Normannische Apfelkonfitüre mit Calvados

Apfelkonfitüre mit Calvados

Fein passierte Apfelkonfitüre mit säuerlichen Äpfeln, Zucker und CalvadosFranzösischer, geschützter Obstbrand aus der Normandie, der überwiegend aus Apfel- und teils Birnenwein destilliert wird.. Durch das lange Ziehen und kurze kräftige Einkochen wird sie glatt, dickflüssig und streichfähig.

Zum Rezept
Normannische Apfelkonfitüre mit Calvados
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 8 Stunden
Gesamtzeit ca. 9 Stunden
Menge Gläser à 250 g
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die säuerlichen Äpfel bringen eine klare Fruchtnote und halten die süße Konfitüre aromatisch ausgewogen.
  • Die mitgekochte Apfelschale unterstützt die natürliche Bindung, bevor die Masse fein passiert wird.
  • Das achtstündige Ziehen verbindet Frucht, Zucker und Calvados gleichmäßig.
  • Das kurze kräftige Einkochen konzentriert Geschmack und Konsistenz, ohne die Konfitüre schnittfest werden zu lassen.

Confiture de pommes au Calvados ist eine fein passierte Apfelkonfitüre mit dem warmen Duft normannischen Apfelbrands. Die Äpfel werden mit ihrer Schale weich gegart, anschließend passiert und mit Zucker und Calvados lange ziehen gelassen. Ein kurzes, kräftiges Einkochen verdichtet die Frucht zu einem glatten Aufstrich für Brot, Crêpes oder eine Käseplatte.

Glatt und streichfähig, mit intensivem Apfelaroma, ausgewogener Süße und einem warmen, leicht fruchtig-kräftigen Calvadosduft.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Äpfel vorbereiten

    Äpfel waschen, vierteln und Stiele, Kerngehäuse sowie beschädigte Stellen entfernen. Die Schale bleibt dran, weil sie zur natürlichen Bindung beiträgt.

    • Die Äpfel erst nach dem Entfernen beschädigter Stellen wiegen, wenn die verwendbare Menge möglichst genau eingehalten werden soll.
  2. Äpfel weich garen

    Apfelstücke mit dem Wasser in den Topf mit dickem Boden geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 25 bis 30 Minuten garen. Zwischendurch umrühren, damit nichts ansetzt.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Apfelstücke sind vollständig weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Der Deckel hält die Feuchtigkeit im Topf und verhindert, dass die Äpfel vor dem Weichwerden austrocknen.
  3. Apfelmasse passieren

    Die weichen Äpfel durch eine Passiermühle mit feiner Scheibe drehen. Alternativ die Masse fein pürieren und anschließend durch ein feines Sieb streichen. So werden Schalenreste und Kerne entfernt.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt und frei von größeren Schalen- oder Kernresten.

    • Beim Arbeiten mit der Passiermühle die weiche Masse portionsweise einfüllen.

    Wichtig: Die Apfelmasse vor dem Pürieren kurz abkühlen lassen, wenn ein Stabmixer verwendet wird.

  4. Mit Zucker und Calvados ziehen lassen

    Apfelmasse, Zucker und Calvados gründlich verrühren. Die Mischung abdecken und 8 Stunden ziehen lassen, damit sich Zucker und Frucht gleichmäßig verbinden.

    8 Stunden
    • Die Mischung kann über Nacht ziehen; sie muss vor dem Einkochen vollständig durchgerührt werden.
  5. Konfitüre einkochen

    Die Mischung in einem breiten Topf unter Rühren erhitzen. Sobald sie kräftig sprudelnd kocht, etwa 5 Minuten weiterkochen. Einen kleinen Tropfen auf einen kalten Teller geben: Läuft er nur langsam auseinander und bleibt streichfähig, ist die Konfitüre fertig. Bei Bedarf noch kurz weiterkochen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Tropfen auf dem kalten Teller läuft nur langsam auseinander; die Konfitüre ist glatt, dickflüssig und streichfähig.

    • Die Konfitüre während des Einkochens regelmäßig rühren und den kalten Teller für die Gelierprobe bereithalten.

    Wichtig: Die kochende Konfitüre ist sehr heiß und kann spritzen; langsam und mit ausreichend Abstand rühren.

