Roggenmehl Type 130
Roggenmehl Type 130 ist in gut sortierten Supermärkten, Bio-Läden, Mühlenläden und im Backfachhandel erhältlich. Roggenvollkornmehl kann es ersetzen; die Krume wird dann kräftiger und etwas dichter.
Regionales Sauerteigbrot aus dem Morvan
Kräftiges, rustikales Sauerteigbrot aus Weizen- und RoggenmehlRoggenmehl wird aus Roggenkörnern gemahlen und verleiht Broten ein kräftiges Aroma sowie eine dunklere Farbe. mit geröstetem Gerstenmalz, kräftiger Kruste und leicht säuerlicher Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Morvandiau ist ein rustikales Brot mit regionalem Bezug zum Morvan in Bourgogne-Franche-Comté. Unsere Hausversion verbindet Weizen und Roggen mit aktivem Sauerteig sowie etwas geröstetem Gerstenmalz. Der Teig wird gefaltet, kalt geführt und im vorgeheizten gusseisernen Topf gebacken. Die Rezeptur ist eine Hausversion und keine zertifizierte Herkunfts- oder Herstellungsbezeichnung.
Dunkel goldbraune, kräftige und knusprige Kruste; elastische, leicht feuchte Krume mit feiner bis mittlerer Porung, mild säuerlichem Roggenaroma und nussig-malzigen Noten.
Schritt für Schritt
Aktives Roggen-Anstellgut, Roggenmehl und Wasser in der Rührschüssel gründlich verrühren. Abdecken und 8–10 Stunden bei etwa 22–24 °C stehen lassen. Der Sauerteig ist bereit, wenn er sichtbar aufgegangen ist und angenehm säuerlich duftet.
Daran erkennst du es: Sichtbar aufgegangen und angenehm säuerlich duftend.
Weizenmehl, Roggenmehl, Gerstenmalzmehl und 365 ml Wasser vermischen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.
Den reifen Sauerteig zum Mehlgemisch geben und 5–6 Minuten langsam verkneten. Das Salz in den übrigen 25 ml Wasser auflösen, einarbeiten und den Teig weitere 2–3 Minuten mischen. Der Teig bleibt weich und leicht klebrig.
Daran erkennst du es: Weicher, leicht klebriger und gleichmäßig vermischter Teig.
Den Teig abgedeckt bei etwa 24 °C insgesamt 3–4 Stunden ruhen lassen. Nach 30, 60 und 90 Minuten jeweils einmal von allen vier Seiten zur Mitte falten. Danach weiter ruhen lassen, bis der Teig sichtbar lockerer geworden ist.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt sichtbar lockerer und hat an Volumen gewonnen.
Den Teig vorsichtig auf die vorbereitete Arbeitsfläche geben, zu einer runden Kugel vorformen und 15 Minuten entspannen lassen. Anschließend mit leicht bemehlten Händen zu einem straffen runden Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen legen.
Daran erkennst du es: Ein runder, gespannter Laib liegt mit dem Schluss nach oben im Gärkörbchen.
Das Gärkörbchen abdecken und den Laib 8–12 Stunden im Kühlschrank bei etwa 4–6 °C gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und bleibt beim vorsichtigen Eindrücken elastisch.
Einen gusseisernen Topf mit Deckel auf einem Rost im unteren Drittel des Backofens mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teigling auf Backpapier stürzen, die Oberfläche mit einer scharfen Klinge einschneiden und vorsichtig in den heißen Topf setzen.
Daran erkennst du es: Der Topf ist vollständig aufgeheizt und der Teigling sauber eingeschnitten.
Wichtig: Der Topf und sein Deckel sind sehr heiß; beim Umsetzen des Teiglings vorsichtig arbeiten.
Das Brot mit Deckel 20 Minuten bei 250 °C backen. Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und weitere 25–30 Minuten backen. Für eine trockenere Kruste den Ofen in den letzten 5 Minuten einen Spalt öffnen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und das Brot klingt beim Klopfen auf die Unterseite hohl.
Wichtig: Beim Abnehmen des Deckels entweicht heißer Dampf; Hände und Gesicht vom Dampfstrom fernhalten.
Den Laib aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor du ihn anschneidest.
Daran erkennst du es: Der Laib ist vollständig abgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Roggenmehl Type 130 ist in gut sortierten Supermärkten, Bio-Läden, Mühlenläden und im Backfachhandel erhältlich. Roggenvollkornmehl kann es ersetzen; die Krume wird dann kräftiger und etwas dichter.
Geröstetes Gerstenmalzmehl ist im Mühlen- und Backfachhandel sowie in manchen Bio-Läden erhältlich. Es bringt malzige und nussige Noten in das Brot.
Die Krume wird kräftiger, aromatischer und etwas dichter.
Das Roggenmehl Type 130 in beiden Rezeptteilen jeweils durch die gleiche Menge Roggenvollkornmehl ersetzen. Den Teig bei Bedarf etwas länger quellen lassen und die Konsistenz beobachten.
Das Brot schmeckt weniger malzig und nussig.
Das geröstete Gerstenmalzmehl durch 10 g Roggenmehl Type 130 ersetzen und dieses zusammen mit den übrigen Mehlen einarbeiten.
Den Sauerteig verwenden, sobald er sichtbar aufgegangen ist und angenehm säuerlich duftet.
Die Gehzeiten des Hauptteigs verlängern, bis der Teig sichtbar lockerer geworden ist; bei sehr schwachem Sauerteig ist ein luftiges Ergebnis jedoch nicht garantiert.
Hände und Arbeitsfläche nur leicht bemehlen und den Teig mit Teigkarte und Spannung statt mit viel Mehl formen.
Bei noch ungebackenem Teig vorsichtig etwas Spannung durch erneutes Falten aufbauen, ohne weiteres Mehl einzuarbeiten.
Den Teigling während der kalten Gare beobachten und bei deutlicher Übergare früher backen.
Den Teigling besonders vorsichtig stürzen, sofort einschneiden und direkt backen.
Den Laib mindestens 2 Stunden auf dem Gitter auskühlen lassen.
Die Scheiben kurz nachtrocknen oder toasten; ein bereits angeschnittenes Brot wird dadurch nicht vollständig rückgängig korrigiert.
Eine rustikalere Variante mit Roggenvollkornmehl statt Roggenmehl Type 130.
Eine Version ohne Gerstenmalzmehl mit etwas zurückhaltenderem Aroma.
Den geformten Laib bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen und anschließend direkt aus der kalten Gare backen.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und anschließend bei Raumtemperatur in einem luftdurchlässigen Brotbeutel oder Brotkasten lagern. Für die beste Kruste nicht luftdicht in Kunststoff verpacken.
Erst lagern, wenn der Laib vollständig ausgekühlt ist.
Das vollständig ausgekühlte Brot im Ganzen oder in Scheiben portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen. Scheiben können direkt getoastet werden; einen ganzen Laib anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Kruste kann nach dem Einfrieren etwas an Knusprigkeit verlieren.
Häufig gefragt
Die kalte Gare verlängert die Teigentwicklung und unterstützt ein komplexeres Aroma. Außerdem lässt sich der Backzeitpunkt gut auf den nächsten Tag verschieben.
Es kann durch 10 g Roggenmehl Type 130 ersetzt werden. Das Brot schmeckt dann weniger malzig und nussig.
Erst nach mindestens 2 Stunden vollständiger Auskühlzeit auf einem Gitter. So kann sich die Krume stabilisieren.
Geeignet ist ein gusseiserner Topf oder Bräter mit Deckel und 24–26 cm Durchmesser, der mindestens 250 °C verträgt.
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