Gelée de coing – französisches Quittengelee

Französisches Fruchtgelee

Klares, goldfarbenes Quittengelee aus gekochten Quitten, abgeseihtem Fruchtsaft, Zucker und Zitronensaft.

Zum Rezept
Gelée de coing – französisches Quittengelee
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 65 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Stunden
Gesamtzeit ca. 11 Std. 35 Min.
Menge etwa 4 Gläser à 250 ml
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Schale, Kerngehäuse und Kerne der Quitten bleiben beim Kochen erhalten und unterstützen die natürliche Gelierung.
  • Das langsame Abtropfen ohne Ausdrücken sorgt für einen möglichst klaren Saft und damit für eine klare Gelée.
  • Zitronensaft balanciert die Süße und unterstützt den fein säuerlichen Geschmack.

Gelée de coing ist ein klassisches französisches Quittengelee: klar, goldfarben und fein säuerlich. Die Quitten werden mit Schale und Kerngehäuse ausgekocht, bevor ihr aromatischer Saft mit Zucker zu einer streichfähigen Gelée geliert. Sie schmeckt auf Brot oder Brioche und passt auch zu mildem Käse.

Die fertige Gelée ist klar und goldfarben, duftet blumig nach Quitte, schmeckt süß und fein säuerlich und ist streichfähig, aber nicht schnittfest.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Quitten kochen und Saft gewinnen

  1. Quitten vorbereiten

    Quitten unter fließendem Wasser gründlich abreiben, um den feinen Flaum zu entfernen. Die Früchte vierteln und anschließend in grobe Stücke schneiden. Schale, Kerngehäuse und Kerne bleiben dabei erhalten.

    10 Minuten
    • Die Schale und das Kerngehäuse nicht entfernen, da sie zur natürlichen Gelierung beitragen.

    Wichtig: Beim Vierteln der festen Quitten vorsichtig und mit stabilem Schneidebrett arbeiten.

  2. Quittensstücke weich kochen

    Quittensstücke mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Aufkochen, den Deckel auflegen und alles bei kleiner Hitze etwa 45 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Stücke sehr weich sind.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Quittensstücke sind sehr weich und lassen sich leicht teilen.

    • Der Deckel hilft, die Flüssigkeitsmenge während des sanften Kochens zu erhalten.
  3. Saft langsam abtropfen lassen

    Ein großes Sieb mit einem sauberen Passiertuch oder einer feinen Stoffwindel auslegen und über eine Schüssel hängen. Die gekochten Quitten hineingeben und den Saft 8 bis 12 Stunden langsam ablaufen lassen. Für eine möglichst klare Gelée die Früchte nicht ausdrücken.

    10 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Saft ist abgelaufen und die Fruchtmasse bleibt im Tuch zurück.

    • Die Abtropfzeit kann je nach Fruchtmenge und Tuch variieren; nicht pressen, wenn die Gelée klar bleiben soll.

    Wichtig: Sieb, Tuch und Schüssel sauber verwenden.

Gelée herstellen

  1. Zucker nach dem Saftgewicht bemessen

    Den aufgefangenen Saft abmessen und wiegen. Für die Gelée genau die gleiche Menge Zucker abwiegen. Bei etwa 750 ml Saft werden also etwa 750 g Zucker benötigt.

    5 Minuten
    • Die Saftmenge bestimmt die endgültige Zuckermenge; die Ausgangsangabe von etwa 750 g ist daher nur ein Richtwert.
  2. Saft, Zucker und Zitronensaft erhitzen

    Quittensaft, Zucker und Zitronensaft in einen breiten Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Flüssigkeit kräftig aufkochen lassen und den entstehenden Schaum bei Bedarf abschöpfen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und die Flüssigkeit kocht kräftig.

    • Ein breiter Topf erleichtert das gleichmäßige Einkochen.

    Wichtig: Vorsicht vor heißem, sprudelndem Gelee beim Rühren und Abschöpfen.

  3. Gelée gelieren lassen und prüfen

    Die Gelée 15 bis 20 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zur Gelierprobe einen kleinen Teller vorher kalt stellen, einen Tropfen Gelée daraufgeben und kurz abkühlen lassen. Wenn der Tropfen langsam läuft und sich die Oberfläche bei leichtem Druck sanft kräuselt, ist die Gelée fertig. Andernfalls noch einige Minuten weiterkochen und erneut prüfen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Tropfen läuft auf dem kalten Teller langsam und die Oberfläche kräuselt sich bei leichtem Druck.

    • Die Gelierprobe ist aussagekräftiger als eine starre Kochzeit, weil Saftmenge und Fruchtpektin variieren können.

    Wichtig: Heißes Gelee kann spritzen; beim Prüfen und Umrühren vorsichtig arbeiten.

