Rotkohl gut abtropfen lassen
Nach dem kurzen Abspülen sollte der Rotkohl gut abtropfen, damit die Schmorflüssigkeit nicht unnötig verdünnt wird.
Gemüsebeilage aus dem Elsass
Sanft geschmorter elsässischer Rotkohl mit säuerlichen Äpfeln, vorgegarten Kastanien, Rotwein und milder Säure. Eine eigenständige Gemüsebeilage zu Wild, Braten oder gebratener Gans.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Chou rouge aux pommes et marrons verbindet fein säuerlichen Rotkohl mit der Süße von Äpfeln und dem nussigen Geschmack gegarter Kastanien. Der Kohl wird mit Zwiebeln, Rotwein, Gemüsebrühe und Gewürzen langsam geschmort; Äpfel und Kastanien kommen später hinzu, damit sie ihre Form möglichst behalten. Zum Schluss wird die Flüssigkeit leicht eingekocht und das Gericht warm als Beilage serviert.
Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht strukturiert; die Äpfel bleiben überwiegend stückig und die Kastanien sind zart. Die Sauce ist dunkel, aromatisch und leicht reduziert, mit ausgewogener Säure, dezenter Süße und nussigem Nachhall.
Schritt für Schritt
Äußere Blätter und den Strunk vom Rotkohl entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden, kurz abspülen und gut abtropfen lassen. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden. Die vorgegarten Kastanien halbieren oder grob zerteilen.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind vorbereitet und der Rotkohl ist gut abgetropft.
Die Butter in einem großen schweren Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebeln darin 4 bis 5 Minuten glasig dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, aber kaum gebräunt.
Den Rotkohl hinzufügen und unter Rühren 5 Minuten anschmoren. Rotweinessig und Rotwein angießen und 3 Minuten offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist leicht zusammengefallen und die Flüssigkeit riecht nicht mehr deutlich alkoholisch.
Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, Zucker, das abgemessene Salz und etwas Pfeffer einrühren. Den Topf abdecken und den Rotkohl bei niedriger Hitze 60 Minuten sanft schmoren lassen. Alle 15 bis 20 Minuten umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist deutlich weicher, aber noch nicht zerfallen.
Äpfel und Kastanien vorsichtig unterheben. Den Topf wieder abdecken und weitere 20 bis 25 Minuten garen, bis der Kohl weich, aber nicht zerfallen ist und die Äpfel ihre Form weitgehend behalten.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weich, die Äpfel sind zart und die Kastanien bleiben als Stücke erkennbar.
Den Deckel abnehmen und das Gemüse 8 bis 10 Minuten einkochen lassen, bis nur noch wenig Flüssigkeit im Topf steht. Die Lorbeerblätter entfernen und den Rotkohl mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf etwas Rotweinessig abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht reduziert und haftet locker am Gemüse, ohne trocken zu wirken.
Wichtig: Lorbeerblätter vor dem Servieren vollständig entfernen.
Das Gericht 5 Minuten ruhen lassen und warm als Gemüsebeilage servieren. Es passt besonders gut zu Wild, Braten oder einer gebratenen Gans.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist warm und die Aromen haben sich kurz gesetzt.
Gut zu wissen
Nach dem kurzen Abspülen sollte der Rotkohl gut abtropfen, damit die Schmorflüssigkeit nicht unnötig verdünnt wird.
Die Kastanien werden bereits vorgegart verwendet und müssen deshalb nur zerteilt und im letzten Schmorabschnitt erwärmt und aromatisiert werden.
Säuerliche Äpfel halten einen klaren aromatischen Kontrast zum Rotkohl und zur milden Süße des Zuckers.
Die Beilage wird milchfrei und etwas weniger buttrig; die Zwiebeln lassen sich weiterhin gut dünsten.
Das Öl anstelle der Butter im Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten.
Das Ergebnis wird fruchtiger und süßer; die Säure sollte am Ende besonders sorgfältig angepasst werden.
Den Traubensaft wie den Rotwein angießen und offen einkochen lassen. Bei Bedarf den abschließenden Essig etwas zurückhaltender dosieren.
Die nussige Kastaniennote entfällt und die Beilage wird weicher und erdiger.
Gegarte Süßkartoffelwürfel erst im letzten Schmorabschnitt unterheben und vorsichtig erwärmen.
Nur bei Bedarf kleine Schüsse Wasser ergänzen und den letzten Abschnitt ohne Deckel durchführen.
Den Rotkohl bei mittlerer Hitze ohne Deckel weiter einkochen lassen und anschließend erneut abschmecken.
Äpfel erst nach dem ersten Schmorabschnitt hinzufügen und vorsichtig unterheben.
Einige frische, kurz gegarte Apfelstücke separat zubereiten und kurz vor dem Servieren unterheben.
Erst nach dem Einkochen probieren und den zusätzlichen Essig tropfenweise zugeben.
Mit einer kleinen Menge Zucker ausgleichen und bei Bedarf etwas Brühe unterrühren.
Bei niedriger Hitze schmoren und alle 15 bis 20 Minuten umrühren.
Den nicht angebrannten Teil vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und mit wenig Brühe weitergaren.
Eine hellere, frischere Variante mit trockenem Weißwein statt Rotwein.
Eine strukturbetonte Variante, bei der der Rotkohl kürzer geschmort wird.
Die Butter wird durch neutrales Pflanzenöl ersetzt.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Brühe oder Wasser lockern.
Reste nach dem Abkühlen in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren gründlich erhitzen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Vollständig abkühlen lassen, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam auf dem Herd erwärmen.
Die Äpfel können nach dem Einfrieren etwas weicher werden; der Geschmack bleibt kräftig.
Häufig gefragt
Der Rotkohl sollte weich, aber nicht vollständig zerfallen sein. Die Apfelstücke dürfen ihre Form weitgehend behalten.
Das Rezept ist auf vorgegarte Kastanien ausgelegt. Rohe Kastanien müssten separat gegart und anschließend wie vorgegarte Kastanien vorbereitet werden.
Ja. Ungesüßter roter Traubensaft ist eine alkoholfreie Alternative, macht das Gericht aber fruchtiger und süßer.
Ja. Das Gericht kann am Vortag zubereitet, gekühlt aufbewahrt und am nächsten Tag langsam wieder erwärmt werden.
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