Quitten auswählen
Reife Quitten sind fest und aromatisch. Sie können auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich sein.
Französisches Fruchtgelee
Klares, goldfarbenes Quittengelee aus gekochten Quitten, abgeseihtem Fruchtsaft, Zucker und Zitronensaft.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gelée de coing ist ein klassisches französisches Quittengelee: klar, goldfarben und fein säuerlich. Die Quitten werden mit Schale und Kerngehäuse ausgekocht, bevor ihr aromatischer Saft mit Zucker zu einer streichfähigen Gelée geliert. Sie schmeckt auf Brot oder Brioche und passt auch zu mildem Käse.
Die fertige Gelée ist klar und goldfarben, duftet blumig nach Quitte, schmeckt süß und fein säuerlich und ist streichfähig, aber nicht schnittfest.
Schritt für Schritt
Quitten unter fließendem Wasser gründlich abreiben, um den feinen Flaum zu entfernen. Die Früchte vierteln und anschließend in grobe Stücke schneiden. Schale, Kerngehäuse und Kerne bleiben dabei erhalten.
Wichtig: Beim Vierteln der festen Quitten vorsichtig und mit stabilem Schneidebrett arbeiten.
Quittensstücke mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Aufkochen, den Deckel auflegen und alles bei kleiner Hitze etwa 45 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Stücke sehr weich sind.
Daran erkennst du es: Die Quittensstücke sind sehr weich und lassen sich leicht teilen.
Ein großes Sieb mit einem sauberen Passiertuch oder einer feinen Stoffwindel auslegen und über eine Schüssel hängen. Die gekochten Quitten hineingeben und den Saft 8 bis 12 Stunden langsam ablaufen lassen. Für eine möglichst klare Gelée die Früchte nicht ausdrücken.
Daran erkennst du es: Der Saft ist abgelaufen und die Fruchtmasse bleibt im Tuch zurück.
Wichtig: Sieb, Tuch und Schüssel sauber verwenden.
Den aufgefangenen Saft abmessen und wiegen. Für die Gelée genau die gleiche Menge Zucker abwiegen. Bei etwa 750 ml Saft werden also etwa 750 g Zucker benötigt.
Quittensaft, Zucker und Zitronensaft in einen breiten Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Flüssigkeit kräftig aufkochen lassen und den entstehenden Schaum bei Bedarf abschöpfen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und die Flüssigkeit kocht kräftig.
Wichtig: Vorsicht vor heißem, sprudelndem Gelee beim Rühren und Abschöpfen.
Die Gelée 15 bis 20 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zur Gelierprobe einen kleinen Teller vorher kalt stellen, einen Tropfen Gelée daraufgeben und kurz abkühlen lassen. Wenn der Tropfen langsam läuft und sich die Oberfläche bei leichtem Druck sanft kräuselt, ist die Gelée fertig. Andernfalls noch einige Minuten weiterkochen und erneut prüfen.
Daran erkennst du es: Der Tropfen läuft auf dem kalten Teller langsam und die Oberfläche kräuselt sich bei leichtem Druck.
Wichtig: Heißes Gelee kann spritzen; beim Prüfen und Umrühren vorsichtig arbeiten.
Die heiße Gelée in saubere, mit kochendem Wasser überbrühte und gut getrocknete Gläser füllen. Sofort verschließen und aufrecht vollständig abkühlen lassen. Die Gelée wird beim Abkühlen fester.
Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und die Gelée ist nach dem Abkühlen fester geworden.
Wichtig: Nur saubere, mit kochendem Wasser überbrühte und gut getrocknete Gläser verwenden.
Die Gelée auf Brot oder Brioche streichen oder zu mildem Käse reichen.
Gut zu wissen
Reife Quitten sind fest und aromatisch. Sie können auf Wochenmärkten, in Hofläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich sein.
Die Zuckermenge richtet sich nach dem Gewicht des abgeseihten Quittensafts und soll diesem genau entsprechen.
Frisch gepresster Zitronensaft bringt Säure in die süße Gelée und ergänzt das blumige Quittenaroma.
Die Gelée wird heller und weniger blumig und ist dann keine Gelée de coing mehr.
Säuerliche Äpfel wie die Quitten mit Schale und Kerngehäuse auskochen, den Saft abseihen und die Zuckermenge nach dem Saftgewicht bestimmen.
Die Fruchtmasse 8 bis 12 Stunden langsam und ohne Druck ablaufen lassen.
Die Gelée kann trotzdem verwendet werden; eine nachträgliche vollständige Klärung ist nicht zugesichert.
Den abgeseihten Saft wiegen und exakt die gleiche Menge Zucker abwiegen.
Bei zu flüssiger Gelée erneut erhitzen und die Gelierprobe wiederholen; zusätzliche Zuckermengen nicht ohne erneute Mengenbestimmung ergänzen.
15 bis 20 Minuten kochen und die Gelierprobe auf einem vorher gekühlten Teller durchführen.
Noch einige Minuten weiterkochen und erneut prüfen.
Saubere Gläser vor dem Abfüllen mit kochendem Wasser überbrühen und gut trocknen.
Eine Variante mit säuerlichen Äpfeln statt Quitten, die heller und weniger blumig ausfällt.
Für das Einfrieren der Gelée liegen in der Rezeptgrundlage keine Angaben zur späteren Konsistenz vor.
Häufig gefragt
Gelée de coing ist französisches Quittengelee aus gekochten Quitten, abgeseihtem Saft, Zucker und Zitronensaft. Es ist klar, streichfähig und nicht schnittfest.
Schale, Kerngehäuse und Kerne bleiben im Rezept, weil die Quitte dort natürliche Gelierstoffe enthält.
Der Zucker wird nach dem Abseihen genau auf das Gewicht des aufgefangenen Quittensafts abgestimmt. Die Angabe von etwa 750 g ist daher ein Richtwert.
Durch langsames Abtropfen ohne Pressen bleibt der Saft möglichst klar und enthält weniger Fruchttrub.
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