Sauté de porc au cidre

Bretonisches Schmorgericht

Zart geschmorter SchweinenackenDurchwachsenes Teilstück vom vorderen Rücken beziehungsweise Hals des Schweins. in einer kräftigen Sauce aus trockenem bretonischem CidreCidre ist ein durch Gärung von Apfelmost erzeugtes Getränk, das je nach Herstellungsweise auch Birnenmost enthalten kann., Zwiebeln, Knoblauch und Thymian.

Zum Rezept
Sauté de porc au cidre aus der Bretagne
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 80 Minuten
Gesamtzeit ca. 105 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kräftige Anbraten gibt den Fleischwürfeln Röstaromen und verleiht der Sauce mehr Tiefe.
  • Trockener Cidre bringt fruchtige Säure, ohne die Sauce schwer oder süß wirken zu lassen.
  • Das langsame Schmoren macht den Schweinenacken zart und verbindet Fleisch, Zwiebeln und Kräuter zu einer runden Sauce.

Sauté de porc au cidre ist ein bodenständiges bretonisches Schmorgericht. Schweinenacken wird kräftig angebraten und anschließend in trockenem Cidre langsam weich gegart. Der herbe Apfelton bringt Frische in die sämige Sauce, während Zwiebeln, Knoblauch und Thymian für Tiefe sorgen.

Zartes, saftiges Schweinefleisch mit einer sämigen, herzhaften Sauce. Der trockene Cidre sorgt für einen herben Apfelduft und eine feine Säure, während Zwiebeln, Knoblauch und Thymian warme Würze beisteuern.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und schmoren

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten

    Den Schweinenacken in etwa 4 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Das Fleisch mit dem Salz und dem schwarzen Pfeffer würzen.

    • Ähnlich große Fleischwürfel garen gleichmäßiger.
  2. Fleisch anbraten

    Das Öl in der großen schweren Cocotte erhitzen. Die Fleischwürfel portionsweise rundum kräftig anbraten, damit sie Farbe bekommen. Das Fleisch herausnehmen und kurz beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Würfel sind rundum gebräunt, aber noch nicht vollständig durchgegart.

    • Die Cocotte nicht zu voll machen, sonst zieht das Fleisch Wasser und bräunt schlechter.
  3. Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen

    Die Zwiebeln in die Cocotte geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich braten. Den Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitbraten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und leicht goldgelb, der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden.

    • Bei Bedarf die Hitze reduzieren, damit der Knoblauch nicht bitter wird.
  4. Ablöschen und Flüssigkeit zugeben

    Das Fleisch wieder einlegen und mit dem Mehl bestäuben. Alles 1 Minute unter Rühren erhitzen. Den Cidre angießen und die Röststoffe vom Topfboden lösen. Gemüsebrühe, Thymian und Lorbeerblatt hinzufügen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Das Mehl ist gleichmäßig verteilt und die Flüssigkeit löst die Röststoffe vom Topfboden.

    • Beim Angießen gründlich rühren, damit sich keine Mehlnester bilden.
  5. Zugedeckt schmoren

    Die Flüssigkeit kurz aufkochen lassen. Die Cocotte schließen und das Fleisch bei niedriger Hitze etwa 60 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch einmal umrühren. Während dieser Zeit kann eine Beilage vorbereitet werden.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und die Sauce köchelt nur sanft.

    • Die Hitze so einstellen, dass die Flüssigkeit nur leise köchelt.
  6. Sauce einkochen und servieren

    Den Deckel abnehmen und die Sauce weitere 10 Minuten leicht einkochen lassen, bis sie das Fleisch sämig umhüllt. Thymianzweig und Lorbeerblatt entfernen. Abschmecken und sofort servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce haftet sämig am Fleisch, ohne dick oder pastös zu werden.

