Weizenmehl Type 550
Das Rezept verwendet Weizenmehl Type 550 sowohl im fermentierten Teig als auch im Hauptteig. Beide Mengen getrennt abwiegen, damit die Teigführung nachvollziehbar bleibt.
Herzhaftes Fladenbrot aus der Bretagne
Rundes bretonisches Hefefladenbrot aus fermentiertem Weizenteig mit dünner, heller Kruste und weicher Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Galette de four, im bretonischen Penthièvre auch Tanviole genannt, ist ein rundes Hefefladenbrot. Der Teig aus Weizenmehl, Wasser, fermentiertem Teig, Hefe und Salz wird lange geführt, zu flachen Galettes geformt und im sehr heißen Ofen gebacken. Die charakteristischen Einstiche auf der Oberfläche unterstützen die typische Struktur.
Die Galettes haben eine dünne, hell goldbraune und leicht knusprige Kruste. Die Krume bleibt weich, elastisch und mild aromatisch; frisch gebacken schmecken sie besonders angenehm noch leicht warm.
Schritt für Schritt
Die 2 g Hefe im Wasser auflösen. Mit dem Mehl und Salz zu einem glatten, festen Teig verkneten. Abgedeckt 30 Minuten bei Raumtemperatur anspringen lassen und anschließend 14 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und fest verknetet.
Den fermentierten Teig 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Die Hefe im Wasser für den Hauptteig auflösen. Mehl, fermentierten Teig und Salz in die große Schüssel geben.
Daran erkennst du es: Der fermentierte Teig ist nicht mehr kühlschrankkalt und lässt sich zerteilen.
Alles zunächst 3 Minuten langsam vermengen. Danach 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht, der sich weitgehend vom Schüsselrand löst.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch, glatt und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Den Teig abgedeckt 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich entspannt und wirkt leicht gelockert.
Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einer glatten Kugel formen. Die Teiglinge abdecken und 30 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind glatt geformt und lassen sich anschließend leichter flachdrücken.
Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Jeden Teigling mit leicht feuchten Händen oder auf einer unbemehlten Arbeitsfläche zu einer runden, etwa 22 cm großen und 2 cm dicken Galette flachdrücken. Je zwei Galettes auf ein Blech legen.
Daran erkennst du es: Die Galettes sind rund, etwa 22 cm groß und ungefähr 2 cm dick.
Die Teiglinge abdecken und 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Inzwischen den Backofen mit einem leeren, hitzefesten Blech auf der untersten Schiene auf 245 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn du einen Backstein oder Backstahl verwendest, diesen ebenfalls mit aufheizen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar gelockert und der Ofen beziehungsweise Backstein vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Das leere Blech wird sehr heiß; beim späteren Eingießen des Wassers besonders vorsichtig arbeiten.
Die Oberfläche jeder Galette mit den Fingerspitzen mehrfach bis knapp vor den Boden eindrücken. Die kleinen Vertiefungen gleichmäßig verteilen. Für die traditionelle Optik können zusätzlich flache, kreuzweise Einschnitte angebracht werden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche weist gleichmäßig verteilte Vertiefungen auf.
Ein Blech mit den Galettes in den Ofen schieben. Etwa 100 ml Wasser in das vorgeheizte leere Blech gießen und die Ofentür sofort schließen. 10 Minuten bei 245 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt fest zu werden, bleibt aber noch hell.
Wichtig: Beim Eingießen des Wassers in das heiße Blech entsteht schlagartig heißer Dampf. Hände und Gesicht vom Dampf fernhalten.
Das Dampfblech vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und die Galettes weitere 15 bis 20 Minuten backen. Sie sollen hell goldbraun sein und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Daran erkennst du es: Die Galettes sind hell goldbraun und klingen beim Klopfen auf die Unterseite hohl.
Wichtig: Das Dampfblech und die Ofenflächen bleiben sehr heiß; beim Herausnehmen Verbrennungen vermeiden.
Die Galettes auf ein Gitter legen und mindestens 20 Minuten ausdampfen lassen. Sie schmecken noch leicht warm oder vollständig ausgekühlt besonders aromatisch.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist stabil und die Galettes lassen sich anschneiden, ohne dass die Krume stark klebt.
Gut zu wissen
Das Rezept verwendet Weizenmehl Type 550 sowohl im fermentierten Teig als auch im Hauptteig. Beide Mengen getrennt abwiegen, damit die Teigführung nachvollziehbar bleibt.
Die kleine Hefemenge gehört in den fermentierten Teig, die größere Menge in den Hauptteig. Beide Ansätze nicht bereits beim ersten Ansetzen zusammengeben.
Auch das Salz ist auf fermentierten Teig und Hauptteig aufgeteilt. Die beiden festen Mengen als getrennte Zutatenzeilen beibehalten.
Die Teigentwicklung kann etwas anders verlaufen; die Aktivität der Hefe und die Teiglockerung beobachten.
Die Trockenhefe entsprechend der Aufteilung des Rezepts verwenden. Je nach Produkt direkt mit dem Mehl mischen oder nach Packungsangabe im Wasser aktivieren.
Die Wasseraufnahme kann leicht abweichen, wodurch der Teig etwas weicher oder fester ausfallen kann.
Mit der angegebenen Wassermenge beginnen und die Teigkonsistenz beim Kneten prüfen. Nur bei deutlich zu festem Teig sehr vorsichtig zusätzlich Wasser einarbeiten.
Die 14 Stunden Kühlschrankruhe sowie die Ruhe- und Gehzeiten möglichst vollständig einhalten.
Die geformten Teiglinge nicht sofort backen, sondern ihnen bei Raumtemperatur mehr Zeit geben, sofern sie noch nicht übergar sind.
Mit leicht feuchten Händen oder auf einer unbemehlten Arbeitsfläche arbeiten.
Die Oberfläche vor dem Backen leicht befeuchten und die Backzeit sorgfältig beobachten; eine zu trockene Krume lässt sich nachträglich nur begrenzt korrigieren.
Ofen und leeres Dampfblech rechtzeitig auf 245 °C vorheizen.
Die Galettes vollständig ausbacken und beim nächsten Durchgang die Vorheizzeit verlängern.
Die Teiglinge möglichst gleich groß portionieren und je zwei pro Blech mit Abstand auflegen.
Die helleren Galettes nach dem Herausnehmen der dunkleren kurz weiterbacken, falls nötig.
Die Galettes werden auf einem vollständig vorgeheizten Backstein oder Backstahl gebacken statt auf Backblechen.
Die traditionelle Oberfläche wird zusätzlich zu den Fingerspitzen-Vertiefungen mit flachen kreuzweisen Einschnitten gestaltet.
Der fermentierte Teig kann wie im Rezept vorgesehen bis zu 14 Stunden im Kühlschrank ruhen. Für die beste Teigentwicklung die angegebene Ruhezeit einhalten und den Teig vor der Weiterverarbeitung 30 Minuten temperieren.
Die vollständig ausgekühlten Galettes bei Raumtemperatur vor Austrocknung geschützt lagern. Für eine längere Aufbewahrung luftdicht verpacken und im Kühlschrank lagern; vor dem Servieren kurz erwärmen.
Nur vollständig ausgekühltes Brot verpacken, damit sich möglichst wenig Kondenswasser bildet.
Die vollständig ausgekühlten Galettes einzeln oder portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen erwärmen.
Die Kruste kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein; kurzes Aufbacken verbessert die Oberfläche.
Häufig gefragt
Der fermentierte Teig ruht zunächst 30 Minuten bei Raumtemperatur und anschließend 14 Stunden im Kühlschrank.
Sie wird zunächst 10 Minuten bei 245 °C mit Dampf gebacken. Danach wird das Dampfblech entfernt, die Temperatur auf 220 °C gesenkt und die Galette weitere 15 bis 20 Minuten gebacken.
Die gleichmäßig verteilten Vertiefungen gehören zur charakteristischen Oberfläche der Galette de four und prägen ihre Form und Struktur.
Beides ist möglich: Nach mindestens 20 Minuten Ausdampfen schmeckt sie noch leicht warm, aber auch vollständig ausgekühlt aromatisch.
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