Confiture de citre

Konfitüre aus dem Languedoc

Goldene Konfitüre aus Citre mit Orangen- und Zitronenschale sowie frisch gepresstem Zitrussaft. Die Fruchtwürfel werden über mehrere Kochgänge confiert, bis sie glasig, glänzend und noch leicht bissfest sind.

Zum Rezept
Confiture de citre aus dem Languedoc
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 15 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 42 Stunden
Gesamtzeit ca. 45 Stunden
Menge kleine Gläser
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Maceration lässt Zucker und Zitrussaft tief in die Citre einziehen, bevor sie gekocht wird.
  • Mehrere kurze Kochgänge schonen die Würfel und geben ihnen eine glasige, leicht bissfeste Struktur.
  • Orange und Zitrone bringen Duft und Säure in die süße Konfitüre, ohne dass zusätzliches Wasser nötig ist.

Confiture de citre ist eine besondere Konfitüre aus dem Languedoc. Die Citre, auch Gigérine, Méréville oder Pastèque à confiture genannt, wird gewürfelt, mit Zucker und Zitrusaromen angesetzt und über mehrere Tage langsam eingekocht. So entsteht ein aromatischer Fruchtaufstrich mit durchscheinenden Würfeln und klarer Zitrusnote.

Glänzende, goldene Konfitüre mit durchscheinenden, weich gewordenen, aber noch leicht bissfesten Citre-Würfeln. Sie schmeckt süß und fruchtig, mit feinen Orangen- und Zitronennoten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Ansetzen und erster Kochgang

  1. Citre würfeln

    Die Citre schälen und entkernen. Harte Schalenreste und Kerne sorgfältig entfernen, das Fruchtfleisch in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Das vorbereitete Fruchtfleisch wiegen und die angegebene Zuckermenge abmessen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Würfel sind gleichmäßig etwa 1 cm groß und frei von Kernen und harten Schalenresten.

    • Gleichmäßige Würfel garen später möglichst gleichmäßig.
  2. Mit Zucker und Zitrus ansetzen

    Citre-Würfel, Zucker, Orangen- und Zitronenschale sowie den frisch gepressten Saft in den breiten Topf geben und gründlich vermengen. Den Topf abdecken und die Mischung 12–24 Stunden kühl ziehen lassen. Während dieser Zeit ein- bis zweimal umrühren.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Zucker und Saft sind gleichmäßig verteilt, und die Mischung hat sichtbar Saft gezogen.

    • Die Ruhezeit ist Teil der Zubereitung und sollte nicht übersprungen werden.
  3. Ersten Kochgang durchführen

    Die angesetzte Mischung langsam erhitzen und bei mittlerer Hitze etwa 60 Minuten leise köcheln lassen. Regelmäßig umrühren, damit Zucker und Frucht nicht am Topfboden ansetzen. Die Flüssigkeit soll sichtbar einkochen; die Citre-Würfel bleiben zunächst noch hell.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist sichtbar reduziert, die Würfel sind noch hell und nicht vollständig durchsichtig.

    • Bei Bedarf die Hitze so anpassen, dass die Mischung leise köchelt und nicht stark sprudelnd kocht.

    Wichtig: Heißen Zuckersirup vorsichtig umrühren und Spritzer vermeiden.

Abkühlen und erneutes Einkochen

  1. Abkühlen und über Nacht ruhen lassen

    Den Topf vom Herd nehmen und die Konfitüre vollständig abkühlen lassen. Anschließend abgedeckt über Nacht ruhen lassen, damit der Sirup weiter in die Frucht einzieht.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Konfitüre ist vollständig abgekühlt und hat über Nacht geruht.

    • Die Konfitüre während der Ruhezeit abgedeckt lassen.
  2. Zweiten Kochgang durchführen

    Die Konfitüre erneut erhitzen und etwa 30 Minuten bei mittlerer bis etwas stärkerer Hitze einkochen. Häufig umrühren. Die Citre-Würfel werden zunehmend durchscheinend und leicht bissfest.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Würfel werden sichtbar durchscheinender, behalten aber noch leichten Biss.

    • Besonders gegen Ende häufiger umrühren, weil die Mischung durch das Einkochen leichter ansetzt.

    Wichtig: Beim erneuten Erhitzen vorsichtig arbeiten, da die Konfitüre sehr heiß werden kann.

  3. Erneut abkühlen und ruhen lassen

    Die Konfitüre wieder vollständig abkühlen lassen und anschließend über Nacht ruhen lassen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist vollständig abgekühlt und hat erneut über Nacht geruht.

    • Durch die zweite Ruhezeit zieht der Sirup weiter in die Fruchtwürfel ein.

