Weitere Merkmale

Fouaisse

Burgundisches Fladenbrot

Ein schlichtes burgundisches Fladenbrot aus weichem Hefeteig mit Olivenöl, Thymian und grobem Meersalz.

Zum Rezept
Fouaisse aus Burgund – herzhaftes Fladenbrot
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 95 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 20 Min.
Menge 1 Fouaisse auf einem Backblech von etwa 30 × 40 cm, 4–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lauwarme Wasser und die vergleichsweise weiche Teigführung fördern eine luftige Krume.
  • Das vorsichtige Ziehen statt Ausrollen bewahrt möglichst viel Luft im gegangenen Teig.
  • Die zweite Ruhezeit entspannt den Teig und unterstützt die flache, lockere Form.
  • Olivenöl, Thymian und grobes Meersalz geben dem schlichten Brot aromatische Akzente und eine würzige Oberfläche.

Fouaisse wird als flaches, herzhaftes Hefebrot auf dem Blech gebacken. Der weich geführte Teig wird vorsichtig flach gezogen, eingeschnitten und mit Olivenöl, Thymian und grobem Meersalz verfeinert. Die Mitte bleibt luftig, während die Ränder goldbraun und leicht knusprig werden.

Außen goldbraun mit leicht knusprigen Kanten, innen weich und luftig. Olivenöl sorgt für eine zarte Saftigkeit, während Thymian und grobes Meersalz würzige, herzhafte Akzente setzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig ansetzen und kneten

    Weizenmehl und Trockenbackhefe in der großen Schüssel vermischen. Lauwarmes Wasser, feines Salz und 30 g Olivenöl hinzufügen. Alles zunächst mit dem Kochlöffel verrühren, dann 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Falls der Teig anfangs leicht klebt, die Hände sparsam mit Wasser befeuchten, statt zusätzlich viel Mehl einzuarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Zusätzliches Mehl nur sehr sparsam verwenden, damit der Teig weich bleibt.
  2. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.

    • Die Schüssel zugfrei bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  3. Fladen formen

    Das Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig vorsichtig daraufsetzen und mit geölten Händen zu einem etwa 30 × 40 cm großen, oval-rechteckigen Fladen ziehen. Nicht ausrollen, damit möglichst viel Luft im Teig bleibt.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist flach gezogen und bedeckt ungefähr die vorgesehene Blechfläche.

    • Den Teig nicht mit dem Nudelholz bearbeiten.
  4. Einschneiden

    Mit einem scharfen Messer mehrere schräge Einschnitte in den Teig machen, sodass eine typische Blatt- oder Ährenform entsteht. Die Einschnitte mit den Fingern vorsichtig etwas auseinanderziehen, ohne den Teig vollständig zu durchtrennen.

    Daran erkennst du es: Die Einschnitte sind sichtbar, ohne den Fladen in einzelne Stücke zu teilen.

    • Nicht zu tief schneiden, damit die Fouaisse als zusammenhängender Fladen erhalten bleibt.

    Wichtig: Beim Einschneiden das Messer kontrolliert vom Körper weg führen.

  5. Zweite Ruhezeit und Vorheizen

    Den geformten Fladen mit einem Tuch abdecken und weitere 25 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    25 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Der Fladen ruht sichtbar entspannt, der Backofen ist vollständig vorgeheizt.

    • Die Ruhezeit und das Vorheizen können gleichzeitig erfolgen.

    Wichtig: Beim späteren Öffnen des heißen Backofens auf austretende Hitze achten.

  6. Bestreichen und würzen

    Die Fouaisse mit den restlichen 20 g Olivenöl bestreichen. Getrockneten Thymian und grobes Meersalz gleichmäßig darüberstreuen.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Öl und Gewürzen bedeckt.

    • Öl und Gewürze möglichst gleichmäßig bis zu den Randbereichen verteilen.
  7. Backen

    Das Blech auf der mittleren Schiene in den heißen Ofen schieben und die Fouaisse 18 bis 22 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Ränder leicht knusprig wirken.

    20 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, die Ränder wirken leicht knusprig.

    • Die Fouaisse gegen Ende der Backzeit beobachten, da Öfen unterschiedlich stark bräunen.

    Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Hitzeschutz herausnehmen.

  8. Abkühlen und servieren

    Das Fladenbrot aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Warm oder abgekühlt in handlichen Stücken servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist handwarm oder vollständig abgekühlt und lässt sich in Stücke teilen.

    • Das Kuchengitter ermöglicht, dass die Unterseite nicht durch eingeschlossene Hitze weich wird.

