Bourdelot aux pommes

Warme Süßspeise aus der Normandie

Warme normannische Apfeldesserts: Ganze, gefüllte Äpfel werden in Mürbeteig gehüllt und goldbraun gebacken.

Zum Rezept
Bourdelot aux pommes: Normandie im Teigmantel
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 5 Min.
Menge 6 Bourdelots
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen, Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die ganzen Äpfel bleiben als großzügige, saftige Fruchtportion erhalten und garen geschützt in der Teighülle.
  • Butter, Zimt, Zucker und Johannisbeergelee verbinden sich im Apfel zu einer fruchtig-würzigen Füllung.
  • Die Teighülle hält den austretenden Fruchtsaft weitgehend zurück und sorgt außen für goldbraunen, knusprigen Kontrast.
  • Crème fraîche bringt einen kühlen, leicht säuerlichen Ausgleich zum warmen Dessert.

Bourdelot aux pommes ist ein eigenständiges normannisches Apfeldessert mit ganzer Frucht in knuspriger Teighülle. Die Äpfel werden ausgehöhlt, mit Butter, Zimt, Zucker und Johannisbeergelee gefüllt und anschließend einzeln in Teig eingeschlagen. Warm serviert, ergänzt ein Klecks Crème fraîcheCrème fraîche ist ein dickes, mild säuerliches Sahneprodukt mit mindestens 30 Prozent Fett und guter Hitzebeständigkeit. die fruchtige Füllung.

Außen goldbraun und mürbe, innen weich und saftig mit warmem Apfelduft, buttriger Süße, dezenter Zimtwürze und fruchtiger Johannisbeernote; Crème fraîche macht den Bissen cremig und leicht säuerlich.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Vorbereitung

  1. Teig herstellen und kühlen

    Mehl, kalte Butter in Würfeln, Zucker und Salz in der großen Schüssel mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Mischung verarbeiten. Das eiskalte Wasser nach und nach dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, abdecken und 30 Minuten kalt stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und zu einer formbaren Scheibe verbunden.

    • Das Wasser nur nach und nach einarbeiten, damit der Teig nicht weich oder klebrig wird.
    • Rasch kneten, damit die Butter möglichst kalt bleibt.
  2. Backofen und Blech vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Während der Ofen vorheizt, können die Äpfel vorbereitet werden.

    180 °C
    • Das Backpapier verhindert, dass austretender Fruchtsaft direkt am Blech festbackt.

    Wichtig: Beim späteren Einschieben und Herausnehmen das heiße Blech vorsichtig handhaben.

  3. Äpfel vorbereiten

    Die Äpfel schälen und mit dem Apfelausstecher von oben entkernen, ohne den Boden zu durchstoßen. Zucker und Zimt in der kleinen Schüssel gründlich mischen.

    Daran erkennst du es: Die Apfelhöhlungen reichen fast durch die Frucht, haben aber einen geschlossenen Boden.

    • Den Boden der Äpfel unbedingt stehen lassen, damit die Füllung im Inneren bleibt.

Füllen und Formen

  1. Äpfel füllen

    Jede Apfelhöhlung mit 10 g Butter, 20 g Johannisbeergelee und einem Sechstel der Zimt-Zucker-Mischung füllen.

    Daran erkennst du es: Alle Äpfel sind gleichmäßig gefüllt, ohne dass die Füllung über den Rand hinausragt.

    • Die Füllung leicht andrücken, aber die Apfelhöhlung nicht überfüllen.
  2. Äpfel in Teig einschlagen

    Den Teig in sechs gleich große Stücke teilen. Jedes Stück auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 18 cm großen Kreis ausrollen. Einen gefüllten Apfel mittig daraufsetzen, den Teig nach oben über dem Apfel zusammenschlagen und die Nähte sorgfältig zusammendrücken.

    Daran erkennst du es: Jeder Apfel ist vollständig umhüllt und die Teignaht ist geschlossen.

    • Die Teigkreise nicht zu dünn ausrollen, damit sie beim Umschlagen nicht reißen.
    • Bei Bedarf die Naht mit den Fingern leicht zusammendrücken.
  3. Bestreichen

    Die eingepackten Äpfel mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech setzen. Eigelb und Milch in der kleinen Schüssel verquirlen und die Teighüllen damit bestreichen.