Abfüllen und servieren

  1. Heiße Gelée abfüllen

    Die heiße Gelée in saubere, mit kochendem Wasser überbrühte und gut getrocknete Gläser füllen. Sofort verschließen und aufrecht vollständig abkühlen lassen. Die Gelée wird beim Abkühlen fester.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und die Gelée ist nach dem Abkühlen fester geworden.

    • Die Gläser aufrecht stehen lassen und erst nach dem vollständigen Abkühlen bewegen.

    Wichtig: Nur saubere, mit kochendem Wasser überbrühte und gut getrocknete Gläser verwenden.

  2. Servieren

    Die Gelée auf Brot oder Brioche streichen oder zu mildem Käse reichen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Schale und Kerngehäuse erhalten: Quitten enthalten in Schale, Kerngehäuse und Kernen natürliche Gelierstoffe. Deshalb werden diese Bestandteile mitgekocht und erst beim Abseihen entfernt.
  • Für eine klare Gelée nicht ausdrücken: Das langsame Abtropfen ohne Pressen hält Fruchttrub zurück und unterstützt eine klare, goldfarbene Gelée.
  • Gelierprobe verwenden: Die Gelierprobe auf dem kalten Teller zeigt die Konsistenz zuverlässiger als eine alleinige Zeitangabe.
  • Heiß abfüllen: Die heiße Gelée wird unmittelbar in vorbereitete Gläser gefüllt und verschlossen; beim Abkühlen wird sie fester.

Zutatenwissen

Quitten auswählen

Reife Quitten sind fest und aromatisch. Sie können auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich sein.

Zucker nach Saftmenge bestimmen

Die Zuckermenge richtet sich nach dem Gewicht des abgeseihten Quittensafts und soll diesem genau entsprechen.

Zitronensaft frisch pressen

Frisch gepresster Zitronensaft bringt Säure in die süße Gelée und ergänzt das blumige Quittenaroma.

Sinnvolle Alternativen

säuerliche Äpfel

Die Gelée wird heller und weniger blumig und ist dann keine Gelée de coing mehr.

Säuerliche Äpfel wie die Quitten mit Schale und Kerngehäuse auskochen, den Saft abseihen und die Zuckermenge nach dem Saftgewicht bestimmen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Gelée wird trüb.

Die Fruchtmasse 8 bis 12 Stunden langsam und ohne Druck ablaufen lassen.

Die Gelée kann trotzdem verwendet werden; eine nachträgliche vollständige Klärung ist nicht zugesichert.

Die Gelée geliert zu schwach oder wird zu süß.

Den abgeseihten Saft wiegen und exakt die gleiche Menge Zucker abwiegen.

Bei zu flüssiger Gelée erneut erhitzen und die Gelierprobe wiederholen; zusätzliche Zuckermengen nicht ohne erneute Mengenbestimmung ergänzen.

Die Gelée bleibt flüssig.

15 bis 20 Minuten kochen und die Gelierprobe auf einem vorher gekühlten Teller durchführen.

Noch einige Minuten weiterkochen und erneut prüfen.

Die abgefüllte Gelée ist nicht hygienisch vorbereitet.

Saubere Gläser vor dem Abfüllen mit kochendem Wasser überbrühen und gut trocknen.

Varianten

Säuerliches Apfelgelee

Eine Variante mit säuerlichen Äpfeln statt Quitten, die heller und weniger blumig ausfällt.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot: Die streichfähige Gelée auf frischem Brot verteilen.
  • Zu Brioche: Die goldene Gelée auf Brioche streichen; die feine Säure ergänzt das süße, buttrige Gebäck.
  • Zu mildem Käse: Die Gelée als fruchtigen Begleiter zu mildem Käse reichen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Für das Einfrieren der Gelée liegen in der Rezeptgrundlage keine Angaben zur späteren Konsistenz vor.

Lebensmittelsicherheit

  • Saubere Gläser beim Abfüllen: Die Gläser vor dem Einfüllen mit kochendem Wasser überbrühen, gut trocknen und die heiße Gelée sofort verschließen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Gelée de coing?

Gelée de coing ist französisches Quittengelee aus gekochten Quitten, abgeseihtem Saft, Zucker und Zitronensaft. Es ist klar, streichfähig und nicht schnittfest.

Warum werden Schale und Kerngehäuse mitgekocht?

Schale, Kerngehäuse und Kerne bleiben im Rezept, weil die Quitte dort natürliche Gelierstoffe enthält.

Wie viel Zucker wird benötigt?

Der Zucker wird nach dem Abseihen genau auf das Gewicht des aufgefangenen Quittensafts abgestimmt. Die Angabe von etwa 750 g ist daher ein Richtwert.

Warum soll die Fruchtmasse nicht ausgedrückt werden?

Durch langsames Abtropfen ohne Pressen bleibt der Saft möglichst klar und enthält weniger Fruchttrub.

Aus unserer Küche

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