Maismehl statt Polentagrieß
Feines Maismehl ist in Bioläden, gut sortierten Supermärkten oder Mühlenläden erhältlich. Grober Polentagrieß ist für diese Hausfassung nicht geeignet.
Maisbrot aus Nouvelle-Aquitaine
Kräftiges, kompakt-krumiges Maisbrot aus dem Adourraum mit feinem MaismehlMaismehl ist fein gemahlenes Mehl aus Maiskörnern und wird weltweit vielseitig verwendet., WeizensauerteigSauerteig auf Weizenbasis, dessen aktive Mikroorganismen Säure, Aroma und Lockerung mitentwickeln. und einer herzhaften Backweise im runden gusseisernen Topf auf Kohlblättern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Méture ist ein kräftiges Maisbrot aus dem Adourraum im Südwesten Frankreichs. Diese eigenständige Hausfassung verbindet feines Maismehl mit Weizensauerteig und blanchierten Kohlblättern, die im geschlossenen Backtopf eine herzhafte Krustenbasis bilden. Der Teig bleibt weicher und klebriger als ein gewöhnlicher Weizenteig, die fertige Krume wird jedoch kompakt, gelblich und aromatisch.
Die Méture hat eine kräftig gebräunte, rustikale Oberfläche und eine kompakte, gelbe Krume. Sie duftet mild säuerlich nach Weizensauerteig und Mais, schmeckt herzhaft-getreidig und lässt sich frisch oder geröstet in kräftige Scheiben schneiden.
Schritt für Schritt
Am Vorabend den aktiven Weizensauerteig, das Weizenmehl und 175 ml Wasser in der kleinen Schüssel verrühren. Abdecken und 8 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis der Vorteig sichtbar aufgegangen ist und aromatisch säuerlich riecht.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar aufgegangen und riecht aromatisch säuerlich.
Maismehl und Salz in die große Rührschüssel geben. Das kochende Wasser darübergießen und gründlich verrühren. Die Mischung 30 bis 45 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch warm und nicht mehr heiß ist.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist nur noch warm und nicht mehr heiß.
Wichtig: Beim Übergießen mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten, da heißer Dampf und Spritzer Verbrühungen verursachen können.
Den gesamten Vorteig und die Trockenhefe zur abgekühlten Maismischung geben. Mit den Händen oder der Küchenmaschine 5 bis 6 Minuten zu einem schweren, klebrigen Teig vermengen. Der Teig bleibt deutlich weicher als ein gewöhnlicher Weizenteig.
Daran erkennst du es: Alle Bestandteile sind gleichmäßig verbunden; der Teig bleibt schwer und klebrig.
Die Schüssel abdecken und den Teig 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Nach 60 und nach 120 Minuten den Teig jeweils mit angefeuchteten Händen von außen zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sichtbar an Volumen gewonnen und lässt sich mit nassen Händen falten.
Die Kohlblätter in kochendem Wasser 4 bis 5 Minuten blanchieren. Herausheben, gut abtropfen lassen und trocken tupfen. Den gusseisernen Topf mit Butter oder Entenfett einfetten und den Boden mit einem Kohlblatt auslegen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, abgetropft und trockengetupft.
Wichtig: Kochendes Wasser und der heiße Topf können Verbrühungen und Verbrennungen verursachen; vorsichtig abgießen und geeignete Topflappen verwenden.
Den Teig mit nassen Händen zu einem runden, kompakten Laib formen und in den vorbereiteten Topf setzen. Die übrigen Kohlblätter locker an den Rand legen oder über den Teig schlagen. Den Deckel auflegen und den Laib nochmals 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist nochmals sichtbar aufgegangen, bleibt aber kompakt.
Den Backofen mit geschlossenem Topf auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Topf auf die untere Schiene stellen und die Méture 30 Minuten mit Deckel backen.
Daran erkennst du es: Die erste Backphase ist nach 30 Minuten abgeschlossen.
Wichtig: Der gusseiserne Topf und sein Deckel werden sehr heiß; nur mit geeigneten Topflappen oder Handschuhen bewegen.
Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und weitere 20 bis 30 Minuten backen. Die Oberfläche soll kräftig gebräunt sein und der Laib beim vorsichtigen Klopfen fest wirken.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt beim vorsichtigen Klopfen fest.
Wichtig: Beim Abnehmen des Deckels entweicht heißer Dampf; Gesicht und Hände vom Dampfstoß fernhalten.
Die Méture aus dem Topf nehmen, die Kohlblätter entfernen und das Brot mindestens 60 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen. Erst danach anschneiden, damit sich die kompakte Krume setzen kann.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig abgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Feines Maismehl ist in Bioläden, gut sortierten Supermärkten oder Mühlenläden erhältlich. Grober Polentagrieß ist für diese Hausfassung nicht geeignet.
Beim Kauf oder bei der Entnahme aus der eigenen Führung darauf achten, dass der Weizensauerteig aktiv ist und eine Hydration von 100 % hat. Vor der Verwendung prüfen, ob er sichtbar aufgegangen ist und aromatisch säuerlich riecht.
Das Brot schmeckt kräftiger und wird dunkler als mit Weizensauerteig.
Den Roggensauerteig in gleicher Menge im Vorteig verwenden. Reifezeichen und Konsistenz bleiben wichtiger als eine minutengenaue Zeitangabe.
Die Krustenbasis erhält einen kräftigeren, herzhaften Geschmack.
Das Entenfett anstelle der Butter zum Einfetten des gusseisernen Topfes verwenden.
Die Krustenbasis bleibt mild und erhält ein leicht buttriges Aroma.
Die Butter anstelle des Entenfetts zum Einfetten des gusseisernen Topfes verwenden.
Feines Maismehl verwenden und es gründlich mit dem kochenden Wasser verrühren.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und in dickeren Scheiben rösten; eine vollständig körnige Krume lässt sich nach dem Backen nicht mehr binden.
Die Méture vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen, bevor sie geschnitten wird.
Die Scheiben vorsichtig weiter auskühlen lassen und anschließend rösten.
Die Schlussphase von 20 bis 30 Minuten an Bräunung und Festigkeit ausrichten.
Den Laib zurück in den Topf oder auf ein Blech setzen und bei 210 °C weiterbacken, bis die Oberfläche fest wirkt.
Die Hände zum Falten und Formen anfeuchten und kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
Die Oberfläche mit feuchten Händen glätten und den Laib wie vorgesehen nachgehen lassen.
Die Weizensauerteigbasis wird durch aktiven Roggensauerteig ersetzt. Die Méture wird dadurch dunkler und aromatisch kräftiger.
Der Sauerteig-Vorteig kann am Vorabend angesetzt und 8 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur geführt werden. Der fertige Laib sollte erst nach vollständigem Auskühlen angeschnitten werden.
Häufig gefragt
Nein. Für diese Méture ist feines Maismehl vorgesehen, weil es mit dem kochenden Wasser besser bindet. Grober Polentagrieß ergibt eine körnigere Krume und bindet schlechter.
Ja. Aktiver Roggensauerteig kann in gleicher Menge eingesetzt werden. Das Brot schmeckt dann kräftiger und wird dunkler.
Die kompakte Krume setzt sich während der mindestens 60-minütigen Kühlzeit. Zu frühes Anschneiden kann zu einer feuchten oder instabilen Schnittfläche führen.
Ja. 10 g Entenfett können anstelle der Butter zum Einfetten des gusseisernen Topfes verwendet werden. Die Krustenbasis erhält dadurch einen kräftigeren, herzhaften Geschmack.
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