Aal vorbestellen
Frischer Aal ist nicht überall vorrätig. Am besten beim Fischhändler oder bei einer regionalen Fischzucht vorbestellen.
Burgundische Flussküche
Eine burgundische Süßwasserfischspezialität aus mehreren Fischsorten, die in Chardonnay mit aromatischem Gemüse sanft gegart und mit SahneDie zusätzliche Sahne ist keine feste Grundmenge. sowie EigelbEigelb bindet den Teig und trägt zur mürben, goldbraunen Textur bei. gebunden wird. Knusprige Knoblauchcroûtons ergänzen die cremige Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pôchouse ist eine burgundische Matelote aus HechtHecht bezeichnet in der Küche meist den Europäischen Hecht mit festem, magerem und grätenreichem Fleisch., ZanderRaubfisch aus der Familie der Barsche, der als Süßwasserfisch auch in der Küche verwendet wird., KarpfenKüchenfertiger Karpfen ist für dieses Rezept besonders praktisch. und Aal. Die Fischstücke garen im Weißwein mit Zwiebel, SchalotteMilde, aromatische Zwiebel mit fein-pikantem und leicht süßlichem Geschmack., Lauch, Knoblauch und Bouquet garniGebündelte Küchenkräuter zum Aromatisieren von Brühen, Saucen und Schmorgerichten., bevor der aromatische SudFlüssigkeit, die beim Garen Aromen aufnimmt und danach zurückbleibt. reduziert und cremig gebunden wird. Serviert mit goldbraunen Knoblauchcroûtons, bringt das Gericht die Flussküche des Val de Saône auf den Tisch.
Zarter, saftiger Fisch in einer cremigen, hellen Weinsauce mit feinen Kräuter-, Knoblauch- und Gemüsenoten. Die Sauce wirkt rund und aromatisch, während die goldbraunen Croûtons knusprig und würzig für Kontrast sorgen.
Schritt für Schritt
Die Fischstücke mit Küchenpapier trocken tupfen und sorgfältig auf Gräten prüfen. Mit dem abgemessenen Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel, Schalotte und Lauch vorbereiten. Das Bouquet garni aus Lorbeerblatt, Thymian und Petersilie bindenEine Flüssigkeit durch Stärke, Mehl, Fett, Ei oder andere Verfahren sämiger und stabiler machen..
Wichtig: Rohe Fischstücke getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Eine breite, schwere Cocotte oder einen großen SchmortopfSchwerer Topf mit guter Wärmespeicherung zum langsamen Garen in wenig Flüssigkeit. erhitzen. Speck und 40 g Butter hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten auslassen. Zwiebel, Schalotte und Lauch zufügen und etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und nur leicht gefärbt.
Die 5 gehackten Knoblauchzehen, das Bouquet garni und die Fischstücke in den Topf geben. Den Fisch vorsichtig 1–2 Minuten je Seite ansetzen, damit er etwas Farbe bekommt, aber nicht zerfällt.
Daran erkennst du es: Die Fischstücke beginnen an der Oberfläche leicht zu stocken und bleiben stabil.
Wichtig: Kontaktflächen und Utensilien nach dem Umgang mit rohem Fisch reinigen.
Mit Chardonnay ablöschen und das Wasser angießen. Alles langsam zum Sieden bringen; die Flüssigkeit soll die Fischstücke weitgehend umgeben. Die Pôchouse bei sehr sanfter Hitze 20–25 Minuten ziehen lassen, nicht sprudelnd kochen. Währenddessen kann die Pfanne für die Croûtons vorbereitet werden. Der Fisch ist gar, wenn das Fleisch opak ist und sich leicht mit einer Gabel teilen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fischfleisch ist opak und lässt sich leicht mit einer Gabel teilen.
Wichtig: Fisch vollständig durchgaren und nicht roh oder glasig servieren.
Die Fischstücke mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausheben und abgedeckt warm halten. Das Bouquet garni entfernen. Den Sud bei mittlerer Hitze 10–12 Minuten auf etwa die Hälfte einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist deutlich konzentriert und auf ungefähr die Hälfte reduziert.
Sahne und Eigelb in einer Schüssel verrühren. Zwei bis drei Esslöffel des heißen Suds unter ständigem Rühren einarbeiten, damit sich das Eigelb langsam erwärmt. Die Mischung in den reduzierten Sud geben und bei niedriger Hitze 2–3 Minuten binden lassen. Nicht mehr kochen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht cremig gebunden und bleibt glatt.
Wichtig: Die Sauce nach Zugabe des Eigelbs nicht mehr kochen lassen.
Die restlichen 20 g Butter in kleinen Stücken einrühren. Die Fischstücke zurück in die Sauce legen und 2–3 Minuten erwärmen. Mit den bereits dosierten Gewürzen abschmecken und sofort warm halten.
Daran erkennst du es: Die Fischstücke sind wieder heiß und bleiben saftig, die Sauce ist glatt.
Wichtig: Die fertige Fischsauce heiß halten und zeitnah servieren.
Das Baguette in 6 schräge Scheiben schneiden. Die Scheiben in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun rösten. Mit der zurückgelegten Knoblauchzehe einreiben.
Daran erkennst du es: Die Baguettescheiben sind auf beiden Seiten goldbraun und knusprig.
Wichtig: Die Pfanne und das Brot kurz abkühlen lassen, bevor die Knoblauchzehe eingerieben wird, falls die Oberfläche sehr heiß ist.
Die Pôchouse sofort mit den knusprigen Knoblauchcroûtons servieren.
Gut zu wissen
Frischer Aal ist nicht überall vorrätig. Am besten beim Fischhändler oder bei einer regionalen Fischzucht vorbestellen.
Hecht ist nicht immer verfügbar und wird meist beim Fischhändler oder in gut sortierten Fischabteilungen angeboten.
Für den Sud einen trockenen Chardonnay oder einen vergleichbaren trockenen Weißwein verwenden.
Die Sauce bleibt gleich, das Gericht wird magerer und etwas milder.
Den Aal durch 500 g zusätzlichen Zander ersetzen und die Zanderstücke wie die übrigen Fischstücke garen.
Die Pôchouse wird zarter, aber weniger charaktervoll.
Den Hecht durch 500 g Zander ersetzen und die Stücke zusammen mit den übrigen Fischen in den Sud geben.
Den heißen Sud zunächst portionsweise in die Sahne-Eigelb-Mischung rühren und anschließend nur bei niedriger Hitze binden lassen.
Die Sauce sofort vom Herd nehmen und vorsichtig durch ein feines Sieb geben. Nicht weiter aufkochen.
Nur sanft ziehen lassen und die Fischstücke mit Schaumlöffel oder breitem Löffel behutsam bewegen.
Zerfallene Stücke in der Sauce belassen und die Pôchouse als rustikales Fischragout servieren.
Den Sud nach dem Herausheben des Fisches auf etwa die Hälfte einkochen lassen, bevor Sahne und Eigelb dazukommen.
Die Sauce vorsichtig weiter reduzieren, bevor der Fisch wieder hineingelegt wird.
Die Scheiben bei mittlerer Hitze rösten und regelmäßig kontrollieren.
Verbrannte Scheiben ersetzen; leicht zu dunkel geröstete Scheiben nur verwenden, wenn sie nicht bitter schmecken.
Eine alltagstaugliche Variante mit zusätzlichem Zander statt Aal. Sie bleibt cremig und aromatisch, schmeckt aber milder und magerer.
Die vier Fischsorten können entsprechend dem Angebot des Fischhändlers kombiniert werden, solange mehrere festfleischige Süßwasserfische verwendet werden.
Die Aromaten und das Bouquet garni können einige Stunden vorher vorbereitet werden. Die fertige Pôchouse kann bis zu 12 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollte aber zum Servieren vorsichtig erwärmt werden; die Croûtons frisch zubereiten.
Reste zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Tages verbrauchen.
Fisch und Sahnesauce nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die gebundene Sahnesauce kann beim Einfrieren und Auftauen ausflocken; die Fischstruktur leidet ebenfalls.
Häufig gefragt
Ja. Aal kann durch 500 g zusätzlichen Zander ersetzt werden. Hecht lässt sich ebenfalls durch Zander ersetzen; die Pôchouse wird dadurch milder und zarter.
Frischen Aal am besten beim Fischhändler oder bei einer regionalen Fischzucht vorbestellen, da er nicht überall vorrätig ist.
Eigelb bindet die Sauce cremig. Bei starkem Kochen kann es stocken und die Sauce körnig machen.
Die Baguettescheiben können vorher geschnitten werden. Rösten und Einreiben mit Knoblauch sollten jedoch möglichst kurz vor dem Servieren erfolgen, damit die Croûtons knusprig bleiben.
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