Kartoffelsorte
Mehligkochende Kartoffeln geben beim Reiben Stärke ab und sorgen im gekochten Anteil für eine weiche, bindende Konsistenz.
Kartoffelklöße aus der Corrèze
Eigenständige Kartoffelklöße aus der Corrèze: Eine Masse aus rohen und gekochten mehligkochenden Kartoffeln wird mit Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer gewürzt, zu Klößen geformt und sanft pochiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
In der Corrèze, im historischen Limousin der heutigen Region Nouvelle-Aquitaine, werden Farcidures aus rohen und gekochten Kartoffeln geformt. Die rohen Kartoffeln bringen ihre Stärke mit, während das Kartoffelpüree für Zusammenhalt und eine weichere Mitte sorgt. Anschließend werden die Klöße sanft in Salzwasser pochiert und mit etwas Kochsud serviert.
Die Farcidures haben eine weiche, kompakte Mitte und eine zarte, leicht stärkehaltige Oberfläche. Knoblauch und Petersilie geben den Kartoffelklößen ein herzhaftes, frisches Aroma; etwas Kochsud macht sie saftig und warm.
Schritt für Schritt
Die 400 g Kartoffeln zum Kochen schälen, in Stücke schneiden und in Wasser etwa 20–25 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und zu einem glatten Püree zerdrücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Wasser und dem Dampf umgehen.
Die 800 g rohen Kartoffeln fein reiben. Die Masse portionsweise in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, sodass möglichst wenig Flüssigkeit zurückbleibt.
Wichtig: Beim Reiben die Finger von der Reibefläche fernhalten.
Das Kartoffelpüree mit den ausgedrückten rohen Kartoffeln, Knoblauch, Petersilie, 12 g Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen, damit sie etwas bindet.
Daran erkennst du es: Die Masse wirkt gleichmäßig vermengt und lässt sich zu einer kompakten Portion zusammendrücken.
Aus der Kartoffelmasse mit angefeuchteten Händen 8 etwa faustgroße Klöße formen. Die Oberfläche glattdrücken und Risse vorsichtig schließen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind kompakt, glatt und ohne offene Risse.
Das Wasser mit 18 g Salz in einem großen Topf erhitzen. Sobald es nur noch sanft siedet, die Klöße vorsichtig einlegen. Die Flüssigkeit darf nicht sprudelnd kochen, sonst können die Farcidures zerfallen.
Daran erkennst du es: Das Wasser bewegt sich sanft, ohne stark zu sprudeln.
Wichtig: Die Klöße vorsichtig in die heiße Flüssigkeit absenken, um Spritzer und Verbrennungen zu vermeiden.
Die Klöße bei schwacher Hitze etwa 30–35 Minuten pochieren. Bei einem kleineren Topf portionsweise arbeiten.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und fühlen sich fest an.
Wichtig: Nicht sprudelnd kochen lassen; die heißen Klöße und die Flüssigkeit vorsichtig handhaben.
Die Farcidures mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen. Mit etwas von ihrem Kochsud in vorgewärmten Tellern servieren.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind abgetropft und behalten ihre Form.
Wichtig: Beim Herausheben auf heißes Wasser und aufsteigenden Dampf achten.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln geben beim Reiben Stärke ab und sorgen im gekochten Anteil für eine weiche, bindende Konsistenz.
Die 12 g Salz würzen die Kartoffelmasse; die getrennten 18 g salzen das Pochierwasser. Beide Mengen sollten nicht zusammengelegt werden.
Fein gehackter Knoblauch und glatte Petersilie werden direkt in die Kartoffelmasse eingearbeitet.
Der Geschmack wird milder und zwiebeliger; die Bindung der Klöße bleibt unverändert.
Schnittlauch in derselben Menge verwenden und wie die Petersilie fein hacken.
Die Würzung bleibt pfeffrig, wirkt aber etwas milder und optisch unauffälliger.
Weißen Pfeffer in gleicher Menge in die Kartoffelmasse geben.
Die Masse portionsweise im sauberen Küchentuch ausdrücken, bis möglichst wenig Flüssigkeit zurückbleibt.
Die Masse erneut vorsichtig ausdrücken, ohne die festgelegten Zutatenmengen durch zusätzliche trockene Zutaten zu verändern.
Die Flüssigkeit nur sanft sieden lassen und die Klöße vorsichtig einlegen.
Die Hitze sofort reduzieren und die verbliebenen Klöße möglichst wenig bewegen.
Mit angefeuchteten Händen formen, die Oberfläche glätten und Risse vorsichtig schließen.
Vor dem Einlegen einzelne Risse mit den Händen schließen und die Klöße nochmals verdichten.
Die Kartoffelbasis bleibt unverändert, während die Petersilie stärker in den Vordergrund tritt.
Eine zurückhaltendere Würzung für eine mildere Kartoffelvariante.
Häufig gefragt
Die rohen Kartoffeln liefern Stärke und Struktur, während das Kartoffelpüree für Zusammenhalt und eine weichere Mitte sorgt.
Durch das Ausdrücken wird überschüssige Flüssigkeit entfernt, sodass die Masse kompakter wird und beim Pochieren besser zusammenhält.
Die Klöße steigen an die Oberfläche und fühlen sich fest an. Die angegebene Pochierzeit beträgt etwa 30–35 Minuten.
Starkes Kochen bewegt die Klöße zu heftig und kann dazu führen, dass sie zerfallen.
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