Échaudé de Carmaux

Kleines Anisbrot aus dem Tarn

Herzhafte, ungesüßte AnisGanze Samen werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma an den Teig abgeben und zugleich etwas Biss behalten.-Hefeteigstücke aus Carmaux im Tarn, die zuerst im Salzwasser pochiert und anschließend im Ofen knusprig gebacken werden.

Zum Rezept
Échaudé de Carmaux – knusprige Anisbissen aus dem Tarn
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 90 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 20 Min.
Menge 36 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Trocknen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kurze Pochieren gart die kleinen Teigstücke vor und unterstützt ihre charakteristische feste, trockene Struktur.
  • Das anschließende Backen und Nachtrocknen entzieht Feuchtigkeit, sorgt für eine goldgelbe Oberfläche und macht die Échaudés haltbarer knusprig.
  • Grüner Anis gibt dem schlichten Weizenteig eine klare, leicht kernige Würznote.

Diese kleinen dreieckigen Échaudés verbinden einen festen Anis-Hefeteig mit einer besonderen Doppelzubereitung: Erst werden die Teigstücke kurz in siedendem Wasser gegart, danach im Ofen getrocknet und gebacken. Frisch sind sie etwas zarter, vollständig ausgekühlt werden sie trocken und knusprig und passen besonders gut zum Aperitif.

Goldgelbe, trockene und knusprige Dreiecke mit festem Biss, feiner Anisnote und einer zunächst etwas zarteren, nach dem vollständigen Auskühlen deutlich knackigeren Krume.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und formen

  1. Teig kneten

    Mehl, Trockenhefe, 5 g Salz und den leicht angedrückten grünen Anis in der Rührschüssel vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und alles zu einem festen Teig verkneten: von Hand etwa 8 Minuten oder mit der Küchenmaschine etwa 5 Minuten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und gleichmäßig verbunden.

    • Bei Verwendung der Küchenmaschine die kürzere Knetzeit einhalten.
    • Der Anis soll leicht angedrückt, aber nicht fein gemahlen sein.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und an einem zugfreien Ort 75 bis 90 Minuten ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Gehzeit kann je nach Raumtemperatur innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.
  3. Dreiecke schneiden

    Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen. In 36 Dreiecke mit ungefähr 4 cm Seitenlänge schneiden und jedes Stück mehrmals mit einer Gabel einstechen.

    Daran erkennst du es: Alle Stücke sind annähernd gleich groß und gleich dick.

    • Gleichmäßige Teigdicke sorgt für ein gleichmäßiges Pochieren und Backen.

Pochieren und backen

  1. Teigstücke pochieren

    2 l Wasser mit 10 g Salz im großen Topf aufkochen und anschließend nur sanft sieden lassen. Die Teigdreiecke portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 30 Sekunden ziehen lassen und dann mit dem Schaumlöffel herausheben.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigdreiecke steigen an die Oberfläche und haben anschließend 30 Sekunden gezogen.

    • Die Stücke portionsweise garen, damit das Wasser nur sanft siedet und der Topf nicht überfüllt wird.

    Wichtig: Beim Herausheben vorsichtig arbeiten, da Wasser und Topf sehr heiß sind.

  2. Abtropfen und Ofen vorheizen

    Die pochierten Dreiecke auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen und etwa 10 Minuten trocknen lassen. Inzwischen den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Backpapier belegen.

    10 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Stücke ist nicht mehr nass, und der Ofen ist vorgeheizt.

    • Das Trocknen und Vorheizen laufen gleichzeitig ab.

    Wichtig: Die pochierten Stücke vor dem Auflegen abtropfen lassen, damit möglichst wenig Wasser auf das heiße Blech gelangt.

  3. Backen und nachtrocknen

    Die Teigstücke mit etwas Abstand auf das Blech legen und bei 190 °C Ober- und Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldgelb und trocken wirken. Für eine besonders feste Kruste den Ofen ausschalten und die Échaudés bei leicht geöffneter Tür weitere 10 Minuten nachtrocknen lassen.

    35 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Échaudés sind goldgelb und wirken trocken.

