Schweinenetz
Schweinenetz hält die Farce zusammen und schützt die Oberfläche vor dem Austrocknen. Beim Metzger ist es häufig auf Vorbestellung erhältlich.
Pâté aus dem französischen Baskenland
Rustikaler baskischer Schweinepâté aus grob gewolftem Fleisch, Leber, Ei-Sahne-Bindung, ArmagnacFranzösischer Weinbrand aus der historischen Region Gascogne. und Piment d’EspelettePiment d’Espelette ist eine geschützte französische Paprikasorte aus dem Baskenland, die frisch, als Schnur oder als Pulver verwendet wird., im Wasserbad gegart und anschließend kalt durchgezogen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser rustikale Pâté verbindet grob gehacktes Schweinefleisch und Leber mit Knoblauch, Kräutern und der fruchtig-warmen Würze des Piment d’Espelette. Die Variante ist dem französischen Baskenland in Nouvelle-Aquitaine zugeordnet. In der Terrine gart die Ei-Sahne-Bindung die kräftige Farce saftig und schnittfest.
Kräftiger, würziger Duft mit Schweinefleisch, Leber, Thymian und einer warmen Pimentnote. Die Scheiben sind kompakt und saftig, mit grober, rustikaler Textur, mild rauchiger Schärfe und einem langen, würzigen Nachhall.
Schritt für Schritt
Das SchweinenetzFeinmaschiges Fettgewebe vom Schwein zum Umhüllen und Stabilisieren von Speisen. 20 Minuten in kaltem Wasser wässern. Anschließend gründlich abspülen und zwischen Küchenpapier trocken tupfen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; bei Umluft genügen 140 °C.
Wichtig: Das rohe Schweinenetz bis zur Verarbeitung kalt halten.
Schweineschulter und Schweinebauch in wolfgerechte Stücke schneiden und durch eine 6–8-mm-Scheibe wolfen. Die Leber von Sehnen befreien und durch eine feinere Scheibe wolfen. Zwiebel, Knoblauch und Petersilie sehr fein hacken.
Wichtig: Rohes Fleisch und rohe Leber getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Eier, Sahne, Armagnac, Salz, Piment d’Espelette und Pfeffer verrühren. Die Mischung zusammen mit Zwiebel, Knoblauch und Petersilie zum gewolften Fleisch geben. Alles mit den Händen oder dem Knethaken 2–3 Minuten gründlich vermengen, bis die Masse leicht bindet. Einen kleinen Teelöffel der Farce in einer Pfanne vollständig durchgaren und die Würzung prüfen.
Daran erkennst du es: Die Farce wirkt leicht bindend und zusammenhängend.
Wichtig: Die Probefarce nicht roh probieren.
Die Terrinenform mit dem Schweinenetz auslegen, sodass es an den Seiten übersteht. Die Farce portionsweise einfüllen und jeweils fest andrücken, damit keine größeren Lufträume bleiben. Thymian und Lorbeerblatt obenauf legen, das überstehende Netz darüberklappen und den Deckel aufsetzen.
Daran erkennst du es: Die Farce liegt dicht und ohne größere sichtbare Lufträume in der Form.
Die Terrine in eine tiefe ofenfeste Form stellen. So viel heißes Wasser angießen, dass die Form etwa zur Hälfte im Wasser steht. Im Wasserbad etwa 90–105 Minuten garen. Die Terrine ist fertig, sobald die Mitte 72 °C erreicht hat.
Daran erkennst du es: Die Mitte erreicht 72 °C. Erst dann die Terrine aus dem Ofen nehmen.
Wichtig: Die Kerntemperatur in der Mitte der Terrine messen; die angegebene Zeit allein ist nicht maßgeblich.
Die Form aus dem Wasserbad nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Falls sich viel flüssiges Fett gesammelt hat, vorsichtig abgießen. Die Oberfläche mit Backpapier bedecken, leicht beschweren und die Terrine vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Terrine ist vollständig abgekühlt, bevor sie in den Kühlschrank kommt.
Wichtig: Die Terrine vor dem Kühlen nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Die abgekühlte Terrine abdecken und mindestens 24 Stunden kalt stellen. Nach 24 Stunden ist sie schnittfest; nach 48 Stunden wird das Aroma noch harmonischer.
Daran erkennst du es: Die Terrine ist vollständig durchgekühlt und lässt sich sauber schneiden.
Wichtig: Durchgehend gekühlt lagern.
Die gekühlte Terrine 15 Minuten temperieren lassen und den Pâté mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich sauber lösen, bleiben aber kompakt und kühl.
Gut zu wissen
Schweinenetz hält die Farce zusammen und schützt die Oberfläche vor dem Austrocknen. Beim Metzger ist es häufig auf Vorbestellung erhältlich.
Das baskische Gewürz bringt fruchtige, leicht rauchige Wärme. Es ist in französischen Feinkostläden, gut sortierten Gewürzgeschäften und bei spezialisierten Onlinehändlern erhältlich.
Armagnac gibt der Farce warme, würzige Tiefe. Er ist in größeren Supermärkten, Weinhandlungen und französischen Feinkostgeschäften erhältlich.
Die von Sehnen befreite Leber wird feiner gewolft als Schulter und Bauch. Dadurch verteilt sie sich gleichmäßig in der Farce und unterstützt die Bindung.
Die Oberfläche wird kräftiger und der Pâté etwas fetter.
Die Terrinenform dünn mit Speckscheiben auslegen und die Farce wie beschrieben einfüllen. Das Specknetz entfällt.
Die Schärfe bleibt möglich, aber die typische fruchtige und leicht rauchige Note des Piment d’Espelette fehlt.
Mildes Chilipulver vorsichtig dosieren und die Würzung an der vollständig gegarten Probefarce prüfen.
Der Geschmack wird etwas geradliniger und weniger typisch für die Gascogne.
Cognac in derselben Menge wie Armagnac in die Ei-Sahne-Mischung geben.
Alle Fleischzutaten gut gekühlt verarbeiten und die Farce nur so lange mischen, bis sie leicht bindet.
Die Farce vor dem Einfüllen kurz kalt stellen und anschließend vorsichtig weiterverarbeiten.
Die Farce portionsweise einfüllen und jede Lage fest andrücken.
Vor dem Garen sichtbare Hohlräume vorsichtig mit Farce auffüllen und die Oberfläche erneut glätten.
Mindestens 24 Stunden kühlen und erst danach temperieren und schneiden.
Die Terrine wieder abdecken und länger kalt stellen.
Mit dem Kerntemperaturfühler prüfen und die Terrine bei 72 °C in der Mitte aus dem Ofen nehmen.
Eine Variante ohne Schweinenetz mit dünnen Speckscheiben als Auskleidung der Form.
Die Farce wird mit Cognac statt Armagnac aromatisiert.
Die Terrine kann bis zu 48 Stunden vor dem Servieren zubereitet werden. Nach dem Garen vollständig abkühlen lassen, abdecken und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Häufig gefragt
Die Mitte der Terrine soll 72 °C erreichen. Die Garzeit von etwa 90–105 Minuten ist ein Richtwert; entscheidend ist die Messung in der Mitte.
Die Kühlzeit macht die Farce schnittfest und gibt den Aromen Zeit, sich zu verbinden. Nach 48 Stunden wird der Geschmack noch harmonischer.
Ja. Die Form kann dünn mit Speckscheiben ausgelegt werden. Dadurch wird die Oberfläche kräftiger und der Pâté etwas fetter.
Mildes Chilipulver ist eine mögliche Alternative. Es bringt Schärfe, ersetzt aber nicht vollständig die typische fruchtige und leicht rauchige Note.
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