Blätterteig gekühlt verarbeiten
Den Blätterteig bis zur Verwendung gekühlt halten. Kalter Teig lässt sich besser über die Farce legen und blättert beim Backen zuverlässiger auf.
Fleischlaib in Blätterteig
Herzhafter Fleischlaib aus Schweine- und Kalbsfarce mit gekochten Eiern, Kräutern und goldbraun gebackenem Blätterteig.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Pâté berrichon ist eine Spezialität aus dem Berry in der Region Centre-Val de Loire. Eine würzige Farce aus Schwein und Kalb wird mit gekochten Eiern gefüllt, in Blätterteig eingeschlossen und im Ofen gebacken. In dicken Scheiben serviert, schmeckt er warm ebenso wie vollständig ausgekühlt.
Außen kräftig goldbraun und blättrig, innen kompakt, saftig und würzig mit feinen Kräutern, schwarzem Pfeffer und Muskat. Die gekochten Eier setzen im Anschnitt helle, feste Akzente.
Schritt für Schritt
Die sechs Eier in kochendem Wasser 9–10 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, vollständig abkühlen lassen und pellen. Anschließend längs halbieren.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest und das Eigelb vollständig gestockt.
Schalotten und Knoblauch sehr fein hacken. Petersilie und Thymianblättchen ebenfalls fein schneiden. Schweinehack, Kalbshack, das frische Ei, Weißwein, Kräuter, Salz, Pfeffer und Muskatnuss in einer Schüssel gründlich vermengen, bis eine gleichmäßige, gebundene Farce entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und hält beim Zusammendrücken zusammen.
Wichtig: Rohes Hackfleisch und Ei nach diesem Schritt nicht probieren; Hände, Arbeitsfläche und Geräte anschließend gründlich reinigen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Den Blätterteig in zwei Rechtecke teilen. Ein Rechteck auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Farce längs in der Mitte zu einem flachen Laib formen und die halbierten Eier mit der Schnittfläche nach unten dicht hintereinander darauflegen. Mit der restlichen Farce bedecken und an den Seiten leicht andrücken.
Das zweite Teigrechteck über die Füllung legen. Die Ränder rundum gut zusammendrücken und nach innen einschlagen. Die Oberfläche mit einem scharfen Messer vorsichtig einritzen, ohne die Füllung tief anzuschneiden. In der Mitte zwei kleine Öffnungen als Dampfabzug anbringen.
Daran erkennst du es: Die Teigränder sind rundum geschlossen und die Dampfabzüge offen.
Das Eigelb mit einem Teelöffel Wasser verquirlen und den Teig gleichmäßig damit bestreichen. Den Pâté berrichon 55–60 Minuten backen, bis die Kruste kräftig goldbraun ist und die Farce vollständig durchgegart ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig goldbraun und die Farce vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Farce muss vollständig durchgegart sein, bevor der Pâté serviert wird.
Den Fleischlaib mindestens 30 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Anschließend in dicke Scheiben schneiden. Der Pâté berrichon wird warm oder vollständig ausgekühlt serviert; eine eigene Sauce gehört nicht zu dieser traditionellen Rezeptstruktur.
Daran erkennst du es: Der Laib ist so weit abgekühlt, dass er sich in stabile dicke Scheiben schneiden lässt.
Wichtig: Den gebackenen Fleischlaib nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Gut zu wissen
Den Blätterteig bis zur Verwendung gekühlt halten. Kalter Teig lässt sich besser über die Farce legen und blättert beim Backen zuverlässiger auf.
Schwein und Kalb gründlich mit Ei, Weißwein und Gewürzen vermengen, bis die Masse zusammenhält, ohne sie unnötig lange zu kneten.
Petersilie und Thymian fein schneiden, damit sie sich gleichmäßig in der Farce verteilen.
Die Hülle wird weniger blättrig und eher mürbe; die Grundstruktur des gefüllten Fleischlaibs bleibt erhalten.
Den Mürbeteig ebenfalls in zwei Rechtecke teilen, die Füllung einschließen und wie beschrieben backen. Die Oberfläche kann etwas weniger stark aufgehen.
Die Masse gründlich binden und den gekühlten Blätterteig erst kurz vor dem Formen aus dem Kühlschrank nehmen.
Die Farce vor dem Formen kurz kalt stellen und anschließend kompakt, aber nicht zu dick auf dem Teig verteilen.
Die Ränder rundum gut zusammendrücken und zwei kleine Öffnungen in der Mitte anbringen.
Kleine Risse während des Backens vorsichtig mit einem Stück Teig verschließen, sofern die Oberfläche noch nicht vollständig fest ist.
Den Fleischlaib mindestens 30 Minuten ruhen lassen; für besonders saubere Scheiben vollständig auskühlen lassen.
Die restlichen Stücke weiter abkühlen lassen und mit einem scharfen Messer schneiden.
Den Pâté nach dem Backen vollständig auskühlen lassen und erst dann in dicke Scheiben schneiden.
Der Pâté kann bis zu 12 Stunden vor dem Servieren vollständig gebacken und abgekühlt werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren kalt oder vorsichtig erwärmt schneiden.
Den abgekühlten Pâté abdecken und im Kühlschrank lagern. Zum Servieren kalte Scheiben direkt aus dem Kühlschrank schneiden oder vorsichtig erwärmen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; Reste nach dem Servieren wieder kühlen.
Den vollständig abgekühlten Pâté portionsweise oder als ganzen Laib luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Anschließend kalt schneiden oder vorsichtig im Ofen erwärmen.
Die Kruste kann nach dem Einfrieren und Auftauen etwas weniger knusprig sein.
Häufig gefragt
Beides ist möglich. Er kann warm oder lauwarm serviert werden; vollständig ausgekühlt lässt er sich besonders sauber in dicke Scheiben schneiden.
Die Eier werden vorgekocht, damit sie im Anschnitt fest bleiben und sich klar von der Fleischfarce abheben.
Eine eigene Sauce gehört nicht zu dieser Rezeptstruktur. Der Pâté wird in Scheiben serviert und erhält seine Würze aus der Farce und der goldbraunen Teighülle.
Ja. Vollständig ausgekühlt lässt er sich besonders stabil schneiden und eignet sich gut für eine kalte Tafel.
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