  6. Heiß abfüllen

    Die heiße Konfitüre in sauber vorbereitete, heiß ausgespülte Gläser füllen und abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind gleichmäßig gefüllt und die Oberfläche der Konfitüre ist glatt.

    • Beim Abfüllen einen kleinen Rand lassen und die Gläser auf eine hitzefeste Unterlage stellen.

    Wichtig: Gläser und Konfitüre sind heiß; beim Abfüllen hitzefeste Handschuhe verwenden.

  7. Servieren

    Zum Servieren auf Brot oder Crêpes streichen oder zu einer Käseplatte reichen. Die Konfitüre soll glatt, dickflüssig und streichfähig sein, nicht schnittfest.

    Daran erkennst du es: Die abgekühlte Konfitüre lässt sich leicht verstreichen.

    • Vor dem Servieren kurz umrühren, wenn sich die Oberfläche im Glas gesetzt hat.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Schale mitkochen: Die Äpfel werden mit Schale gegart, weil sie zur natürlichen Bindung beiträgt. Nach dem Passieren werden Schalenreste und Kerne entfernt.
  • Streichfähige Konsistenz prüfen: Die Konfitüre soll dickflüssig und streichfähig sein, aber nicht schnittfest werden. Die Gelierprobe auf einem kalten Teller hilft bei der Beurteilung.

Zutatenwissen

Säuerliche Äpfel

Säuerliche Äpfel halten die Süße der Konfitüre aromatisch ausgewogen. Die angegebene Menge ist ungeschält gewogen.

Calvados

Calvados ist ein französischer Apfelbrand. Er wird mit der passierten Apfelmasse und dem Zucker verrührt und zieht anschließend mehrere Stunden mit der Frucht.

Sinnvolle Alternativen

Französischer Apfelbrand

Das Ergebnis kann je nach Ausbau etwas kräftiger oder weniger holzbetont schmecken.

Calvados im gleichen Volumen durch einen französischen Apfelbrand ersetzen und wie im Rezept mit Apfelmasse und Zucker verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Apfelstücke setzen am Topfboden an.

Die Äpfel zugedeckt bei mittlerer Hitze garen und zwischendurch umrühren.

Falls nur leicht angesetzt, die Masse ohne Kratzen vom Boden abnehmen und in einem sauberen Topf weitergaren.

Die Konfitüre bleibt nach dem Einkochen zu dünnflüssig.

Die Mischung kräftig sprudelnd kochen und den Tropfen auf dem kalten Teller prüfen.

Die Konfitüre nochmals kurz weiterkochen und die Gelierprobe wiederholen.

Die Konfitüre wird zu fest oder schnittfähig.

Die Gelierprobe regelmäßig durchführen und den Topf vom Herd nehmen, sobald der Tropfen nur noch langsam auseinanderläuft.

Die Konfitüre vorsichtig mit wenig Wasser erwärmen und glatt rühren.

Varianten

Apfelkonfitüre ohne Calvados

Eine alkoholfreie Variante mit reinem Apfelaroma.

Servieren und kombinieren

  • Auf frischem Brot: Die glatte Konfitüre auf frischem Brot verstreichen und zum Frühstück oder als süßen Imbiss servieren.
  • Zu Crêpes: Die Konfitüre dünn auf warme Crêpes streichen oder als fruchtige Füllung verwenden.
  • Zur Käseplatte: Die süß-fruchtige Konfitüre als streichfähige Ergänzung zu einer Käseplatte reichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Äpfel eignen sich für die Konfitüre?

Am besten eignen sich säuerliche Äpfel. Sie bringen ein klares Fruchtaroma und balancieren die Süße von Zucker und Calvados aus.

Warum wird die Apfelmasse passiert?

Durch das Passieren werden Schalenreste und Kerne entfernt. Dadurch wird die Konfitüre glatt und fein streichfähig.

Woran erkenne ich, dass die Konfitüre fertig ist?

Einen kleinen Tropfen auf einen kalten Teller geben. Läuft er nur langsam auseinander und bleibt streichfähig, ist die Konfitüre fertig.

Kann ich Calvados ersetzen?

Ja. Ein französischer Apfelbrand kann im gleichen Volumen verwendet werden. Je nach Ausbau kann das Aroma kräftiger oder weniger holzbetont ausfallen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar