Grüner Anis
Ganze Samen werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma an den Teig abgeben und zugleich etwas Biss behalten. Gemahlener Anis ist möglich, wirkt jedoch schneller und etwas weniger kernig.
Kleines Anisbrot aus dem Tarn
Herzhafte, ungesüßte AnisGanze Samen werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma an den Teig abgeben und zugleich etwas Biss behalten.-Hefeteigstücke aus Carmaux im Tarn, die zuerst im Salzwasser pochiert und anschließend im Ofen knusprig gebacken werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese kleinen dreieckigen Échaudés verbinden einen festen Anis-Hefeteig mit einer besonderen Doppelzubereitung: Erst werden die Teigstücke kurz in siedendem Wasser gegart, danach im Ofen getrocknet und gebacken. Frisch sind sie etwas zarter, vollständig ausgekühlt werden sie trocken und knusprig und passen besonders gut zum Aperitif.
Goldgelbe, trockene und knusprige Dreiecke mit festem Biss, feiner Anisnote und einer zunächst etwas zarteren, nach dem vollständigen Auskühlen deutlich knackigeren Krume.
Schritt für Schritt
Mehl, Trockenhefe, 5 g Salz und den leicht angedrückten grünen Anis in der Rührschüssel vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und alles zu einem festen Teig verkneten: von Hand etwa 8 Minuten oder mit der Küchenmaschine etwa 5 Minuten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und gleichmäßig verbunden.
Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und an einem zugfreien Ort 75 bis 90 Minuten ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.
Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen. In 36 Dreiecke mit ungefähr 4 cm Seitenlänge schneiden und jedes Stück mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Daran erkennst du es: Alle Stücke sind annähernd gleich groß und gleich dick.
2 l Wasser mit 10 g Salz im großen Topf aufkochen und anschließend nur sanft sieden lassen. Die Teigdreiecke portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 30 Sekunden ziehen lassen und dann mit dem Schaumlöffel herausheben.
Daran erkennst du es: Die Teigdreiecke steigen an die Oberfläche und haben anschließend 30 Sekunden gezogen.
Wichtig: Beim Herausheben vorsichtig arbeiten, da Wasser und Topf sehr heiß sind.
Die pochierten Dreiecke auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen und etwa 10 Minuten trocknen lassen. Inzwischen den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Backpapier belegen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Stücke ist nicht mehr nass, und der Ofen ist vorgeheizt.
Wichtig: Die pochierten Stücke vor dem Auflegen abtropfen lassen, damit möglichst wenig Wasser auf das heiße Blech gelangt.
Die Teigstücke mit etwas Abstand auf das Blech legen und bei 190 °C Ober- und Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldgelb und trocken wirken. Für eine besonders feste Kruste den Ofen ausschalten und die Échaudés bei leicht geöffneter Tür weitere 10 Minuten nachtrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Échaudés sind goldgelb und wirken trocken.
Wichtig: Beim Öffnen des Ofens und beim Ausschalten auf die heiße Luft und das heiße Blech achten.
Die Échaudés vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und trocken zum Aperitif servieren. Erst nach dem vollständigen Auskühlen erreichen sie ihre festeste und knusprigste Textur.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind vollständig ausgekühlt und trocken-knusprig.
Gut zu wissen
Ganze Samen werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma an den Teig abgeben und zugleich etwas Biss behalten. Gemahlener Anis ist möglich, wirkt jedoch schneller und etwas weniger kernig.
Die Anisnote wird gleichmäßiger, aber weniger kernig und kann schneller verfliegen.
Grünen Anis durch gemahlenen Anis ersetzen und diesen direkt mit Mehl, Hefe und Salz vermischen. Die Menge nach gewünschter Aromastärke anpassen.
Nach dem Aufkochen nur sanft sieden lassen und die Dreiecke portionsweise pochieren.
Beschädigte Stücke vorsichtig herausheben und die restlichen Portionen bei sanfterem Sieden garen.
Den Teig möglichst gleichmäßig auf etwa 1 cm Dicke ausrollen und Stücke ähnlicher Größe schneiden.
Weichere Stücke länger bei niedriger Restwärme nachtrocknen lassen und regelmäßig kontrollieren.
Die pochierten Stücke vor dem Backen abtropfen und trocknen lassen und die optionale zehnminütige Nachtrocknung nutzen.
Die Stücke im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen weiter nachtrocknen lassen, bis sie trocken wirken.
Eine Variante mit gemahlenem statt ganzem Anis ergibt ein gleichmäßiger gewürztes Gebäck mit weniger kernigem Biss.
Für die optimale knusprige Textur liegen keine belegten Einfrier- und Auftauangaben vor.
Häufig gefragt
Das kurze Garen in sanft siedendem Salzwasser ist der charakteristische erste Garvorgang. Es unterstützt die feste Struktur, bevor die Teigstücke im Ofen getrocknet und gebacken werden.
Ja. Gemahlener Anis ist eine mögliche Alternative zu ganzen, leicht angedrückten Samen. Die Anisnote wird dadurch gleichmäßiger und etwas weniger kernig.
Direkt aus dem Ofen sind sie noch etwas zarter. Nach dem vollständigen Auskühlen werden sie deutlich fester und knuspriger.
Sie werden trocken zum Aperitif serviert.
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