Weiße Zwiebeln
Weiße Zwiebeln bleiben bei diesem Verfahren mild und hell. Besonders feine Streifen garen gleichmäßig und lassen sich später leichter pürieren.
Soubise-Sauce aus der Picardie
Eine samtige, mild säuerliche Zwiebelsauce aus der Picardie mit langsam geschmolzenen Zwiebeln, heller Milchbindung, Sahne und ApfelessigFruchtessig aus vergorenem Apfelwein beziehungsweise Apfelmost mit charakteristischer Säure und fruchtigem Aroma..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Soubise à la picarde ist eine eigenständige Zwiebelsauce aus dem historischen Küchenraum der Picardie. Fein geschnittene Zwiebeln werden blanchiert, langsam in Butter weich gegart und anschließend mit einer hellen Béchamelbindung, Sahne und etwas Apfelessig zu einer glatten Sauce verarbeitet. Sie passt zu gebratenem Schwein oder Kalb, zu Würstchen und zu hart gekochten Eiern.
Seidig und cremig mit einer milden Zwiebelnote, sanfter Butter- und Milcharomatik und einem dezenten säuerlichen Abschluss. Die Sauce bleibt hell, weich und rund, ohne Röstaromen.
Schritt für Schritt
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in sehr feine Streifen schneiden. In einem Topf mit kochendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren und anschließend gründlich im Sieb abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelstreifen sind leicht weich, aber noch nicht vollständig gegart.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem kochenden Wasser umgehen.
25 g Butter in einem schweren Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebeln, Apfelessig, Zucker und die Hälfte des Salzes hineingeben. Zugedeckt 35 bis 40 Minuten sehr sanft garen und regelmäßig umrühren. Die Zwiebeln sollen weich und hell bleiben und nicht bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind vollständig weich, hell und süßlich, ohne Röstfarbe.
Während die Zwiebeln garen, 15 g Butter in einem zweiten Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 2 Minuten bei niedriger Hitze anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen, bis eine glatte Sauce entsteht.
Daran erkennst du es: Die Mehl-Butter-Mischung bleibt hell und die Milchbindung ist glatt und klümpchenfrei.
Die Milchbindung aufkochen lassen und anschließend 8 Minuten leise köcheln. Dabei regelmäßig rühren. Sahne, das restliche Salz und den weißen Pfeffer einrühren.
Daran erkennst du es: Die Bindung ist leicht eingedickt, glatt und frei von rohem Mehlgeschmack.
Die weichen Zwiebeln in die gebundene Sauce geben und alles weitere 15 Minuten bei sehr niedriger Hitze ziehen lassen. Die Zwiebeln sollen vollständig weich sein und die Sauce aromatisieren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind vollständig weich und ihr Aroma ist gleichmäßig in die Sauce übergegangen.
Die Sauce mit dem Stabmixer fein pürieren. Für eine besonders glatte Konsistenz durch ein feines Sieb streichen. Falls sie zu dick ist, esslöffelweise warme Milch einarbeiten; falls sie zu dünn ist, bei niedriger Hitze kurz weiter einkochen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, cremig und lässt sich fließend über die Speise geben.
Wichtig: Die heiße Sauce vorsichtig pürieren und den Spritzschutz des Mixers beachten.
Die Soubise à la picarde heiß servieren. Sie eignet sich zu gebratenem Schwein oder Kalb, zu gegrillten Würstchen und zu hart gekochten Eiern.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und hat eine samtige, löffelbare Konsistenz.
Gut zu wissen
Weiße Zwiebeln bleiben bei diesem Verfahren mild und hell. Besonders feine Streifen garen gleichmäßig und lassen sich später leichter pürieren.
Der Apfelessig bringt eine milde Säure ein und verhindert, dass die Sauce trotz Butter, Milch und Sahne zu schwer wirkt.
Das Mehl wird hell in Butter angeschwitzt und dient als klassische Bindung. Es soll keine Farbe annehmen, damit die Sauce hell bleibt.
Die Sauce wird etwas weniger vollmundig und kann je nach Produkt eine leicht andere Süße oder Eigennote erhalten.
Butter durch ein mildes pflanzliches Streichfett, Milch durch ungesüßten Pflanzendrink und Sahne durch pflanzliche Kochcreme ersetzen. Die Bindung und Konsistenz am Ende prüfen.
Die Säure wirkt etwas klarer und weniger fruchtig.
Den Apfelessig direkt durch Weißweinessig ersetzen und die Sauce am Ende abschmecken.
Die Zwiebeln zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze garen und regelmäßig umrühren.
Bei leichter Bräunung die nicht gebräunten Zwiebeln vorsichtig in einen sauberen Topf umsetzen und bei niedrigerer Hitze weitergaren.
Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Sauce kräftig glatt rühren und anschließend durch ein feines Sieb passieren.
Die Milchbindung nur so weit einkochen, bis sie leicht bindet, und die fertige Sauce nicht unnötig lange offen kochen.
Esslöffelweise warme Milch einarbeiten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Die Zwiebeln vollständig weich garen und die Sauce anschließend gründlich pürieren.
Die Sauce nochmals vorsichtig erwärmen, pürieren und durch ein feines Sieb streichen.
Eine besonders elegante, vollständig glatte Sauce mit intensiv passierter Textur.
Eine weniger üppige Version mit reduziertem Sahneanteil.
Eine milchfreie Variante mit mildem pflanzlichem Streichfett, Pflanzendrink und pflanzlicher Kochcreme.
Die Sauce kann bis zu einen Tag im Voraus zubereitet werden. Nach dem Kühlen langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas warmer Milch wieder glätten.
Die Sauce innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren langsam erwärmen.
Nicht wiederholt abkühlen und erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen.
Wegen Milchbindung und Sahne kann die Sauce nach dem Einfrieren körnig oder instabil werden.
Häufig gefragt
Eine Soubise ist eine cremige Zwiebelsauce, bei der weich gegarte Zwiebeln mit einer hellen Milch- oder Béchamelbindung verbunden und meist fein püriert werden.
Die vollständig weichen Zwiebeln gründlich pürieren und die Sauce anschließend durch ein feines Sieb streichen.
Die helle, milde Aromatik gehört zum Charakter der Sauce. Bräunung würde kräftige Röstaromen und eine dunklere Farbe einbringen.
Ja. Sie kann bis zu einen Tag im Voraus zubereitet, gekühlt gelagert und anschließend langsam mit etwas warmer Milch wieder glatt erwärmt werden.
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