    • Nach dem Einkochen zunächst probieren, bevor weiteres Salz ergänzt wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Fleisch portionsweise anbraten: Nur portionsweise anbraten, damit die Fleischwürfel tatsächlich bräunen und nicht im eigenen Saft dünsten.
  • Sanfte Hitze beibehalten: Beim Schmoren genügt ein leises Köcheln. Zu starke Hitze lässt die Flüssigkeit zu schnell verdampfen und kann das Fleisch trocken machen.
  • Sauce erst am Ende reduzieren: Die Sauce wird ohne Deckel eingekocht, nachdem das Fleisch zart ist. So lässt sich die Konsistenz besser kontrollieren.

Zutatenwissen

Cidre auswählen

Ein trockener bretonischer Cidre brut bringt herbe Apfelnoten und ausreichend Säure in die Sauce. Sehr süßer Cidre würde das Gericht deutlich süßer wirken lassen.

Schweinenacken verwenden

Schweinenacken eignet sich durch seine Struktur gut für langsames Schmoren und bleibt bei niedriger Hitze saftig.

Mehl gleichmäßig verteilen

Das Mehl kurz mit dem Fleisch erhitzen und anschließend gründlich mit der Flüssigkeit verrühren, damit die Sauce glatt bindet.

Sinnvolle Alternativen

Trockener naturtrüber Apfelwein

Die Sauce wird meist etwas säuerlicher und weniger fruchtig.

Den Cidre im gleichen Volumen durch trockenen naturtrüben Apfelwein ersetzen und wie im Rezept beschrieben angießen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Fleisch wird eher grau als gebräunt.

Das Fleisch portionsweise anbraten und zwischen den Portionen wieder ausreichend heiß werden lassen.

Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen, die Flüssigkeit kurz verdampfen lassen und die nächste Portion separat bräunen.

Die Sauce schmeckt bitter.

Den Knoblauch erst zu den bereits weichen Zwiebeln geben und nur kurz mitbraten.

Den angebrannten Ansatz nicht weiterverwenden; falls nur einzelne Knoblauchstücke dunkel sind, diese vor dem Ablöschen entfernen.

Die Sauce umhüllt das Fleisch nicht sämig.

Den Deckel abnehmen und die Sauce am Ende etwa 10 Minuten leicht einkochen lassen.

Die Sauce bei offenem Topf etwas länger einkochen lassen und dabei regelmäßig rühren.

Varianten

Mildere Cidresauce

Eine mildere, weniger konzentrierte Sauce mit zurückhaltenderem Apfelton.

Servieren und kombinieren

  • Mit kräftigem Brot: Kräftiges Bauernbrot passt gut dazu und nimmt die sämige Cidresauce auf.
  • Sofort servieren: Das Gericht direkt nach dem Abschmecken servieren, solange das Fleisch zart und die Sauce warm ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das fertige Gericht vollständig abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und am nächsten Tag langsam wieder erwärmen. Die Sauce kann dabei etwas nachdicken.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.

Nicht wiederholt auf Raumtemperatur erwärmen und erneut kalt stellen.

Einfrieren

Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise mit Sauce luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam erhitzen.

Die Sauce kann nach dem Auftauen leicht an Glätte verlieren, bleibt geschmacklich jedoch kräftig.

Aufwärmen

  • Topf: Das Gericht mit einem kleinen Schuss Wasser oder Brühe in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erhitzen und gelegentlich umrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die Zutatenliste nennt Mehl, aber nicht die verwendete Getreideart. Deshalb lässt sich ein glutenhaltiges Getreide nicht sicher bestätigen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Cidre eignet sich für das Gericht?

Am besten passt ein trockener Cidre brut, vorzugsweise ein bretonischer Cidre. Sehr süßer Cidre macht die Sauce deutlich süßer.

Kann ich den Cidre ersetzen?

Ja. Trockener naturtrüber Apfelwein eignet sich als Ersatz. Die Sauce wird dadurch meist etwas säuerlicher und weniger fruchtig.

Wie wird die Cidresauce sämig?

Nach dem Schmoren den Deckel abnehmen und die Sauce etwa 10 Minuten leicht einkochen lassen, bis sie das Fleisch umhüllt.

Aus unserer Küche

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