Rubinrote Montmorency-Kirschkonfitüre

Kirschkonfitüre, Île-de-France

Leuchtend rote Kirschkonfitüre aus Montmorency-Kirschen, Zucker und Zitronensaft. Die Früchte mazerieren über Nacht und werden anschließend offen gekocht, bis die Konfitüre weich geliert und streichfähig bleibt.

Zum Rezept
Rubinrote Konfitüre aus dem Val-d’Oise
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Stunden
Gesamtzeit ca. 11 Std. 30 Min.
Menge etwa 4 Gläser à 220 bis 230 g
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Mazeration verbindet den austretenden Fruchtsaft mit dem Zucker und intensiviert das Kirscharoma.
  • Zitronensaft setzt einen frischen Kontrast zur Süße und unterstützt den klaren, säuerlichen Geschmack.
  • Das offene Kochen konzentriert die Frucht und lässt die Kirschen als erkennbare Stücke in der Konfitüre erhalten.
  • Die Gelierprobe auf dem kalten Teller hilft, eine streichfähige statt zu feste Konsistenz zu treffen.

Confiture de cerises de Montmorency ist eine säuerlich-fruchtige Konfitüre aus der Île-de-France. Die schlichte Zubereitung bewahrt das charakteristische Aroma der Montmorency-Kirsche und eignet sich als Aufstrich oder als Begleiter zu einem feinen Dessert.

Rubinrot und glänzend, mit säuerlich-fruchtigem Montmorency-Aroma, klarer Süße und noch erkennbaren weichen Kirschstücken. Die Konsistenz ist weich gelierend und gut streichfähig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kirschen vorbereiten

    Die Kirschen waschen, abtropfen lassen, entstielen und entsteinen. Dabei den austretenden Fruchtsaft auffangen und mit den Kirschen weiterverwenden.

    10 Minuten
    • Bei tiefgekühlten Kirschen den austretenden Saft ebenfalls auffangen.
  2. Über Nacht ziehen lassen

    Kirschen und Zucker in der großen Schüssel vermengen, abdecken und 8 Stunden an einem kühlen Ort ziehen lassen. Die Kirschen geben dabei Saft ab und der Zucker beginnt sich zu lösen.

    8 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist deutlich saftiger und der Zucker teilweise gelöst.

    • Die Schüssel während der Mazeration abdecken.
  3. Zitronensaft einarbeiten

    Die Frucht-Zucker-Mischung in den breiten Topf geben und den Zitronensaft unterrühren. Unter Rühren langsam erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Keine sichtbaren Zuckerkristalle bleiben am Topfboden zurück.

    • Langsames Erhitzen verhindert, dass Zucker am Topfboden ansetzt.

    Wichtig: Beim Umfüllen der heißen Mischung vorsichtig arbeiten.

  4. Offen kochen

    Die Mischung aufkochen lassen und anschließend 25 bis 35 Minuten offen sprudelnd kochen. Regelmäßig umrühren und den aufsteigenden Schaum bei Bedarf abschöpfen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung kocht offen sprudelnd, wird sichtbar konzentrierter und bleibt mit erkennbaren Kirschen stückig.

    • Der breite Topf unterstützt das Verdampfen von Wasser.
    • Nicht unbeaufsichtigt kochen lassen, da die Konfitüre stark aufsteigen kann.

    Wichtig: Heiße Konfitüre kann spritzen und schwere Verbrennungen verursachen.

  5. Gelierpunkt prüfen

    Die Konfitüre ist fertig, wenn sie etwa 104 bis 105 °C erreicht und ein Tropfen auf einem kalten Teller beim Abkühlen leicht geliert. Sie soll streichfähig bleiben und die Kirschen noch erkennbar enthalten.

    5 Minuten 105 °C

    Daran erkennst du es: Ein Tropfen geliert auf dem kalten Teller leicht, bleibt aber streichfähig.

    • Die Gelierprobe nicht im heißen Zustand beurteilen, sondern kurz auf dem kalten Teller abkühlen lassen.

    Wichtig: Beim Entnehmen der Probe auf Spritzer der heißen Konfitüre achten.

  6. Heiß abfüllen und abkühlen

    Die heiße Konfitüre sofort auf vier saubere Gläser verteilen, verschließen und vollständig abkühlen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind vollständig abgekühlt und die Konfitüre ist weich geliert.

    • Die Gläser gleichmäßig befüllen und sofort verschließen.

    Wichtig: Gläser und Konfitüre sind sehr heiß; beim Abfüllen hitzebeständige Handschuhe verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Mazeration nicht überspringen: Die acht Stunden Ruhezeit geben den Kirschen Zeit, Saft abzugeben und sich mit dem Zucker zu verbinden. Dadurch beginnt die Konfitüre bereits mit einer gut aromatisierten Frucht-Zucker-Mischung.
  • Konsistenz über die Gelierprobe prüfen: Die angegebene Temperatur ist ein Richtwert. Entscheidend ist, dass der Tropfen auf dem kalten Teller leicht geliert und die fertige Konfitüre streichfähig bleibt.

Zutatenwissen

Montmorency-Kirschen

Die säuerlichen Griottes sind saisonal auf französischen Wochenmärkten und in gut sortierten Obsthandlungen erhältlich; gelegentlich gibt es sie auch tiefgekühlt im Fachhandel.

Sinnvolle Alternativen

entsteinte Sauerkirschen

Die Konfitüre wird meist etwas dunkler und kräftiger im Geschmack.

Die entsteinten Sauerkirschen in derselben Grundmenge verwenden und wie die Montmorency-Kirschen waschen, abtropfen lassen und mit dem Zucker mazerieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Konfitüre bleibt nach dem Abkühlen sehr flüssig.

Die Mischung offen 25 bis 35 Minuten kochen und den Tropfen auf einem kalten Teller prüfen.

Die Konfitüre erneut vorsichtig erhitzen und die Gelierprobe wiederholen.

Die Konfitüre wird zu fest oder verliert deutlich an Fruchtwirkung.

Bei etwa 104 bis 105 °C und einer leicht gelierenden, noch streichfähigen Probe vom Herd nehmen.

Bei Bedarf mit wenig Wasser vorsichtig erwärmen und die Konsistenz neu beurteilen.

Die Frucht-Zucker-Mischung setzt am Topfboden an.

Langsam erhitzen und rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot: Die weich gelierende Konfitüre auf frischem Brot oder Toast streichen, damit ihre säuerliche Fruchtigkeit klar zur Geltung kommt.
  • Zu einem feinen Dessert: Als fruchtiger Kontrast zu einem feinen Dessert servieren. Die Säure der Montmorency-Kirsche setzt einen klaren Akzent zu süßen Komponenten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Montmorency-Kirschen andere Sauerkirschen verwenden?

Ja. Entsteinte Sauerkirschen eignen sich als Ersatz. Die Konfitüre wird damit meist etwas dunkler und kräftiger im Geschmack.

Woran erkenne ich, dass die Konfitüre fertig ist?

Sie sollte etwa 104 bis 105 °C erreichen. Zusätzlich zeigt die Gelierprobe, ob ein Tropfen auf einem kalten Teller beim Abkühlen leicht geliert und trotzdem streichfähig bleibt.

Aus unserer Küche

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