt aber nicht das typische Raucharoma.
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