Cardons einkaufen
Frische Cardons sind saisonal auf gut sortierten Wochenmärkten, in größeren Gemüseabteilungen sowie bei französischen, italienischen oder mediterranen Gemüsehändlern erhältlich.
Lyoner Gemüsegratin
Zarte CardonsEssbare, mit der Artischocke verwandte Pflanze, deren fleischige Blattstiele meist gegart verwendet werden. werden in einem Zitronen-KochsudFlüssigkeit, die beim Garen Aromen aufnimmt und danach zurückbleibt. gegart, mit einer kräftigen Sauce, pochiertem RindermarkFett- und eiweißreiches Knochenmark aus Rinderknochen für Brühen und herzhafte Gerichte. und GruyèreSchweizer Hartkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung. bedeckt und goldbraun gratiniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cardons à la moelle ist ein herzhaftes Gemüsegericht aus der Lyoner Küche. Die zarten Cardonstiele erinnern geschmacklich an ArtischockeEssbarer Blütenstand mit fleischigem Boden und zarten unteren Hüllblättern. und verbinden sich mit kräftiger Sauce, Rindermark und einer goldbraunen Gruyèrekruste zu einem festlichen Gratin.
Die Cardons werden weich und zart, bleiben aber leicht faserig und erinnern an Artischocke. Dazu kommen eine cremige, kräftige Sauce, schmelzendes Rindermark und eine würzige, goldbraun gratinierte Käsekruste.
Schritt für Schritt
Das ausgelöste Mark 20 Minuten in kaltes Wasser legen, abtropfen lassen und in etwa 1 cm dicke Stücke schneiden. Einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser und dem Essig auf etwa 70 °C erhitzen. Das Mark hineinlegen und 5 Minuten pochierenSchonendes Garen in einer heißen, aber nicht sprudelnd kochenden Flüssigkeit bei vergleichsweise niedriger Temperatur., ohne das Wasser sprudelnd kochen zu lassen. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Das Mark ist erwärmt und hält beim Herausnehmen seine Form.
Das MehlFür den Teig kann Weizen- oder Dinkelmehl verwendet werden. mit etwa 100 ml kaltem Wasser glatt verrühren. Das restliche Wasser mit Zitronensaft und dem Salz für den Kochsud aufkochen. Die Mehlmischung einrühren und den Sud einmal aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist glatt verrührt und einmal aufgekocht.
Während der Sud erhitzt wird, die Cardons von Blättern, grünen Außenteilen und harten Fasern befreien. Die Stiele in etwa 5 cm lange Stücke schneiden und bis zur Verwendung in kaltes Wasser mit etwas Zitronensaft legen, damit sie nicht dunkel werden.
Die Cardonstücke in den heißen Kochsud geben und 45 bis 60 Minuten sanft garen, bis sie sich leicht mit einem Messer einstechen lassen. 600 ml Kochsud abnehmen und für die Sauce beiseitestellen. Die Cardons gründlich abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Cardonstücke lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/UnterhitzeBackofen-Heizart, bei der Wärme gleichzeitig von oben und unten kommt. vorheizen. Die Auflaufform mit der Butter für die Form ausstreichen. Die Knoblauchzehe halbieren und die Form damit ausreiben.
Wichtig: Die Auflaufform nur auf eine hitzebeständige Arbeitsfläche stellen.
Die Butter für die Sauce in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzenAnschwitzen bedeutet, Gemüse oder andere Zutaten sanft in wenig Fett zu garen, meist ohne ausgeprägte Röstaromen., ohne es dunkel werden zu lassen. Den warmen Cardon-Kochsud und die RinderbrüheWürzige Brühe auf Grundlage von Rindfleisch, Rinderknochen oder entsprechenden Gemüsezutaten. nach und nach unter ständigem Rühren angießen. Die Sauce 10 bis 12 Minuten leise köcheln lassen, bis sie cremig bindet. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig gebunden und überzieht den Löffel leicht.