    Wichtig: Das Brot vor dem Teilen kurz abkühlen lassen, damit die Krume stabiler wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weicher Teig: Der Teig darf anfangs leicht kleben. Sparsam mit Wasser befeuchtete Hände helfen besser als zusätzlich viel Mehl, damit die Fouaisse locker bleibt.
  • Luft im Teig bewahren: Beim Formen den Teig nur vorsichtig ziehen und nicht ausrollen. So bleibt möglichst viel Gärgass im Teig erhalten.
  • Vorheizen während der Ruhezeit: Das Vorheizen auf 220 °C kann während der zweiten Ruhezeit erfolgen und verlängert die Gesamtzeit nicht zusätzlich.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Type 550 eignet sich für einen elastischen Hefeteig und unterstützt die gewünschte luftige Mitte.

Zwei Salzarten mit getrennten Aufgaben

Das feine Salz wird in den Teig eingearbeitet. Das grobe Meersalz bleibt als sichtbare, knusprig-würzige Würzung für die Oberfläche getrennt.

Olivenöl aufteilen

Das Olivenöl für den Teig und das Olivenöl zum Bestreichen sind eigene Mengen und werden in unterschiedlichen Arbeitsschritten verwendet.

Sinnvolle Alternativen

Frische Hefe

Kann den Teig ebenso lockern; die genaue Umrechnung hängt vom verwendeten Produkt ab.

Frische Hefe in etwas vom lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit den übrigen Teigzutaten vermischen.

Mildes neutrales Pflanzenöl

Der Teig bleibt weich, verliert aber den charakteristischen Olivenölgeschmack.

Das Öl in denselben beiden Arbeitsschritten und grundsätzlich in gleicher Flüssigkeitsmenge verwenden.

Frischer Thymian

Das Aroma wirkt frischer und meist etwas milder verteilt.

Frische Thymianblättchen von den Stielen zupfen und vor dem Backen über die geölte Oberfläche streuen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fouaisse wird kompakt oder trocken.

Die Hände sparsam mit Wasser befeuchten und den Teig weiterkneten, statt viel Mehl nachzugeben.

Wenn der Teig noch nicht geformt ist, ihn mit feuchten Händen vorsichtig weiterbearbeiten und ausreichend gehen lassen.

Die Krume wird weniger luftig.

Den Teig vorsichtig auf das Blech setzen und mit geölten Händen ziehen.

Den geformten Fladen nochmals 25 Minuten ruhen lassen, bevor er eingeschnitten und gebacken wird.

Die Fouaisse fällt beim Backen in einzelne Stücke auseinander.

Nur schräge Einschnitte setzen und die Zwischenräume vorsichtig auseinanderziehen.

Oberflächliche Risse können vor dem Bestreichen vorsichtig zusammengedrückt werden.

Die Mitte bleibt blass oder wirkt teigig.

Den Teig ungefähr auf 30 × 40 cm ziehen und auf die goldbraune Oberfläche sowie leicht knusprige Ränder achten.

Die Fouaisse bei gleicher Temperatur kurz weiterbacken und die Oberfläche erneut prüfen.

Varianten

Knoblauch-Kräuter-Fouaisse

Die schlichte Würzung wird um fein gehackten Knoblauch und weitere frische Kräuter ergänzt.

Fouaisse mit Zwiebeln

Dünn geschnittene Zwiebeln geben der Oberfläche zusätzliche Süße und Saftigkeit.

Fouaisse mit Vollkornanteil

Ein Teil des Weizenmehls wird durch Weizenvollkornmehl ersetzt; das Brot wird kräftiger und etwas dichter.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Fouaisse nach der kurzen Abkühlzeit noch warm in handliche Stücke teilen. So kommen die knusprigen Ränder und das Olivenölaroma besonders deutlich zur Geltung.
  • Abgekühlt servieren: Die Fouaisse vollständig abkühlen lassen und anschließend in Stücke brechen oder schneiden. Die Krume wird dabei stabiler und eignet sich gut zum Teilen.
  • Mit würzigen Begleitern: Die handlichen Stücke können mit würzigen Aufstrichen, Dips oder einer Suppe kombiniert werden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl ist ausdrücklich als Zutat angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was tun, wenn der Teig klebt?

Die Hände sparsam mit Wasser befeuchten und den Teig weiterkneten. Möglichst nicht viel zusätzliches Mehl einarbeiten, damit die Fouaisse weich und luftig bleibt.

Warum soll der Teig gezogen und nicht ausgerollt werden?

Beim vorsichtigen Ziehen bleibt mehr Luft im gegangenen Teig. Ausrollen kann die lockere Struktur stärker entgasen.

Kann die Fouaisse auch abgekühlt serviert werden?

Ja. Sie kann nach 10 Minuten Abkühlzeit warm oder vollständig abgekühlt in handlichen Stücken serviert werden.

Woran erkenne ich, dass die Fouaisse fertig gebacken ist?

Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Ränder sollten leicht knusprig wirken. Die angegebene Backzeit beträgt etwa 18 bis 22 Minuten.

Aus unserer Küche

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