    Daran erkennst du es: Die Teighüllen sind gleichmäßig dünn mit der Ei-Milch-Mischung bedeckt.

    • Die Teighüllen nicht mit zu viel Flüssigkeit bestreichen, damit die Oberfläche gleichmäßig bräunt.

Backen und Servieren

  1. Bourdelots backen

    Die Bourdelots 40–45 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Hüllen goldbraun sind und die Äpfel weich werden. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, das Blech locker mit Backpapier abdecken.

    45 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Teighüllen sind goldbraun und die Äpfel lassen sich weich einstechen.

    • Die Backzeit kann je nach Größe und Festigkeit der Äpfel innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.
    • Bei starker Bräunung die Oberfläche locker abdecken, ohne die Teighüllen anzudrücken.

    Wichtig: Beim Öffnen des Ofens und Herausnehmen des Blechs auf heiße Luft und heiße Teighüllen achten.

  2. Ruhen lassen

    Die Bourdelots nach dem Backen 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch wird die Füllung etwas standfester und der austretende Fruchtsaft ist nicht mehr zu heiß.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bourdelots sind noch warm, aber die Füllung ist etwas gesetzt.

    • Die Bourdelots erst nach der Ruhezeit umsetzen, damit die Hülle stabiler bleibt.

    Wichtig: Die Fruchtfüllung kann direkt nach dem Backen sehr heiß sein; vor dem Essen ruhen lassen.

  3. Warm servieren

    Je einen Bourdelot warm mit etwa 25 g Crème fraîche servieren.

    Daran erkennst du es: Die Bourdelots sind warm und die Crème fraîche ist portionsweise bereitgestellt.

    • Die Crème fraîche erst beim Servieren auf oder neben den warmen Bourdelot geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig kalt halten: Die Butter sollte kalt bleiben und der Teig nur kurz geknetet werden. Das erleichtert das Ausrollen und unterstützt eine mürbe Teighülle.
  • Apfelboden nicht durchstechen: Beim Entkernen den unteren Teil der Äpfel geschlossen lassen, damit Butter, Gelee und Zimt-Zucker im Inneren bleiben.
  • Gleichmäßig teilen: Teig, Butter, Gelee und Zimt-Zucker möglichst gleichmäßig auf sechs Äpfel verteilen, damit die Bourdelots gleichzeitig gar werden.
  • Vor dem Servieren ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit macht die Füllung standfester und reduziert die Hitze des austretenden Fruchtsafts.

Zutatenwissen

Äpfel auswählen

Kleine, feste Äpfel lassen sich gut einzeln in die Teigkreise einschlagen und behalten beim Backen ihre Form, bis sie weich sind.

Gelee portionieren

Das Johannisbeergelee wird direkt in die Apfelhöhlungen gegeben und verbindet sich dort mit Butter, Zucker und Zimt.

Crème fraîche erst zum Schluss verwenden

Die Crème fraîche ist als kalter, cremiger Kontrast zum warmen Bourdelot vorgesehen und wird nicht mitgebacken.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 550

Der Teig kann geringfügig kräftiger und etwas weniger zart werden.

Type 550 im gleichen Gewicht verwenden und das Wasser weiterhin nach und nach einarbeiten.

Backmargarine

Die Teighülle kann etwas anders aromatisch und mürbe werden.

Kalte Backmargarine im gleichen Gewicht wie die Butter verwenden.

Apfelgelee

Die Füllung wird milder und stärker apfelig, mit weniger säuerlicher Johannisbeernote.

Das Apfelgelee im gleichen Gewicht verwenden und auf die sechs Apfelhöhlungen verteilen.

Saure Sahne

Der Servierkontrast wird etwas leichter und säuerlicher.

Saure Sahne gut gekühlt portionsweise zu den warmen Bourdelots reichen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig klebt oder lässt sich nur schwer ausrollen.

Kalte Butter verwenden, das Wasser nach und nach zugeben und den Teig rasch verkneten; anschließend 30 Minuten kühlen.

