Morcheln gründlich reinigen
Frische Morcheln gründlich putzen und unter kaltem Wasser prüfen. Getrocknete Morcheln nach dem Einweichen abspülen und gut ausdrücken.
Feuilleté aus dem Jura
Knusprige Blätterteig-Feuilletés mit cremiger Morchelrahmsauce, Vin Jaune und kurz gegartem grünem Spargel.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Feuilleté verbindet goldbraunen, buttrigen Blätterteig mit einer aromatischen Morchelfüllung und dem charakteristischen Duft des Vin Jaune. Grüner Spargel ergänzt die cremige Füllung mit frischer Note und leichtem Biss.
Goldbraune, splittrig-knusprige Teighüllen treffen auf eine samtige, intensiv pilzige Rahmsauce. Vin Jaune sorgt für nussige und leicht oxidative Noten, während der Spargel frisch, grün und bissfest bleibt.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
Aus dem Blätterteig acht Kreise von etwa 12 cm Durchmesser ausstechen. Bei vier Kreisen zusätzlich mittig einen Kreis von etwa 9 cm ausstechen, sodass vier Ringe entstehen. Je einen Ring auf einen vollständigen Teigkreis legen und leicht andrücken. Die Teigringe mit einer Gabel nicht einstechen, damit sie gut aufgehen. Die geformten Feuilletés 10 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die geformten Teigringe sind gut gekühlt und stabil.
Eigelb und Wasser in einer Schüssel verrühren. Die Oberseite der Teigringe dünn damit bestreichen. Die Feuilletés 15–18 Minuten goldbraun backen. Anschließend kurz abkühlen lassen, die Deckel entlang der inneren Kante lösen und vorsichtig abheben. Weiche Teigreste aus dem Inneren entfernen.
Daran erkennst du es: Die Feuilletés sind goldbraun und aufgegangen.
Wichtig: Heiße Backbleche und frisch gebackene Teighüllen vorsichtig handhaben.
Den Spargel im unteren Drittel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Wasser mit Salz aufkochen, den Spargel 4–6 Minuten bissfest garen, abtropfen lassen und in etwa 4 cm lange Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Der Spargel ist bissfest und lässt sich sauber schneiden.
Frische Morcheln gründlich putzen, größere Exemplare längs halbieren und nochmals unter kaltem Wasser prüfen. Bei Verwendung getrockneter Morcheln diese mindestens 30 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen, danach gründlich abspülen und gut ausdrücken.
Daran erkennst du es: Getrocknete Morcheln sind vollständig weich und gut ausgedrückt; frische Morcheln sind sauber geprüft.
Wichtig: Morcheln sorgfältig reinigen und später vollständig durchgaren.
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Schalotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten glasig dünsten. Die vorbereiteten Morcheln hinzufügen und 4–5 Minuten mitgaren.
Daran erkennst du es: Schalotte und Knoblauch sind glasig, die Morcheln beginnen weich zu werden.
Den Vin Jaune angießen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Die Sahne hinzufügen, mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und die Sauce bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten sanft einkochen lassen, bis sie cremig bindet. Die Morcheln müssen vollständig durchgegart sein.
Daran erkennst du es: Die Sauce bindet cremig und die Morcheln sind vollständig durchgegart.
Wichtig: Morcheln vollständig durchgaren.
Die heißen Feuilletés mit der Morchelrahmsauce füllen, die Spargelstücke darauf verteilen und die Deckel aufsetzen. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Feuilletés sind heiß gefüllt, die Spargelstücke liegen sichtbar auf der Sauce und die Deckel sitzen auf.
Gut zu wissen
Frische Morcheln gründlich putzen und unter kaltem Wasser prüfen. Getrocknete Morcheln nach dem Einweichen abspülen und gut ausdrücken.
Trockener Savagnin kann den Vin Jaune ersetzen. Die Sauce bleibt aromatisch, verliert aber die besonders nussig-oxidative Note des Vin Jaune.
Die 10 g Salz gehören in das Spargelwasser. Das Salz für die Morchelrahmsauce wird separat nach Geschmack dosiert.
Die Sauce bleibt aromatisch, verliert aber die besonders nussig-oxidative Note des Vin Jaune.
Den Vin Jaune im gleichen Volumen durch trockenen Savagnin ersetzen und ihn ebenfalls 2–3 Minuten einkochen lassen.
Die Ringe nur leicht auf die Teigkreise setzen und nicht einstechen.
Wenn der Teig noch nicht gebacken ist, die Einstiche vermeiden und die geformten Feuilletés erneut kalt stellen.
Die Morcheln zunächst mitgaren und die Sauce anschließend etwa 10 Minuten sanft einkochen lassen.
Die Füllung zurück in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze weitergaren, bis die Morcheln vollständig durchgegart sind.
Den Spargel nur bissfest garen und direkt abtropfen lassen.
Sehr weichen Spargel nicht weiter erhitzen, sondern sparsam auf die fertigen Feuilletés verteilen.
Die Feuilletés erst unmittelbar vor dem Servieren füllen.
Die ungefüllten Hüllen kurz im heißen Ofen auffrischen und erst danach füllen.
Getrocknete Morcheln liefern ein konzentrierteres Pilzaroma und werden vor der Verwendung eingeweicht.
Blätterteighüllen und cremige Morchelfüllung können nach dem Einfrieren an Knusprigkeit und Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Beide Varianten sind vorgesehen. Frische Morcheln schmecken feiner und müssen gründlich geputzt werden; getrocknete Morcheln schmecken intensiver und brauchen mindestens 30 Minuten Einweichzeit.
Ja. Trockener Savagnin eignet sich als Ersatz. Die Sauce bleibt aromatisch, verliert aber die besonders nussig-oxidative Note des Vin Jaune.
Der Spargel sollte 4–6 Minuten gegart werden und bissfest bleiben, da er erst am Ende auf die heißen Feuilletés verteilt wird.
Die Ringe sollen im Ofen aufgehen und eine stabile Hülle bilden. Deshalb werden sie nicht mit der Gabel eingestochen.
Die Feuilletés werden erst kurz vor dem Servieren mit der heißen Morchelrahmsauce gefüllt, damit der Blätterteig möglichst knusprig bleibt.
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