Fougasse aux noix du Périgord et romarin

Herzhafte Fougasse aus dem Périgord

Flaches französisches Hefebrot mit Noix du Périgord, Olivenöl, Rosmarin und Fleur de Sel. Der Teig wird zweimal gehen gelassen, mit Walnüssen verfeinert, eingeschnitten und bei hoher Hitze goldbraun gebacken.

Zum Rezept
Fougasse aux noix du Périgord et romarin
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Stunden
Menge 1 Fougasse mit 6 Stücken
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigführung entwickelt ein lockeres, aromatisches Inneres.
  • Das vorsichtige Einarbeiten der Walnüsse verteilt den nussigen Geschmack, ohne die Teigstruktur unnötig zu belasten.
  • Die flache Form und die Einschnitte vergrößern die Oberfläche und fördern eine goldbraune, knusprige Kruste.
  • Olivenöl, Rosmarin und Fleur de Sel setzen klare herzhafte Akzente auf dem milden Hefeteig.

Diese Fougasse verbindet einen luftigen, elastischen Hefeteig mit dem nussigen Biss der Noix du Périgord. Das flache, eingeschnittene Brot wird mit Olivenöl, Rosmarin und Fleur de Sel vollendet und schmeckt warm ebenso wie abgekühlt.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und luftig. Die grob gehackten Walnüsse sorgen für knackige Stücke, während Rosmarin, Olivenöl und Fleur de Sel ein würziges, mediterranes Aroma geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen

  1. Teig mischen und kneten

    Mehl, trockene Backhefe, feines Salz und Zucker in der Schüssel vermischen. Lauwarmes Wasser und 20 ml Olivenöl dazugießen, zunächst vermengen und anschließend 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend von der Schüssel.

    • Das Wasser nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht durch zu hohe Hitze beeinträchtigt wird.
    • Bei Handarbeit zunächst langsam mischen und erst danach kräftiger kneten.
  2. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in die leicht geölte Schüssel legen und abdecken. Bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich ungefähr verdoppelt.

    • Die Schüssel zugfrei aufstellen.
    • Das Volumen ist wichtiger als eine exakt eingehaltene Uhrzeit.

Fougasse formen

  1. Walnüsse einarbeiten

    Den Teig vorsichtig entgasen. Die grob gehackten Noix du Périgord behutsam einkneten, damit sie möglichst gleichmäßig verteilt sind.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Walnüsse sind gleichmäßig im Teig verteilt.

    • Nicht zu kräftig kneten, damit die zuvor entstandene Teigstruktur möglichst erhalten bleibt.
  2. Teig auf dem Blech ausziehen

    Das Blech mit etwas Olivenöl ausstreichen. Den Teig darauflegen und mit geölten Händen zu einem flachen Rechteck von etwa 24 × 37 cm auseinanderdrücken. Die Fougasse sollte ungefähr 1,5 bis 2 cm dick sein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig liegt gleichmäßig flach auf dem Blech und lässt sich ohne Reißen ausziehen.

    • Den Teig nicht mit dem Nudelholz ausrollen, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.
    • Bei starkem Zurückfedern den Teig kurz entspannen lassen und anschließend weiter ausziehen.
  3. Einschneiden und nochmals gehen lassen

    Mit dem scharfen Messer mehrere längliche Einschnitte setzen, sodass die typische offene Blatt- oder Ährenform entsteht. Die Öffnungen vorsichtig auseinanderziehen, ohne den Teig zu zerreißen. Abdecken und nochmals 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fougasse wirkt sichtbar aufgegangen und die Einschnitte bleiben offen.

    • Die Einschnitte nicht zu klein setzen, damit die charakteristische offene Form beim Backen erhalten bleibt.

    Wichtig: Beim Einschneiden das Blech stabil auf eine rutschfeste Arbeitsfläche stellen.

Backen und servieren

  1. Ofen vorheizen und Fougasse bestreuen

    Den Backofen rechtzeitig auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Fougasse mit dem restlichen Olivenöl bestreichen und Rosmarin sowie Fleur de Sel darüberstreuen.

    210 °C
    • Das Bestreichen erst kurz vor dem Backen ausführen.
    • Das Fleur de Sel gleichmäßig über die Oberfläche verteilen.

    Wichtig: Beim Umgang mit dem vorgeheizten Backofen hitzebeständige Handschuhe verwenden.

  2. Goldbraun backen

    Die Fougasse 25 bis 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Während des Backens kann der Ofen ungestört arbeiten; anschließend die Oberfläche und Unterseite prüfen.

    28 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Unterseite durchgebacken.

    • Bei ungleichmäßiger Bräunung das Blech gegen Ende der Backzeit vorsichtig drehen.
    • Die Fougasse nicht nur nach der Oberflächenfarbe beurteilen, sondern auch die Unterseite prüfen.

    Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.

  3. Abkühlen und servieren

    Die Fougasse auf ein Gitter legen und vor dem Servieren 10 Minuten abkühlen lassen. Anschließend in sechs Stücke brechen oder schneiden und warm oder vollständig abgekühlt servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist stabil, während das Innere noch weich bleibt.

    • Das Gitter verhindert, dass die Unterseite durch aufsteigenden Dampf weich wird.

    Wichtig: Vor dem Portionieren kurz abkühlen lassen, damit sich niemand an der heißen Krume verbrennt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gehzeiten nach Teigzustand beurteilen: Die angegebenen zwei Stunden und eine Stunde sind Richtwerte. Entscheidend ist, dass der Teig bei der ersten Gare ungefähr sein Volumen verdoppelt und bei der zweiten Gare sichtbar aufgeht.
  • Backofen rechtzeitig vorheizen: Den Backofen während oder gegen Ende der zweiten Gehzeit vorheizen, damit die geformte Fougasse ohne unnötige Wartezeit in den heißen Ofen kommt.
  • Offene Form erhalten: Die Einschnitte müssen ausreichend breit auseinandergezogen werden. Zu kleine Öffnungen können beim Aufgehen wieder zusammenlaufen.

