Zwei Pineau-Stile im selben Rezept
Die rosé-Variante aromatisiert das Parfait, während die blanc-Variante in das fruchtige Kompott kommt. Die beiden Mengen und Verwendungen nicht zusammenlegen.
Gefrorenes Dessert aus den Charentes
Ein luftiges, cremiges Parfait mit Pineau des CharentesFranzösischer Vin de liqueur aus Traubenmost und Cognac aus dem Gebiet der Charente., serviert mit langsam abgetropften Zitrusfrüchten, Beeren, Pistazien und Minze.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses gefrorene Dessert verbindet die aromatische Süße von Pineau des Charentes mit einer leichten Parfaitmasse und einem frischen Zitrus-Beeren-Kompott. Die dokumentierte Variante ist mit Rochefort in der Charente-Maritime und damit mit Nouvelle-Aquitaine verbunden. Das Parfait wird ohne Eismaschine zubereitet, benötigt aber ausreichend Gefrierzeit.
Cremig und luftig, mit einer glatten, gefrorenen Struktur. Pineau bringt weinige Fruchtnoten, während Zitrusfrüchte und Beeren für Säure und Frische sorgen. Pistazien liefern Biss, Minze einen kühlen Kräuterton.
Schritt für Schritt
Die GelatineTierisches Geliermittel aus aufbereitetem Kollagen. 5 bis 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne bis zur Verwendung gut kühlen. Förmchen oder eine Kastenform mit Backpapier oder Folie auslegen.
Orangen- und Grapefruitfilets mit dem Zucker für das Kompott mischen. In ein Sieb über einer Schüssel geben, abdecken und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Filets haben Flüssigkeit abgegeben und sind gut abgetropft.
Vollei und Eigelb in der großen Schüssel verrühren. Zucker und Wasser im kleinen Topf auf 118 °C erhitzen. Den heißen Sirup in dünnem Strahl unter ständigem Aufschlagen zu den Eiern geben. Die Masse 5 bis 8 Minuten weiterschlagen, bis sie deutlich heller, voluminös und nur noch lauwarm ist.
Daran erkennst du es: Die Eimasse ist heller, deutlich voluminös und nur noch lauwarm.
Wichtig: Beim Einlaufenlassen des 118 °C heißen Sirups vorsichtig arbeiten.
Die Gelatine ausdrücken. Zwei Esslöffel der warmen Eimasse abnehmen, die Gelatine darin vollständig auflösen und diese Mischung unter die restliche Eimasse rühren.
Daran erkennst du es: Die Gelatine ist vollständig gelöst und gleichmäßig verteilt.
Die kalte Sahne cremig, aber nicht zu fest schlagen. Pineau des Charentes rosé vorsichtig unter die Sahne rühren. Anschließend die Pineau-Sahne behutsam unter die Eimasse heben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und bleibt luftig.
Die Parfaitmasse in die vorbereiteten Förmchen oder die Kastenform füllen, glatt streichen und mindestens 12 Stunden einfrieren.
Daran erkennst du es: Das Parfait ist vollständig fest und lässt sich aus der Form lösen.
Die abgetropften Zitrusfilets mit Pistazien und der längs aufgeschnittenen Vanilleschote in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten erwärmen, ohne die Früchte stark zu zerkochen. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen. Die Vanilleschote entfernen.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind erwärmt, aber noch deutlich stückig.
Erdbeeren vierteln. Erdbeeren, Himbeeren und Minze mit dem abgekühlten Zitruskompott mischen. Pineau des Charentes blanc unterheben und das Kompott etwa 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Aromen sind verbunden, während die Beeren noch ihre Form behalten.
Das Parfait 5 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen. Aus den Förmchen lösen oder aus der Kastenform stürzen, in Scheiben schneiden und mit dem Zitrus-Beeren-Kompott und den Pistazien servieren.
Daran erkennst du es: Das Parfait lässt sich schneiden, bleibt aber noch gefroren und formstabil.
Gut zu wissen
Die rosé-Variante aromatisiert das Parfait, während die blanc-Variante in das fruchtige Kompott kommt. Die beiden Mengen und Verwendungen nicht zusammenlegen.
Ungesalzene Pistazien halten den süß-fruchtigen Charakter des Desserts im Gleichgewicht und lassen die Zitrusnoten klar hervortreten.
Die Grundlage nennt zwei Blätter mit insgesamt etwa 4 g. Bei unterschiedlichen Blattgrößen ist die Gesamtmenge von etwa 4 g der bessere Bezugswert.
Die Masse kann je nach Fettgehalt etwas weniger stabil oder weniger cremig werden.
Eine gut gekühlte Schlagsahne mit ähnlichem Fettgehalt verwenden und wie im Rezept cremig aufschlagen.
Das Kompott wird säuerlicher und verliert die typische Erdbeeraromatik.
Die Erdbeeren im gleichen Gewicht durch Beeren ersetzen, die ihre Form nach dem Mischen behalten.
Das Nussaroma verändert sich, der gewünschte knusprige Kontrast bleibt erhalten.
Grob gehackte, ungesalzene Nüsse verwenden und im Kompott sowie zum Servieren einsetzen.
Den Sirup in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl einlaufen lassen und kontinuierlich aufschlagen.
Die Masse durch ein feines Sieb geben, bevor weitere Zutaten untergehoben werden; eine vollständig gestockte Masse lässt sich nicht zuverlässig retten.
Die Sahne nur cremig schlagen und anschließend vorsichtig unterheben.
Wenn die Sahne nur leicht zu fest ist, mit einem kleinen Teil der Eimasse vorsichtig glätten und dann den Rest unterheben.
Die Filets vollständig abtropfen und den erwärmten Teil vor dem Mischen komplett abkühlen lassen.
Das Kompott kurz abtropfen lassen und die Flüssigkeit beim Anrichten sparsam verwenden.
Das Parfait etwa 5 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.
Weitere wenige Minuten antauen lassen und anschließend mit einem warmen, trockenen Messer schneiden.
Das Kompott wird mit einem höheren Anteil an Orangen- und Grapefruitfilets und weniger Beeren serviert.
Das Kompott erhält mehr Beeren und wirkt dadurch süßer und farbintensiver.
Die Parfaitmasse wird in kleine Förmchen gefüllt und portionsweise serviert.
Häufig gefragt
Nein. Die Masse wird in Förmchen oder einer Kastenform eingefroren und benötigt mindestens 12 Stunden Gefrierzeit.
Für das Parfait wird Pineau des Charentes rosé verwendet, für das Zitrus-Beeren-Kompott Pineau des Charentes blanc.
Ja. Die Orangen- und Grapefruitfilets sollen ohnehin 8 bis 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank abtropfen.
Fünf Minuten außerhalb des Gefrierschranks machen das Parfait leichter lösbar und schneidbar, ohne seine gefrorene Struktur aufzugeben.
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