Orangenblütenwasser
Orangenblütenwasser ist meist in gut sortierten Supermärkten, französischen Feinkostgeschäften sowie mediterranen oder arabischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Aveyroner Schichtkuchen
Ein kegelförmiger französischer Schichtkuchen aus dem Aveyron, dessen luftiger Teig Lage für Lage auf einem rotierenden Kegel am Holzfeuer gebacken wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gâteau à la broche ist ein kegelförmiger Kuchen aus dem Aveyron in der Region Occitanie. Eine luftige Masse aus Butter, Zucker, Mehl und Eiern wird Schicht für Schicht auf einen rotierenden Kegel gegeben, bis außen die typischen goldenen Spitzen entstehen.
Außen zeigt sich der Kuchen goldbraun und spitz geschichtet. Innen ist er feinporig, buttrig und weich, mit süßem Aroma sowie warmen Rum- und zarten Orangenblütennoten.
Schritt für Schritt
Stelle Drehspieß, Kegel, Auffangschale und Küchengarn bereit. Entzünde ein kräftiges, kontrolliertes Holzfeuer oder nutze eine dafür geeignete Feuerstelle mit Drehspieß. Die Hitze soll den Kegel gleichmäßig erreichen, ohne dass Flammen direkt an den Teig schlagen.
Wichtig: Arbeite nur an einer sicheren, geeigneten Feuerstelle und halte den Arbeitsbereich frei von brennbaren Gegenständen.
Umwickle den Kegel mit einem passenden Stück Backpapier. Bestreiche das Papier dünn mit dem neutralen Öl und befestige es an den Enden mit Küchengarn. Stelle die Auffangschale unter den Kegel, damit herabtropfender Teig aufgefangen wird.
Trenne die Eier. Schmilz die Butter bei niedriger Hitze, rühre den Zucker ein und lass die Mischung anschließend lauwarm abkühlen. Verrühre die Eigelbe mit dem Salz und gib sie nach und nach in die Butter-Zucker-Mischung.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Mischung lauwarm, nicht heiß.
Siebe das Mehl zur Butter-Zucker-Ei-Mischung und rühre nur so lange, bis ein glatter, zähfließender Teig entsteht. Vermische Rum und Orangenblütenwasser miteinander und rühre beides unter.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und zähfließend, ohne sichtbare Mehlnester.
Schlage die Eiweiße zu einem weichen, stabilen Schnee. Hebe ihn in zwei bis drei Portionen vorsichtig unter den Teig, damit die Masse luftig bleibt. Decke die Schüssel ab und lass den Teig 1 Stunde ruhen.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist vollständig, aber möglichst luftig untergehoben; der Teig ruht 1 Stunde abgedeckt.
Setze den vorbereiteten Kegel auf den Drehspieß und beginne ihn gleichmäßig zu drehen. Gib mit einer kleinen Kelle eine dünne Teigschicht rundum auf den Kegel. Warte, bis die Schicht goldbraun ist und weitgehend angezogen hat, bevor du die nächste Lage aufträgst. Wiederhole das Auftragen und Backen, bis der Teig verbraucht ist. Je nach Hitze dauert dieser Vorgang etwa 40 bis 55 Minuten.
Daran erkennst du es: Jede Lage ist goldbraun und weitgehend fest, die äußeren Spitzen sind deutlich gebräunt.
Wichtig: Den rotierenden Kegel und die Feuerstelle während des gesamten Vorgangs beaufsichtigen; nicht in offene Flammen greifen.
Nimm den fertigen Kuchen vom Feuer und lass ihn mindestens 30 Minuten am Kegel abkühlen. Löse danach vorsichtig das Küchengarn und das Backpapier. Ziehe den Kuchen behutsam vom Kegel und schneide ihn mit einem Sägemesser waagerecht in feine Scheiben.
Daran erkennst du es: Der Kuchen ist am Kegel abgekühlt und lässt sich vorsichtig lösen, ohne dass die Schichten brechen.
Gut zu wissen
Orangenblütenwasser ist meist in gut sortierten Supermärkten, französischen Feinkostgeschäften sowie mediterranen oder arabischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Die Eier werden getrennt: Eigelb kommt in die lauwarme Butter-Zucker-Mischung, Eiweiß wird separat aufgeschlagen und anschließend vorsichtig untergehoben.
Der Rum wird zusammen mit dem Orangenblütenwasser unter den fertigen Teig gerührt.
Das Aroma wird frischer und weniger blumig als mit Orangenblütenwasser.
Die Orange fein abreiben und die Schale anstelle des Orangenblütenwassers unter den fertigen Teig rühren.
Die Mischung nach dem Schmelzen auf lauwarm abkühlen lassen und das Eigelb nach und nach einarbeiten.
Falls nur kleine Flocken entstanden sind, die Masse sofort kräftig glattrühren und anschließend durch das Sieb geben; bei stark gestockter Masse lässt sich die Struktur nur begrenzt retten.
Mit einer kleinen Kelle dünne Lagen rundum auftragen und jede Lage vor dem Weiterarbeiten weitgehend anziehen lassen.
Bei noch nicht abgeschlossenem Backen die folgenden Lagen deutlich dünner auftragen und die Drehung gleichmäßig halten.
Eine kontrollierte Feuerstelle verwenden und die Flammen vom Teig fernhalten.
Den Kegel aus dem direkten Flammenbereich nehmen, die Hitze reduzieren und die Drehung fortsetzen, sofern der Kuchen noch stabil genug ist.
Mindestens 30 Minuten am Kegel abkühlen lassen und Backpapier sowie Garn vorsichtig entfernen.
Bruchstücke als einzelne Kuchenscheiben servieren; ein vollständiges Wiederherstellen der Kegelform ist nicht zuverlässig möglich.
Eine frische, weniger blumige Aromavariante mit fein abgeriebener Schale einer unbehandelten Orange statt Orangenblütenwasser.
Häufig gefragt
Die angegebene Menge ergibt einen Kuchen für etwa 10 bis 12 Portionen.
Als Alternative kannst du die fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange verwenden. Das Aroma wird dadurch frischer und weniger blumig.
Ja, der Kuchen wird an einem kräftigen, kontrollierten Holzfeuer mit Drehspieß gebacken. Verwende eine stabile, geeignete Feuerstelle und halte direkte Flammen vom Teig fern, damit der Kegel gleichmäßig erhitzt wird.
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