Letzter Kochgang und Abfüllen

  1. Konfitüre fertig einkochen

    Am dritten Kochtag die Konfitüre ein letztes Mal erhitzen und 30–45 Minuten einkochen. Sie ist fertig, wenn sie etwa 104–105 °C erreicht oder ein Tropfen auf einem kalten Teller nach kurzer Abkühlung dickflüssig stehen bleibt. Die fertige Konfitüre soll glänzend und dickflüssig sein, mit glasigen, noch leicht bissfesten Würfeln; sie soll nicht schnittfest werden.

    40 Minuten 104.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Konfitüre erreicht etwa 104–105 °C oder ein Tropfen bleibt auf einem kalten Teller dickflüssig stehen.

    • Ohne Thermometer die kalte-Teller-Probe verwenden.
    • Nicht länger einkochen als nötig, damit die Würfel leicht bissfest bleiben.

    Wichtig: Heiße Konfitüre und Zuckersirup können schwere Verbrennungen verursachen; langsam und vorsichtig umrühren.

  2. Heiß abfüllen

    Die heiße Konfitüre vorsichtig in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen. Die Ränder sauber abwischen und die Gläser sofort verschließen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind sauber befüllt, die Ränder abgewischt und die Deckel verschlossen.

    • Die Gläser nur auf eine standsichere, hitzefeste Fläche stellen.

    Wichtig: Beim Abfüllen vor heißer Konfitüre und heißem Glas schützen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Mehrere Tage einplanen: Die aktive Arbeitszeit ist kurz, aber die Konfitüre braucht insgesamt etwa 36–48 Stunden für Maceration und Ruhezeiten. Die Kochgänge liegen auf drei Tage verteilt.
  • Konsistenz richtig beurteilen: Die fertige Konfitüre soll glänzend und dickflüssig sein. Die Citre-Würfel dürfen glasig und leicht bissfest bleiben; die Konfitüre soll nicht schnittfest werden.
  • Vorsichtig abfüllen: Heiße Konfitüre langsam in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und die Ränder vor dem Verschließen sauber abwischen.

Zutatenwissen

Citre und ihre Namen

Citre wird auch Gigérine, Méréville oder Pastèque à confiture genannt. Die hellfleischige Frucht ist meist im Herbst erhältlich und findet sich am ehesten auf Wochenmärkten, in Hofläden oder bei Anbietern seltener Gemüsesorten.

Unbehandelte Zitrusfrüchte verwenden

Für die fein abgeriebene Schale werden unbehandelte Orange und Zitrone verwendet. Saft und Schale kommen gemeinsam mit der Citre und dem Zucker in den Ansatz.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Citre-Würfel zerfallen oder die Konfitüre wird zu dunkel und zu fest.

Bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen, regelmäßig umrühren und die Konsistenz im letzten Kochgang mit Thermometer oder kalter-Teller-Probe prüfen.

Zucker oder Frucht kleben am Topfboden an.

Während jedes Kochgangs besonders gegen Ende häufig umrühren und einen breiten Topf verwenden.

Die Würfel bleiben weniger durchscheinend und der Sirup zieht nicht gleichmäßig ein.

Die Maceration sowie beide Übernacht-Ruhezeiten vollständig einplanen.

Beim Abfüllen spritzt die Konfitüre oder die Glasränder werden klebrig.

Langsam mit Schöpfkelle oder Einfülltrichter arbeiten und die Glasränder vor dem Verschließen sorgfältig reinigen.

Servieren und kombinieren

  • Als Fruchtaufstrich servieren: Die Confiture de citre auf frischem Brot, Toast oder Brioche streichen. Die glasigen Würfel geben dem Aufstrich eine besondere, leicht bissfeste Struktur.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Citre?

Citre ist eine hellfleischige Frucht, die auch Gigérine, Méréville oder Pastèque à confiture genannt wird. Sie eignet sich besonders für Konfitüre mit gewürfelter Fruchtstruktur.

Woran erkenne ich, dass die Konfitüre fertig ist?

Die Konfitüre ist fertig, wenn sie etwa 104–105 °C erreicht oder ein Tropfen auf einem kalten Teller nach kurzer Abkühlung dickflüssig stehen bleibt. Die Würfel sollen glasig und leicht bissfest sein.

Warum wird die Konfitüre über mehrere Tage gekocht?

Die Ruhezeiten geben dem Sirup Zeit, weiter in die Citre-Würfel einzuziehen. Die anschließenden Kochgänge machen die Frucht zunehmend durchscheinend, ohne sie sofort zu zerkochen.

Wird zusätzliches Wasser benötigt?

Nein. Die Flüssigkeit kommt aus dem frisch gepressten Saft von Orange und Zitrone sowie aus dem austretenden Fruchtsaft der Citre. Zusätzliches Wasser wird nicht verwendet.

Aus unserer Küche

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