    • Die Stücke nicht zu dicht legen, damit die trockene Hitze rundherum wirken kann.

    Wichtig: Beim Öffnen des Ofens und beim Ausschalten auf die heiße Luft und das heiße Blech achten.

Auskühlen und servieren

  1. Auskühlen lassen

    Die Échaudés vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und trocken zum Aperitif servieren. Erst nach dem vollständigen Auskühlen erreichen sie ihre festeste und knusprigste Textur.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind vollständig ausgekühlt und trocken-knusprig.

    • Frisch aus dem Ofen schmecken die Échaudés etwas zarter; vollständig ausgekühlt sind sie knuspriger.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Das Wasserbad ist entscheidend: Das kurze Pochieren ist kein bloßer Zwischenschritt: Es gart die kleinen Teigstücke vor und trägt zusammen mit dem anschließenden Backen zur charakteristischen festen und trockenen Struktur bei.
  • Zeit sparen: Während die pochierten Dreiecke auf dem Tuch trocknen, kann der Backofen vorheizen und das Blech vorbereitet werden.
  • Textur nach dem Auskühlen: Die Échaudés schmecken direkt nach dem Backen etwas zarter. Ihre besonders feste, knusprige Textur entwickelt sich beim vollständigen Auskühlen.

Zutatenwissen

Grüner Anis

Ganze Samen werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma an den Teig abgeben und zugleich etwas Biss behalten. Gemahlener Anis ist möglich, wirkt jedoch schneller und etwas weniger kernig.

Sinnvolle Alternativen

Gemahlener Anis

Die Anisnote wird gleichmäßiger, aber weniger kernig und kann schneller verfliegen.

Grünen Anis durch gemahlenen Anis ersetzen und diesen direkt mit Mehl, Hefe und Salz vermischen. Die Menge nach gewünschter Aromastärke anpassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Teigdreiecke zerfallen oder werden ungleichmäßig gegart.

Nach dem Aufkochen nur sanft sieden lassen und die Dreiecke portionsweise pochieren.

Beschädigte Stücke vorsichtig herausheben und die restlichen Portionen bei sanfterem Sieden garen.

Ein Teil der Échaudés ist trocken und hart, während andere noch weich wirken.

Den Teig möglichst gleichmäßig auf etwa 1 cm Dicke ausrollen und Stücke ähnlicher Größe schneiden.

Weichere Stücke länger bei niedriger Restwärme nachtrocknen lassen und regelmäßig kontrollieren.

Die Échaudés bleiben nach dem Auskühlen eher zäh als knusprig.

Die pochierten Stücke vor dem Backen abtropfen und trocknen lassen und die optionale zehnminütige Nachtrocknung nutzen.

Die Stücke im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen weiter nachtrocknen lassen, bis sie trocken wirken.

Varianten

Feinere Anisnote

Eine Variante mit gemahlenem statt ganzem Anis ergibt ein gleichmäßiger gewürztes Gebäck mit weniger kernigem Biss.

Servieren und kombinieren

  • Trocken zum Aperitif: Die vollständig ausgekühlten Échaudés trocken als kleine herzhafte Knusserzeugnisse zum Aperitif servieren.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für die optimale knusprige Textur liegen keine belegten Einfrier- und Auftauangaben vor.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum werden die Échaudés zuerst pochiert?

Das kurze Garen in sanft siedendem Salzwasser ist der charakteristische erste Garvorgang. Es unterstützt die feste Struktur, bevor die Teigstücke im Ofen getrocknet und gebacken werden.

Kann ich gemahlenen Anis verwenden?

Ja. Gemahlener Anis ist eine mögliche Alternative zu ganzen, leicht angedrückten Samen. Die Anisnote wird dadurch gleichmäßiger und etwas weniger kernig.

Wann sind die Échaudés am knusprigsten?

Direkt aus dem Ofen sind sie noch etwas zarter. Nach dem vollständigen Auskühlen werden sie deutlich fester und knuspriger.

Wie werden die Échaudés serviert?

Sie werden trocken zum Aperitif serviert.

Aus unserer Küche

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