Armagnac
Armagnac ist ein aromatischer Weinbrand aus der Gascogne. Er gibt der Apfelfüllung eine würzige, warme Note.
Süße Teigtorte aus den Landes
Eine süße Spezialität aus den Landes in Nouvelle-Aquitaine: hauchdünn gezogener, mehrfach geschichteter Teig mit säuerlichen Äpfeln, Butter, Zucker und ArmagnacFranzösischer Weinbrand aus der historischen Region Gascogne..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Tourtière landaise lebt von hauchdünn ausgezogenem Teig, säuerlichen Äpfeln, Butter und einem Schuss Armagnac. Die Oberfläche darf unregelmäßig und knusprig werden – genau das macht den Reiz dieser regionalen Spezialität aus. Mit etwas Geduld gelingt sie auch in der heimischen Küche.
Außen wird die Tourtière goldbraun, knusprig und leicht unregelmäßig. Darunter liegen zarte, saftige Apfelscheiben mit süß-fruchtigem Aroma, buttrigen Noten und einem feinen Armagnacduft.
Schritt für Schritt
Ei, lauwarmes Wasser, Öl und Salz in einer großen Schüssel verrühren. Das Mehl nach und nach einarbeiten und den Teig etwa 8 Minuten kneten, bis er glatt, weich und elastisch ist. Zu einer Kugel formen, dünn mit Öl bestreichen, abdecken und 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und elastisch.
Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in 2 bis 3 mm dünne Scheiben schneiden. Mit Zucker, Vanillezucker und Armagnac mischen und 15 Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Apfelscheiben sind gleichmäßig mit Zucker und Armagnac überzogen und haben Saft gezogen.
Butter schmelzen und die Form gründlich damit ausstreichen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Während der Ofen aufheizt, kann der Teig weiter vorbereitet werden.
Wichtig: Geschmolzene Butter und Topf vorsichtig handhaben.
Den Teig in sechs gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zunächst dünn ausrollen und anschließend auf einem leicht bemehlten Tuch vorsichtig mit den Fingerspitzen weiter auseinanderziehen, bis es beinahe durchscheinend ist. Dicke Randstellen abschneiden.
Daran erkennst du es: Die Teigbahn ist sehr dünn und nahezu durchscheinend, ohne dicke Randstellen.
Eine Teigbahn in die Form legen und mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. Dünn mit Zucker bestreuen. Zwei weitere Teigbahnen ebenso einschichten, sodass drei Lagen den Boden bilden.
Daran erkennst du es: Der Boden besteht aus drei dünnen, jeweils gebutterten und gezuckerten Teiglagen.
Die marinierten Apfelscheiben samt ihrem Saft gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen. Die drei übrigen Teigbahnen nacheinander darüberlegen und jeweils mit Butter bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen. Überstehende Ränder nach innen schlagen. Die Oberfläche mit der restlichen Butter bestreichen und mit dem restlichen Zucker bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Äpfel sind gleichmäßig verteilt und die Oberfläche ist vollständig mit Butter und Zucker vorbereitet.
Die Tourtière 25 bis 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist. Anschließend 10 Minuten abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm oder lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und knusprig.
Wichtig: Die Form und die Tourtière sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.
Gut zu wissen
Armagnac ist ein aromatischer Weinbrand aus der Gascogne. Er gibt der Apfelfüllung eine würzige, warme Note.
Säuerliche Äpfel halten dem Zucker und der Butter geschmacklich stand und bringen Frische in die süße Teigtorte.
Neben den 320 g im Teig wird etwas zusätzliches Mehl zum Ausrollen und zum Bemehlen des Tuchs benötigt.
Die Füllung schmeckt fruchtiger und weniger würzig als mit Armagnac.
Den Armagnac vollständig durch 25 ml naturtrüben Apfelsaft und 1 Teelöffel Zitronensaft ersetzen und die Äpfel wie beschrieben 15 Minuten ziehen lassen.
Jede Teigportion zunächst ausrollen und anschließend vorsichtig weiter auseinanderziehen, bis sie beinahe durchscheinend ist.
Dicke Stellen vor dem Schichten abschneiden; bei bereits gebackener Tourtière lässt sich die Textur nicht vollständig korrigieren.
Den Teig mindestens 1 Stunde ruhen lassen und mit den Fingerspitzen statt mit kräftigem Zug arbeiten.
Die gerissene Bahn trotzdem verwenden und die nächste Lage darüberlegen; kleine Risse fallen im Schichtaufbau kaum auf.
Die Äpfel samt Saft gleichmäßig verteilen und bis zu einer goldbraunen, knusprigen Oberfläche backen.
Die Tourtière einige Minuten länger backen, falls die Oberfläche noch nicht ausreichend gebräunt ist.
Die Oberfläche ab dem ersten kräftigen Bräunen beobachten und die Backzeit am tatsächlichen Garzustand ausrichten.
Bei ausreichender Bräunung die Tourtière aus dem Ofen nehmen; die Textur lässt sich nicht nachträglich aufhellen.
Eine fruchtigere, alkoholfreie Variante der Tourtière landaise.
Häufig gefragt
Ja. Für eine alkoholfreie Variante 25 ml naturtrüben Apfelsaft mit 1 Teelöffel Zitronensaft verwenden. Die Füllung wird dadurch fruchtiger und weniger würzig.
Nach dem Backen 10 Minuten abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm oder lauwarm servieren.
Jede Teigbahn sollte beinahe durchscheinend sein. Dicke Randstellen vor dem Schichten abschneiden.
Die Rezeptmenge ist für eine Tarte- oder Springform mit 28 cm Durchmesser und etwa 3 cm Höhe ausgelegt.
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