Den Teig erneut kurz kühlen und die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen.

Die Füllung läuft bereits beim Formen aus dem Apfel.

Mit dem Apfelausstecher von oben arbeiten und den unteren Teil der Frucht stehen lassen.

Die Öffnung, soweit möglich, mit einem kleinen Stück Teig verschließen und den Apfel vorsichtig umhüllen.

Die Teighülle reißt beim Umschlagen über dem Apfel.

Etwa 18 cm große Kreise ausrollen und den Apfel mittig platzieren.

Rissstellen mit einem kleinen Teigstück abdecken und die Naht vorsichtig zusammendrücken.

Die Teighülle bräunt stark, bevor der Apfel weich ist.

Die Bourdelots auf der mittleren Schiene backen und die Oberfläche beobachten.

Das Blech locker mit Backpapier abdecken und weiterbacken, bis die Äpfel weich sind.

Die Füllung ist beim ersten Bissen sehr heiß und läuft leicht aus.

Die Bourdelots vor dem Servieren zehn Minuten ruhen lassen.

Ein angeschnittenes Stück kurz abkühlen lassen und erst dann mit Crème fraîche servieren.

Varianten

Bourdelots mit Birnen

Die Äpfel werden durch kleine, feste Birnen ersetzt; die Teighülle und die übrige Füllung bleiben grundsätzlich gleich.

Milde Apfelfüllung

Eine mildere Variante ohne säuerliches Johannisbeergelee.

Rustikale Oberfläche ohne Ei

Die Bourdelots werden ohne Eigelb-Milch-Anstrich gebacken und erhalten dadurch eine mattere, weniger glänzende Oberfläche.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Crème fraîche: Je einen warmen Bourdelot mit einem Klecks Crème fraîche servieren. Die kühle, säuerliche Creme kontrastiert die heiße, fruchtige Füllung.
  • Pur genießen: Die Bourdelots nach der Ruhezeit ohne Begleitung servieren, damit Apfel, Zimt, Butter und Johannisbeergelee im Mittelpunkt stehen.
  • Als kleines Dessert: Einen Bourdelot pro Person als eigenständigen warmen Abschluss eines Essens reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig kann nach Schritt 1 abgedeckt bis zum nächsten Tag gekühlt werden. Vor dem Ausrollen kurz temperieren lassen, ohne ihn warm werden zu lassen.

Aufbewahren

Gebackene Bourdelots vollständig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Crème fraîche getrennt lagern und erst beim Servieren dazugeben.

Nicht länger als nötig ungekühlt stehen lassen, da die Füllung und die Serviercreme feuchte Milch- beziehungsweise Fruchtbestandteile enthalten.

Aufwärmen

  • Backofen: Bourdelots aus dem Kühlschrank nehmen und bei 160 °C im Backofen erwärmen, bis die Füllung wieder warm ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Milch: enthält · Butter, Milch und Crème fraîche sind Bestandteil des Rezepts.
  • Eier: enthält · Eigelb wird zum Bestreichen der Teighüllen verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Heiße Fruchtfüllung: Die Bourdelots nach dem Backen zehn Minuten ruhen lassen, bevor sie serviert und gegessen werden, da die Füllung und der austretende Fruchtsaft zunächst sehr heiß sein können.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Äpfel eignen sich für Bourdelots?

Am besten eignen sich kleine, feste Äpfel, die sich gut schälen und von oben entkernen lassen und beim Backen weich werden, ohne vollständig zu zerfallen.

Warum darf der Apfelboden beim Entkernen nicht durchstoßen werden?

Der geschlossene Boden hält Butter, Johannisbeergelee und Zimt-Zucker im Inneren des Apfels und verhindert, dass die Füllung sofort herausläuft.

Kann der Teig vorab zubereitet werden?

Ja. Der Teig kann abgedeckt bis zum nächsten Tag gekühlt und anschließend ausgerollt werden.

Wann werden Bourdelots serviert?

Sie werden warm serviert. Nach dem Backen sollten sie zehn Minuten ruhen, bevor sie mit Crème fraîche auf den Tisch kommen.

Aus unserer Küche

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