Zutatenwissen

Noix du Périgord ersetzen

Noix du Périgord AOP sind in größeren Supermärkten, französischen Feinkostläden, auf Wochenmärkten oder im Onlinehandel mit französischen Regionalprodukten erhältlich. Frische Walnüsse funktionieren ebenfalls, schwächen aber den konkreten Regionalbezug.

Mehlwahl

Weizenmehl Type 550 und französisches T65 sind für diesen Hefeteig geeignete Alternativen. Die Wasseraufnahme kann geringfügig variieren; deshalb das Wasser zunächst vollständig einarbeiten und die Teigkonsistenz prüfen.

Zwei verschiedene Salzgaben

Das feine Salz wird in den Teig eingearbeitet. Fleur de Sel kommt erst am Ende auf die Oberfläche und soll deshalb nicht mit dem Teigsalz zusammengefasst werden.

Sinnvolle Alternativen

Frische Walnüsse

Der nussige Charakter bleibt erhalten, der konkrete Bezug zu Noix du Périgord AOP wird schwächer.

Frische Walnüsse grob hacken und an derselben Stelle in den Teig einarbeiten.

Weizenmehl Type 550 statt französischem T65 oder umgekehrt

Die Fougasse bleibt ähnlich luftig; Wasseraufnahme und Teigfestigkeit können leicht abweichen.

Die angegebene Mehlmenge verwenden und die Teigkonsistenz beim Kneten prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fougasse bleibt dicht und geht kaum auf.

Lauwarmes statt heißes Wasser verwenden und den Teig nach Volumenentwicklung beurteilen.

Den Teig, sofern er noch nicht gebacken ist, länger an einem zugfreien, warmen Ort gehen lassen.

Der Teig reißt beim Auseinanderdrücken oder beim Öffnen der Einschnitte.

Mit geölten Händen vorsichtig von innen nach außen drücken und den Teig bei starkem Zurückfedern kurz entspannen lassen.

Risse vorsichtig zusammendrücken und die Form weniger weit auseinanderziehen.

Die Unterseite ist blass oder noch teigig.

Den Ofen rechtzeitig auf 210 °C vorheizen und die Fougasse auf der mittleren Schiene backen.

Die Fougasse einige Minuten weiterbacken und anschließend erneut die Unterseite prüfen.

Die Fougasse wird trocken und hart.

Ab 25 Minuten regelmäßig die Bräunung und den Garzustand prüfen und nach dem Abkühlen luftdicht lagern.

Die Stücke kurz erwärmen und mit etwas Olivenöl oder einer feuchten Beilage servieren.

Varianten

Fougasse mit klassischen Walnüssen

Die regionale Walnusssorte wird durch gewöhnliche frische Walnüsse ersetzt, während Teigführung und Form unverändert bleiben.

Rosmarinbetonte Fougasse

Der Rosmarin wird aromatisch stärker hervorgehoben, ohne die Grundstruktur des Brotes zu verändern.

Servieren und kombinieren

  • Warm zum Teilen: Die Fougasse nach der kurzen Abkühlzeit in Stücke brechen und warm als aromatisches Brot zum Teilen servieren.
  • Abgekühlt als Brotbeilage: Vollständig abgekühlt lässt sich die Fougasse gut in Stücke schneiden und zu Salaten, Gemüsegerichten oder anderen herzhaften Speisen reichen.
  • Mit französischen Produkten: Für eine regional betonte Kombination mit französischem Charakter zusammen mit Oliven, Käse oder einem einfachen grünen Salat servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig bis zum Ende der ersten Gehzeit vorbereiten, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Formen wieder auf Raumtemperatur kommen lassen. Die zweite Gehzeit und das Backen am Serviertag durchführen.

Aufbewahren

Nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht bei Raumtemperatur lagern. Für längere Aufbewahrung im Kühlschrank verpacken, wobei die Kruste weicher werden kann.

Vor der Lagerung vollständig abkühlen lassen, damit sich im Behälter möglichst wenig Kondenswasser bildet.

Einfrieren

Die vollständig abgekühlte Fougasse in Stücke teilen, luftdicht verpacken und einfrieren.

Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen auffrischen.

Die Kruste kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein; kurzes Aufbacken verbessert die Oberfläche.

Aufwärmen

  • Backofen: Stücke im vorgeheizten Ofen kurz erwärmen, bis die Oberfläche wieder leicht knusprig ist.
  • Toaster oder Grillpfanne: Einzelne Stücke vorsichtig erwärmen, bis die Schnittflächen leicht geröstet sind.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide beziehungsweise Weizen: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550 oder französisches T65.
  • Schalenfrüchte: enthält · Die Fougasse enthält Walnüsse beziehungsweise Noix du Périgord.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich T65 durch Weizenmehl Type 550 ersetzen?

Ja. Beide Mehle eignen sich für den Teig. Je nach Wasseraufnahme kann sich die Teigkonsistenz leicht unterscheiden.

Was kann ich verwenden, wenn ich keine Noix du Périgord finde?

Frische Walnüsse sind ein geeigneter Ersatz. Der nussige Charakter bleibt erhalten, nur der konkrete Regionalbezug wird schwächer.

Schmeckt die Fougasse warm oder abgekühlt besser?

Sie kann nach etwa 10 Minuten Abkühlzeit warm serviert werden oder vollständig auskühlen. Warm ist die Krume besonders weich, abgekühlt lässt sie sich leichter portionieren.

Aus unserer Küche

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