Blattgemüse trocken verarbeiten
Mangold und Spinat nach dem Zusammenfallen kräftig ausdrücken, bevor sie gehackt und mit den übrigen Zutaten vermischt werden.
Pflanzliche Terrine aus der Charente
Herzhafte Gemüse-Terrine aus der Charente mit Mangold, Spinat, Lauch, Speck, Kräutern, Ei und Crème fraîcheCrème fraîche ist ein dickes, mild säuerliches Sahneprodukt mit mindestens 30 Prozent Fett und guter Hitzebeständigkeit.. Die feuchte Masse gart sanft im Wasserbad und wird gekühlt in dicken Scheiben serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Farci charentais ist eine rustikale Gemüse-Terrine aus der Charente. Mangold und Spinat bilden zusammen mit Lauch, Petersilie, Ei und Crème fraîche eine saftige, aromatische Masse. Geräucherter Speck bringt Würze und Tiefe, während das Garen im Wasserbad für eine gleichmäßig gestockte, schnittfeste, aber zarte Textur sorgt.
Die Terrine ist würzig, kräuterig und leicht rauchig. Sie schmeckt saftig und weich, mit feinen Blattgemüsefasern und einer glatt gebundenen, schnittfesten Mitte. Gekühlt wirkt sie kompakt und klar portionierbar; lauwarm ist sie weicher und aromatisch unmittelbarer.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Terrinenform mit Butter ausstreichen. Eine tiefe ofenfeste Form für das Wasserbad bereitstellen und so viel Wasser erhitzen, dass es später etwa bis zur halben Höhe der Terrinenform reicht.
Wichtig: Beim späteren Eingießen und Herausheben des heißen Wasserbads vorsichtig arbeiten.
Drei bis vier große Mangoldblätter 1 Minute in kochendem Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen. Mangold und Spinat grob schneiden, in derselben Flüssigkeit 2 Minuten zusammenfallen lassen, anschließend in ein Sieb geben und kräftig ausdrücken. Die ausgedrückten Blätter fein hacken.
Daran erkennst du es: Das Blattgemüse ist zusammengefallen und möglichst trocken ausgedrückt.
Wichtig: Beim Arbeiten mit kochendem Wasser und beim Abschrecken auf Spritzer achten.
Lauch, Zwiebel und Knoblauch fein schneiden. Die Speckwürfel in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen. Butter, Zwiebel und Lauch dazugeben und 6 bis 8 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch kurz mitgaren, dann die Pfanne vom Herd nehmen.
Daran erkennst du es: Lauch und Zwiebel sind weich, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Das gehackte Blattgemüse mit der Lauchmischung und der fein geschnittenen Petersilie vermengen. Eier und Crème fraîche verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und unter die Gemüsemasse rühren. Alles gründlich mischen, bis eine gleichmäßige, feuchte Masse entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig feucht und ohne sichtbare Ei- oder Crème-fraîche-Nester.
Die blanchierten Mangoldblätter auf den Boden und an zwei Seiten der Form legen. Die Farci-Masse einfüllen und glatt streichen. Die Terrinenform in die größere ofenfeste Form stellen und vorsichtig heißes Wasser angießen.
Daran erkennst du es: Die Masse liegt glatt in der ausgekleideten Form, das Wasserbad reicht später etwa bis zur halben Höhe der Terrinenform.
Wichtig: Heißes Wasser erst angießen, wenn die große Form stabil im Ofenbereich steht, und Spritzer vermeiden.
Die Terrine im Wasserbad 55 bis 60 Minuten garen. Die Oberfläche soll leicht gebräunt sein, die Mitte gerade gestockt. Die Form aus dem Wasserbad nehmen und die Terrine 30 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht gebräunt und die Mitte gerade gestockt.
Wichtig: Die Form und das Wasserbad sind sehr heiß. Zum Herausheben geeignete Ofenhandschuhe verwenden.
Die Terrine mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Zum Servieren vorsichtig stürzen oder direkt aus der Form in dicke Scheiben schneiden. Sie schmeckt gut gekühlt und lässt sich dadurch sauber portionieren.
Daran erkennst du es: Die Terrine ist vollständig durchgekühlt und lässt sich in dicke Scheiben schneiden.
Wichtig: Nach dem Abkühlen abgedeckt weiter im Kühlschrank aufbewahren.
Gut zu wissen
Mangold und Spinat nach dem Zusammenfallen kräftig ausdrücken, bevor sie gehackt und mit den übrigen Zutaten vermischt werden.
Die Speckwürfel werden zuerst ausgelassen. Das austretende Fett trägt zusammen mit der Butter das Aroma von Zwiebel und Lauch.
Eier und Crème fraîche bilden die Bindung der Gemüsemasse. Die Gemüse-Lauch-Mischung sollte vor dem Unterrühren nur noch warm, nicht heiß sein.
Die Terrine wird vegetarisch; Rauchigkeit und Umami können etwas milder ausfallen.
Die pflanzliche Alternative wie die Speckwürfel in der Pfanne erwärmen. Falls sie kaum Fett abgibt, die Butter nicht reduzieren.
Die Terrine wird weicher und etwas homogener; die charakteristische Mangoldnote fehlt.
Den zusätzlichen Spinat wie das vorhandene Blattgemüse zusammenfallen lassen und ebenso gründlich ausdrücken.
Die Masse wird etwas leichter und kann geringfügig weniger cremig wirken.
Saure Sahne in gleicher Menge verwenden und zusammen mit den Eiern verquirlen.
Das Blattgemüse im Sieb kräftig ausdrücken, bevor es gehackt wird.
Die Masse vor dem Einfüllen kurz stehen lassen und gegebenenfalls vorsichtig weiter ausdrücken; nach dem Garen vollständig durchkühlen lassen.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die Mischung kurz abkühlen lassen, bevor die Eiermischung untergerührt wird.
Bei kleinen geronnenen Stellen die Masse gründlich verrühren; bei stark gestockter Masse lässt sich die ursprüngliche Textur nicht vollständig wiederherstellen.
Die Terrinenform in ein Wasserbad stellen und bei 150 °C Ober-/Unterhitze garen.
Eine bereits trockene Terrine vollständig kühlen und mit einer feuchten Beilage oder Sauce servieren.
Die Terrine mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Die restliche Terrine weiter kühlen und erst danach portionieren.
Der Speck wird durch eine geräucherte pflanzliche Alternative ersetzt. Die Gemüse- und Eibindung bleibt unverändert.
Die Petersilie wird durch eine größere oder gemischte Kräutermenge ergänzt, ohne die Grundbindung zu verändern.
Die Terrine wird nach dem Abkühlen nicht vollständig durchgekühlt, sondern lauwarm portioniert. Dadurch ist sie weicher und weniger kompakt.
Die Terrine kann vollständig vorbereitet und nach dem Durchkühlen bis zum Servieren im Kühlschrank bereitgehalten werden. Für saubere Scheiben erst kurz vor dem Servieren aus der Form lösen oder schneiden.
Die vollständig abgekühlte Terrine abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren nur die benötigte Menge entnehmen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; Reste nach dem Servieren wieder kalt stellen.
Eimasse und Blattgemüse können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren; Einfrieren wird daher nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Die Terrine wird für saubere, dicke Scheiben mindestens 2 Stunden gekühlt serviert. Lauwarm schmeckt sie ebenfalls, ist dann aber weicher und weniger stabil.
Das Wasserbad hält die Hitze rund um die Form gleichmäßiger und hilft, die Eimasse sanft stocken zu lassen.
Mangold und Spinat enthalten nach dem Garen viel Wasser. Wird dieses nicht entfernt, kann die Farci-Masse zu weich und die Terrine instabil werden.
Ja. Eine kleine Kastenform mit etwa 1,2 l Fassungsvermögen ist geeignet. Bei abweichender Formhöhe kann sich die Garzeit verändern.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …