Hechtfilet
Hechtfilet möglichst grätenfrei und sehr kalt verarbeiten. Beim Fischhändler kann es sinnvoll sein, das Filet vorzubestellen; grätenfreie Tiefkühlfilets sind eine praktikable Alternative.
Fischquenelle, pochiert und gratiniert
Zarte Hechtquenelles aus einer feinen Farce werden pochiert und anschließend mit einer aromatischen Nantua-Sauce aus Flusskrebsen, Fischfond und Sahne gratiniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Quenelle de brochet sauce Nantua verbindet die Lyoner Quenelle mit der charakteristischen Flusskrebssauce aus Nantua im Ain. Eine lockere Panade, fein pürierter HechtHecht bezeichnet in der Küche meist den Europäischen Hecht mit festem, magerem und grätenreichem Fleisch. und Eier ergeben zarte längliche Nocken, die zuerst pochiert und anschließend in der cremigen Sauce überbacken werden.
Die Quenelles sind weich, elastisch und luftig mit mildem Hechtaroma. Die Nantua-Sauce ist cremig, leicht würzig und intensiv nach Flusskrebs, mit einer warmen Cognac- und Weinnote.
Schritt für Schritt
Das Hechtfilet sorgfältig auf verbliebene Gräten prüfen, trocken tupfen und in Würfel schneiden. Bis zur Verarbeitung gut gekühlt lassen.
Wichtig: Den rohen Fisch bis zur Verarbeitung durchgehend gut gekühlt halten.
Milch, 70 g Butter und 10 g Salz in einem Topf aufkochen. Das Mehl auf einmal einrühren und die Masse bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten kräftig rühren, bis sie sich als glatter Teig vom Topfboden löst. Die Panade auf einen Teller geben, abdecken und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Panade löst sich als glatter Teig vom Topfboden.
Hecht, abgekühlte Panade und weißen Pfeffer in der Küchenmaschine fein pürieren. Die Eier nach und nach einarbeiten, bis eine glatte, weiche Farce entsteht. In eine Schüssel geben, direkt an der Oberfläche abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Farce ist glatt, weich und nach der Ruhezeit gut formbar.
Wichtig: Die rohe Farce während der gesamten Ruhezeit gekühlt halten.
Die FlusskrebseIm Süßwasser lebende langschwänzige Krustentiere mit Scheren. aus den Schalen lösen. Das Schwanzfleisch abgedeckt kalt stellen. Karotte, Zwiebel und Schalotte fein würfeln. Öl in einem breiten Topf erhitzen und die Schalen darin 4 bis 5 Minuten anrösten. Gemüse hinzufügen und 5 Minuten mitbraten. Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
Daran erkennst du es: Die Schalen duften kräftig, das Gemüse ist leicht angeschwitzt und das Tomatenmark angeröstet.
Wichtig: Das ausgelöste Flusskrebsfleisch bis zum Unterheben gekühlt halten.
Den Topf kurz von der Hitze nehmen, Cognac angießen und wieder auf den Herd stellen. Den Weißwein zugießen und auf etwa die Hälfte einkochen lassen. Fischfond hinzufügen und alles 30 Minuten leise köcheln lassen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen und die Schalen sowie das Gemüse kräftig ausdrücken.
Daran erkennst du es: Der Sud ist aromatisch und nach dem Passieren von Schalen und Gemüse getrennt.
Den passierten Sud auf etwa 350 ml einkochen lassen. Sahne zugießen und weitere 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die kalte Butter einrühren und das grob geschnittene Flusskrebsfleisch unterheben. Die Sauce warm halten, aber nicht mehr stark kochen.
Daran erkennst du es: Die Sauce bindet leicht und überzieht den Löffel dünn.
Einen großen Topf mit Wasser und 10 g Salz zum sanften Sieden bringen. Die Farce mit zwei angefeuchteten Esslöffeln zu acht länglichen Nocken formen. Die Quenelles portionsweise in das nur leicht siedende Wasser geben und 12 bis 15 Minuten pochieren. Sie sollen fest werden und an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Quenelles sind fest und steigen an die Oberfläche.
Wichtig: Die Quenelles vollständig durchgaren und anschließend heiß weiterverarbeiten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die pochierten Quenelles in eine flache Auflaufform legen und mit der Nantua-Sauce überziehen. Auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten gratinieren, bis die Sauce blubbert und die Quenelles leicht aufgegangen sind. Sofort heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce blubbert und die Quenelles sind leicht aufgegangen.
Gut zu wissen
Hechtfilet möglichst grätenfrei und sehr kalt verarbeiten. Beim Fischhändler kann es sinnvoll sein, das Filet vorzubestellen; grätenfreie Tiefkühlfilets sind eine praktikable Alternative.
Gekochte Flusskrebse sind beim Fischhändler, in gut sortierten Tiefkühlabteilungen oder im Feinkosthandel erhältlich. Schalen sorgen beim Auskochen für ein intensiveres Aroma.
Zander kann anstelle von Hecht verwendet werden. Er schmeckt milder; das Ergebnis ist dann keine typische Brochet-Quenelle.
Die Quenelles werden milder und entsprechen geschmacklich nicht mehr der typischen Brochet-Quenelle.
Zanderfilet ohne Haut und Gräten in gleicher Menge verwenden und ebenso sehr kalt verarbeiten.
Die Panade vollständig abkühlen lassen, bevor sie mit dem Fisch verarbeitet wird.
Die Farce gut gekühlt ruhen lassen und anschließend mit zwei angefeuchteten Löffeln vorsichtig portionieren.
Nur sanft siedendes Wasser verwenden und die Quenelles portionsweise pochieren.
Die verbliebene Farce erneut kühlen und in kleineren Nocken vorsichtig pochieren.
Die fertige Sauce nur warm halten und nicht mehr stark kochen.
Die Sauce vom Herd nehmen und mit einem kleinen Schuss Sahne vorsichtig glatt rühren.
Die Schalen kräftig anrösten und den Sud anschließend gründlich auskochen.
Die Sauce weiter einkochen, ohne sie zu stark zu reduzieren oder salzig werden zu lassen.
Eine mildere Variante mit Zander statt Hecht.
Die Farce kann wie beschrieben bis zu 12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Die Sauce lässt sich während dieser Zeit vorbereiten; Quenelles erst kurz vor dem Servieren pochieren und gratinieren.
Häufig gefragt
Ja. Zander kann in gleicher Menge verwendet werden, schmeckt jedoch milder und ergibt geschmacklich keine typische Brochet-Quenelle.
Nein, aber Schalen geben der Nantua-Sauce beim Auskochen ein intensiveres Aroma. Ohne Schalen wird sie weniger kräftig.
Die zwölf Stunden im Kühlschrank stabilisieren die Farce und machen sie leichter formbar, bevor die Quenelles pochiert werden.
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