Die abgetropften Cardons in der vorbereiteten Form verteilen und mit der Sauce übergießen. Die pochierten Markstücke darauflegen und den geriebenen Gruyère gleichmäßig darüberstreuen.
Daran erkennst du es: Cardons, Sauce, Mark und Käse sind gleichmäßig in der Form verteilt.
Das Gratin 15 Minuten auf der mittleren Schiene bei 190 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert am Rand leicht.
Wichtig: Die Form mit Ofenhandschuhen aus dem Backofen nehmen.
Gut zu wissen
Frische Cardons sind saisonal auf gut sortierten Wochenmärkten, in größeren Gemüseabteilungen sowie bei französischen, italienischen oder mediterranen Gemüsehändlern erhältlich.
Ausgelöstes Rindermark kann eine Metzgerei meist auf Vorbestellung besorgen. Das Mark sollte vor dem Pochieren in etwa 1 cm dicke Stücke geschnitten werden.
Den Gruyère gleichmäßig verteilen, damit die Oberfläche des Gratins durchgehend goldbraun und würzig wird.
Die Zubereitung wird milder und deutlich kürzer; die Cardons müssen nur erwärmt werden.
Die Cardons aus dem Glas gründlich abtropfen lassen und direkt in der Auflaufform verteilen. Den Kochsud nicht mit den Cardons ansetzen; für die Sauce stattdessen entsprechend vorhandenen Sud oder etwas Wasser und Brühe verwenden.
Kalbsmark schmeckt etwas feiner und milder als Rindermark.
Kalbsmark wie das Rindermark in kaltem Wasser vorbereiten, in Stücke schneiden und im Essig-Wasser bei etwa 70 °C pochieren.
Die Cardons sorgfältig putzen und im Kochsud garen, bis ein Messer leicht hineingleitet.
Die Cardons zurück in den Kochsud geben und weitergaren, bis sie weich sind.
Kochsud und Brühe portionsweise angießen und mit dem Schneebesen glatt rühren.
Die Sauce durch ein Sieb streichen und anschließend vorsichtig weiter erhitzen.
Das Wasser nur auf etwa 70 °C halten und die Markstücke fünf Minuten pochieren.
Zerfallene Markstücke vorsichtig über das Gratin verteilen; die Oberfläche bleibt dennoch aromatisch.
Den Backofen rechtzeitig auf 190 °C vorheizen und den Gruyère gleichmäßig aufstreuen.
Das Gratin wenige Minuten länger backen und dabei die Oberfläche beobachten.
Eine verkürzte Variante für den Fall, dass keine frischen Cardons erhältlich sind.
Kalbsmark verleiht dem Gratin eine feinere und mildere Marknote.
Die Cardons und die Sauce können bis zu 12 Stunden vorher zubereitet und getrennt abgedeckt gekühlt werden. Vor dem Gratinieren beide Komponenten erwärmen, in der Form zusammensetzen, mit Mark und Gruyère belegen und backen.
Reste nach dem Abkühlen abdecken und im Kühlschrank lagern. Innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Das Gratin nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Das Einfrieren wird nicht empfohlen, da Cardons und gebundene Sauce nach dem Auftauen an Struktur verlieren können.
Häufig gefragt
Ja. Verwende etwa 800 g abgetropfte Cardons aus dem Glas. Sie müssen nicht lange im Kochsud gegart, sondern nur erwärmt und anschließend mit Sauce, Mark und Gruyère gratiniert werden.
Ausgelöstes Rindermark kann eine Metzgerei meist auf Vorbestellung besorgen. Alternativ eignet sich Kalbsmark mit einer etwas feineren und milderen Note.
Der Cardon-Kochsud bringt Würze und das Aroma des Gemüses in die Sauce. Deshalb sollten 600 ml vor dem Abgießen abgenommen werden.
Das Gratin wird goldbraun aus der Auflaufform serviert und sollte vor dem Portionieren etwa fünf Minuten ruhen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …